Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

GmbH Anteilsverkauf, Auszahlung nach Übergabe

| 17.04.2016 14:42 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Guten Tag,
Ich bin alleiniger Gesellschaftergeschäftsführer mit 100% Anteilen einer sog. vermögenden GmbH (mit Grundstück und Haus) und verkaufe nun 100% Anteile. In der GmbH ist eine Pensionszusage mit Rückdeckung die in den 90' ern abgeschlossen wurde. Mein Alter ist so das die Auszahlung mit geringfügigen Abschlag erfolgen kann. Da auch bei uns, wie üblich eine Lücke zwischen Rückdeckung und Zusage entstand, wurde in der Vergangenheit kein Geld entnommen und Vorsorge betrieben um die Differenz am Tag X aufzufüllen. Dazu wurden auch Lebensversicherungspolicen gekauft. Nun ist aber der Fall eingetreten dass das Barvermögen der GmbH ausreicht und noch Geld nach einer Ausschüttung übrig bleiben wird. (Die Ausschüttung kann nicht erhöht werden da nicht mehr Vortrag da ist) Zudem werden die Policen erst 5 Monate nach dem Verkauf ausgezahlt. Vereinbart wurde mit dem Käufer das die Konten mit 0 übergeben werden, da ja auf Grund der Sachwerte ein Vielfaches des Stammkapitals vorhanden ist. Der Käufer kann aber keinen höheren Kaufpreis entrichten.

Nun die Frage:
1. Gesellschaftsrechlich
Auf welchen legalen Weg kann der Rest an Barschaft und in 5 Monaten der Betrag der Versicherungen aus der GmbH an mich fallen (nach dem Verkauf ) und wie kann man das ganze ggf. auch noch insolvenzsicher gestalten.
2. Finanzrechlich
hierbei geht es mir um eine Lösung das hinterher nicht das FA mit zB. irgendwelchen verdeckten Gewinnausschüttung aufwartet oder schlimmeren.

Einsatz editiert am 17.04.2016 14:54:09

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bitte beachten Sie, dass eine exakte Prüfung Ihrer Möglichkeiten die Kenntnis des Kaufvertrages voraussetzt, damit Bilanz- und sonstige Bestandsgarantien geprüft werden können. Darüber hinaus müsste auch eine Prüfung des Jahresabschlusses und des steuerlichen Einlagekontos erfolgen.

Grundsätzlich wäre beispielsweise eine Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto denkbar. Dazu muss jedoch ermittelt werden, ob und in welcher Höhe ein solches existiert. Das wäre die einzige Möglichkeit, ohne weitere Steuerbelastung Liquidität aus der Gesellschaft heraus zu lösen.

Alle weiteren Möglichkeiten, wie beispielsweise einen Zusatz zum Geschäftsführervertrag, welcher einen Bonus bei erfolgreichem Verkauf vorsieht, ist mit Steuerbelastungen verbunden. Ein solcher Bonus ist im Übrigen die einfachste Lösung Ihres Problems, wenn die Vereinbarung hierzu ordentlich und inhaltlich sauber umgesetzt wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 18.04.2016 | 08:04

Sehr geehrter Herr Anwalt,

leider haben Sie die Frage nicht umfassend beantwortet.
Sie enthielt im Kern noch 2 Punkte die mir wesentlich erscheinen, nämlich:
A) wie kann ich mir den Betrag der Versicherungen sichern wenn sie erst 5 Monate nach dem Verkauf zur Auszahlung an die GmbH kommen. Wenn möglich onsolvenzsicher.
B) Das darauf Steuern anfallen würden steht außer Frage und ist unvermeidlich. Daher zielte dieser Teil meiner Frage darauf ab, Fallen wie verdeckte Gewinnausschüttung zu Vermeiden. Also ob eine mögliche Auszahlung nach Verkauf in dieser Richtung problematisch wäre.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.04.2016 | 09:46

Bitte entschuldigen Sie meine offensichtlich nicht ganz klare Antwort.

Bei dem Vorschlag einer Bonusvereinbarung für den Geschäftsführer kann als Zeitpunkt für die Zahlung ein Zeitpunkt nach Verkauf vereinbnart werden - hierdurch können Sie auch die Versicherungsleistungen mit integrieren. Um dies insolvenzsicher und steuerlich ordnungsgemäß zu gestalten bedarf es, wie gesagt, einer sorgfältigen Gestaltung.
Da - wie gesagt - ein Fälligkeitstag für die "Bonusleistung" auch nach dem Verkauf liegen kann, ist meines Erachtens keine verdeckte Gewinnausschüttung gegeben, Im Übrigen wäre eine solche aber möglicherweise deutlich günstiger als die Steuerbelastung unter Ansatz des persönlichen Steuersatzes. Nicht immer also ist eine verdeckte Gewinnausschüttung steuerlich problematisch, oft ist sie sogar die deutlicht günstigere "Gestaltungsoption".

Ich hoffe, Ihnen nunmehr geholfen zu haben.

Bewertung des Fragestellers 20.04.2016 | 08:27

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"trotz Nachfrage war die Frage nicht umfassend beantwortet worden."