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GmbH-Anteile in eigener GmbH und zeitgleich Geschäftsführer

16.03.2010 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,

ich bin Geschäftsführer und Gesellschafter bei mehreren GmbHs mit jeweiligen Gesellschaftsanteilen zwischen 15 und 35%. Dort bin ich sozialversicherungsbefreit - hier wurde mit Sperrminoritätsverträgen argumentiert.

Gerne würde ich sämtliche Geschäftsanteile in einer seperaten GmbH, die mir dann zu 100% gehören würde, bündeln, jedoch auch weiterhin Geschäftsführer in den jeweiligen GmbHs bleiben um die Geschäfte zu steuern.

Frage 1:

Statt jeweils ein Geschäftsführergehalt von den GmbHs zu erhalten, würde ich Rechnungen an die Gesellschaften stellen und mich bei meiner "Holding-GmbH" anstellen. Wird dies von dem Finanzamt so anerkannt?

Frage 2:

Gerne würde ich die persönlichen GmbH-Anteile an meine eigene "Holding-GmbH" zum Nennwert verkaufen. Da die Gesellschaften jedoch Gewinne gemacht haben (jeweils zwischen 30.000 und 100.000 EUR in 2009), sehe ich hier die Gefahr, dass das Finanzamt beim Verkauf zum Nennwert eine Schenkung sieht und ich die Differenz nachversteuern müsste.


Freue mich auf eine qualifizierte Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmem einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

1. Sie können als Einzelunternehmer jeweils Beratungsverträge an die einzelnen Firmen stellen. Das ist grundsätzlich möglich. Die Vergütung für die reine Geschäftsführertätigkeit wegen der Organstellung (evt. zuzüglich Pkw-Nutzung) können Sie von der Holding im Rahmen des Anstellungsvertrages beziehen.

Sie sollten einen schriftlichen Vertrag wegen der Beratungsaufgaben schließen, der die fachlichen Aufgaben zum Inhalt hat. Die reine Geschäftsführertätigkeit kann nicht im Rahmen einen solchen Beratungsvertrages "ausgelagert" werden.

Den Gesellschaften muss jedoch ein angemessener Gewinn verbleiben.

Sie sollten dabei prüfen lassen, ob hier "Organschaft" iSd Umsatzsteuergesetzes, KöStG und GewStG eintritt.

2. Die Frage, ob hier Schenkungsteuer anfällt, aus Sicht der Holding zu beurteilen.

Bei den Wertverhältnissen, die Sie hier angeben, kommt ein unentgeltlicher Vorgang in Betracht, so dass hier Schenkungsteuer im Raum steht. Steuerschuldner sind dann sowohl die GmbH wie auch Sie.

Die GmbH kann diese Aufwendungen nicht steuermindernd geltend machen. Wenn Sie die Schenkungsteuer übernehmen, kann darin ebenfalls ein schenkungsteuerlicher Vorgang gesehen werden.

Ob eine günstigere Gestaltung gewählt werden kann, kann von hieraus nicht beurteilt werden. Ich empfehle Ihnen hierzu eine persönliche Beratung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich stehe für eine Nachfrage oder auch eine weitergehende Beratung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Rückfrage vom Fragesteller 25.08.2010 | 12:20

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Zu 1.: Ich möchte nicht als Einzelperson die Rechnungen an die verschiedenen Firmen stellen, sondern diese würden von der neuen GmbH, bei der ich Alleingesellschafter und Geschäftsführer wäre, gestellt werden.

zu 2.: Die neue GmbH, bei der ich ja Alleingesellschafter und Geschäftsführer bin, soll die von mir privat gehaltenen Geschäftsanteile an anderen GmbHs abkaufen. Wie verhält sich das mit der Schenkungssteuer, da ich diese ja nur zum Wert der Stammeinlage verkaufen möchte? Wie hoch sind dort die Freibeträge? Im Prinzip verkaufe ich mir die Anteile ja selbst. Laut Rechnung mit dem Ertragswertverfahrens sind die Anteile ca. das 10-fache des Stammkapitals wert. Wobei man berücksichtigen muss, dass es sich bei den Firmen um Geschäfte geht, die personenabhängig sind. Für eine externe Person wäre der Anteil so ziemlich wertlos.

Ich bedanke mich bereits jetzt für Ihre Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.08.2010 | 18:08

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Sie können die neue GmbH als Management-Holding nutzen und
Beratungsleistungen an die anderen Firmen berechnen.

Die § 13a ErbStG: Steuerbefreiung für Betriebsvermögen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften und § 13b ErbStG: Begünstigtes Vermögen regeln seit 2009 die Verschonung der Vermögensübertragung auch für Anteile an Kapitalgesellschaften (85 % bei Beteiligung mehr als 25 %) und enthalten einen weiteren Freibetrag von bis zu Euro 150.000. Die Berechnung kann jedoch nur auf Grund von detaillierten Angaben erfolgen. Die Ursprungsfrage enthielt keine Frage zur Berechnung, das Honorar ist hierfür nicht angemessen.

Ich kann hier gerne weiter für Sie tätig werden im Rahmen einer Beauftragung oder Direktanfrage,

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

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