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GmbH-Liquidation

02.09.2014 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Wird eine GmbH liquidiert, ist eine Schlussbilanz der werbenden Gesellschafteund eine Eröffnungbilanz der Liquidation zu erstellen. Liquidationsstichtag ist der Tag des Liquidationsbeschlusses, wenn kein anderes Datum genannt wird. Für die Liquidatoren gelten meist die Regeln der Geschäftsführer.

Hallo,

ich werde am morgigen Tag meine GmbH in die Liquidation bringen.
Es handelt sich um eine Software Firma, die Möbel im Wert von ca 50.000 € besitzt (Tische, Computer, Bilder, TV-Geräte etc.) .
Die Software wurde bereits zu einem hohen Betrag (über Marktwert) veräußert.

Die Firma hat noch Verbindlichkeiten, die nun natürlich noch abgewickelt werden.

Meine erste Frage hierzu lautet, kann ich die Möbel, ohne spätere Rechtfertigungen rund 50 % und weniger verkaufen? Zum Beispiel als gesamt Paket bei einem Online Auktionshaus? (Hier wird sicher noch ein viel geringerer Preis erzielt)

Kann ich die privat auch die Möbel etc. kaufen? Wie sieht es hier sonst mit einer ggf. versteckten Gewinnausschüttung aus?

Die Verbindlichkeiten sind nicht so hoch, das Sie nicht von dem bereits getätigten Software Verkauf bedient werden könnte.

Zu der o.g. Frage, habe ich noch eine weitere.

Derzeit wird erst die Bilanz für das Jahr 2013 angefertigt. Wie verhält es sich mit der Eröffnungsbilanz bei der Liquidation? Muss ich als GmbH dann eine Bilanz vom 01.01.2014 - 02.09.2014 anfertigen, und dann die EB? Oder reicht für die EB 01.01.2014 - Start der Liquidation? Bzw. wielange habe ich Zeit eine Bilanz zu erstellen, nachdem die Firma in der Liquidation ist?

02.09.2014 | 14:09

Antwort

von


(587)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

ich nehme an, dass Sie sich selbst zum Liquidator bestellen werden. Für diese gilt über den Verweis in § 69 GmbH auch der § 43 GmbHG , d.h. als Liquidator haben Sie ebenfalls die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns aufzuwenden. Gegen diese verstoßen Sie, wenn Sie die Möbel unter Wert verkaufen.

Soweit ich Sie verstehe, sind Sie der alleinige Gesellschafter, dem das Guthaben nach Beendigung der Liquidation zusteht. Wenn Sie also die Ansprüche gegen sich selbst nicht verfolgen, könnte der von Ihnen angedachte Weg frei nach dem Motto "wo kein Kläger da kein Richter" gut gehen. Schwierig könnte es jedoch werden, wenn die GmbH aus jetzt nicht absehbaren Gründen doch insolvent wird, etwa weil Steuernachforderungen auftauchen oder ein Haftungsfall eintritt. Dann könnte nämlich ein Insolvenzverwalter den Anspruch geltend machen. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie bei dem Verkauf abgeschriebener Gegenstände stille Reserven aufdecken, was entsprechende Steuerforderungen zur Folge hat.

Der beste Weg wäre es daher, die Möbel einem professionellen Verwerter zu übergeben. Wenn Sie von diesem die Möbel dann zu dem geschätzten Wert erwerben, besteht auch die Gefahr einer verdeckten Gewinnausschüttung nicht.

Die Liquidationsbilanz ist zu dem Stichtag der Liquidation zu erstellen. Wenn in dem Beschluss, den Sie morgen vermutlich fassen, kein Stichtag genannt ist, gilt morgen als Beginn der Liquidation. Sie müssten dann per morgen eine Schlussbilanz der werbenden Gesellschaft und eine Eröffnungsbilanz für die Liquidation erstellen. Für das Rumpfjahr 2014 müssten Sie dann während der Liquidition ann per 31.12.2014 einen Jahresabschluss erstellen. Ggf. macht es Sinn, die Liquidation noch bis zum Jahresende 2014 aufzuschieben. Die Eröffnungsbilanz ist innerhalb von drei Monaten ab dem Tag der Auflösung zu erstellen. Sie sollten sich hier mit Ihrem Steuerberater abstimmen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

ANTWORT VON

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