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GmbH-Anteile im Privatvermögen, Insolvenz steuerlich absetzen


| 17.12.2016 23:18 |
Preis: 25,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Weichel


Zusammenfassung: Verlustabzug bei wesentlichen Beteiligungen im Sinne des § 17 EStG


Gesellschafter A hat eine Stammeinlage von 10.000€ in die B GmbH investiert und hält 25 % an der B GmbH. Gesellschafter A ist dort nicht tätig und hält diese Anteile im privaten Vermögen. Die B GmbH meldet sich insolvent.

Welchen Betrag erhält Gesellschafter A vom Finanzamt zurück, wenn er die Insolvenz privat steuerlich absetzt?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung wie folgt beantworten:

Bei Ihrer Beteiligung an der GmbH liegt eine sog. wesentliche Beteiligung i.S.d. § 17 EStG vor, da Sie als Gesellschafter zu mindestens mit 1 % an der GmbH beteiligt sind.

Steuerlich führt eine Beteiligung i.S.d. § 17 EStG dazu, dass Veräußerungsgewinne (und Verluste) nach dem sog. Teileinkünfteverfahren des § 3 Nr. 40 EStG besteuert werden. Dies bedeutet, dass Gewinne nur zu 60 % besteuert werden. Im Gegenzug können Verluste aus der Veräußerung von GmbH-Anteilen oder aufgrund der Unternehmensinsolvenz(!) auch nur zu 60 % steuerliche berücksichtigt werden. Ihre Besteuerung erfolgt dann unter Anwendung Ihres individuellen Steuertarifs (Steuerprogression).

Die sog. Abgeltungssteuer (Kapitaleinkünfte) findet bei Veräußerungsgewinnen bzw. Veräußerungsverlusten von wesentlichen Beteiligungen keine Anwendung.
Somit haben Sie die Möglichkeit die Verluste mit anderen Einkünften zu verrechnen. Dementsprechend können Sie sämtliche Verlustabzugsmöglichkeiten voll ausschöpfen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten verständlichen Überblick verschafft zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Freundliche Grüße
Weichel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.12.2016 | 23:59


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