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GmbH Darlehen / Abgeltungsteuer

| 09.05.2010 19:43 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Hallo,

folgender Sachverhalt:

Ich habe der A GmbH ein Darlehen geben.

Die A-GmbH gehört zu 100 % der B-Verwaltungsges. mbH & Co. KG.

An dieser KG sind meine Schwester und ich mit jeweils 5 % beteiligt. 90 % der Anteile gehören meinem Vater.

Wie muß ich die Darlehenszinsen von der A GmbH jetzt versteuern ? Voll oder mit 25 % ?
09.05.2010 | 21:19

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Die Einkommensteuer für Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht unter § 20 Absatz 8 EStG fallen, beträgt nach § 32 d Abs. 1 EStG 25 Prozent.

Das gilt nicht für Kapitalerträge im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 4 und 7 sowie Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 und 7 EStG, wenn sie von einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft an einen Anteilseigner gezahlt werden, der zu mindestens 10 Prozent an der Gesellschaft oder Genossenschaft beteiligt ist. Dies gilt auch, wenn der Gläubiger der Kapitalerträge eine dem Anteilseigner nahe stehende Person ist (vgl. § 32 d Abs. 2 Nr. 1 EStG ).

Die Zinserträge werden daher mit 25 % versteuert, da die Beteiligung von 10 % nicht erreicht wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 10.05.2010 | 12:40

Hallo,
vielen Dank erst einmal.

Ist es denn so, daß daß ich die Zinsen von der GmbH mit meinem Steuersatz versteuern müßte, wenn meine Beteiligung an der Verwaltungs-KG über 10 % steigt ? Also gilt die Beteiligung an der Verwaltungs-KG für die Zuordnung im Prinzip wie eine Beteiligung an der GmbH ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.05.2010 | 15:08

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nein, ich bitte um Nachsicht, wenn dies aus meiner Antwort nicht eindeutig hervorging.

§ 32 d Abs. 2 Nr. 1 EStG ist dehalb nicht einschlägig, weil insoweit eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft von mindestens 10 % vorliegen muss.
Diese Voraussetzung wäre aber auch dann nicht gegeben, wenn Ihre Beteiligung an der Verwaltungs-KG 10 % überstiege, da die GmbH & Co. KG insoweit eine Personen- und keine Kapitalgesellschaft ist.




Mit freundlichen hanseatischen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 10.05.2010 | 12:41

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