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GmbH - Gründung und Stammkapital

| 14.10.2011 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer


Lieber Leser,

es soll in Kürze eine GmbH gegründet werden. Dabei soll es sich um eine Ein-Personen-GmbH handeln. Die Stammeinlage soll gemischt erbracht werden und zwar wie folgt:
zu 50% (12.500,- Euro) in bar durch die alleinige Gesellschafterin (100%) und
zu 50% durch Sacheinlage des zuvor vom Ehemann geführten Einzelunternehmens (Wert weitaus höher als 12.500,- Euro, durch Wirtschaftsprüfer belegbar).
Der Ehemann soll zukünftiger geschäftsführer der GmbH werden, ohne selbst an der GmbH beteiligt zu sein.
Ist dies überhaupt möglich? Also kann jemand Drittes einen Teil der Stammeinlage erbringen (mal ganz unabhängig davon ob bar oder als Sacheinlage) obwohl er NICHT Gesellschafter und demnach auch nicht an der GmbH beteiligt ist?

Die Gründe sind offensichtlich: Es handelt sich in der geplanten Konstellation um den Ehemann, der zukünftig unter Gehaltszahlung auch geschäftsführer werden soll.

Was genau ist -wenn dies überhaupt möglich ist- zu beachten?

Vielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten möchte:

Die geplante Konstellation ist möglich.

1.)

Eine dritte Person (hier: Ehemann) kann eine Stammeinlage erbringen, obwohl er nicht Gesellschafter der GmbH sein will.
Durch die Erbringung der Stammeinlage erwirbt er zwar zunächst einen Geschäftsanteil an der GmbH; diesen kann er aber an den beabsichtigten Alleingesellschafter (hier: Ehefrau) abtreten.
Zur Abtretung des Gesellschaftsanteils durch einen Gesellschafter an den anderen Gesellschafter ist aber zwingend ein Vertrag erforderlich, der notariell zu beurkunden ist (§ 15 Abs. 3 GmbHG).
Auf diese Weise erlangt der Alleingesellschafter dann zwei Geschäftsanteile.
§ 5 Abs. 2 Satz 2 GmbHG stellt in diesem Zusammenhang klar, dass die Abtretungsmöglichkeit von Geschäftsanteilen auch bereits während des Gründungsstadiums erfolgen kann, denn nach dieser gesetzlichen Vorschrift kann ein Gesellschafter bei der Errichtung der Gesellschaft mehrere Geschäftsanteile übernehmen.

2.)

Geschäftsführer einer GmbH kann jede natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person sein (§ 6 Abs. 2 Satz 1 GmbHG).
Die Bestellung erfolgt dabei entweder aus dem Kreis der Gesellschafter, oder es handelt sich um eine DRITTE PERSON.
Deshalb kann der Ehemann ohne Weiters Geschäftsführer der GmbH werden, obwohl er nicht als Gesellschafter an der GmbH beteiligt sein will.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gewährt zu haben.


Mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt
Muldestr. 19
51371 Leverkusen

Tel: 0214 / 20 61 697
Fax: 0214 / 20 61 698
E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Bewertung des Fragestellers 14.10.2011 | 14:02

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