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Gleich zwei Verstorbene hintereinander

| 24.02.2010 10:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwälte,
mein Anliegen scheint sehr kompliziert,vielleicht ist es das doch nicht.Im Juli 2009 ist mein Vater verstorben zu dem ich keinen Kontakt mehr hatte.Ich wurde nur von seiner Mutter informiert das er Verstorben sei und ich etwas von einem Notar bekommen würde aber nichts zu erben sei.Das ich vom Nachlassgericht etwas erhalte,darauf warte ich heute noch.Auf seine Beerdigung ging ich verständlicherweise da mir dies ja niemand verweigern kann.Danach wieder kein Kontakt mit meiner Oma.
Vor einer Woche wurde ich vom Ordnungsamt angerufen das nun auch meine Oma verstorben sei und ich die einzige Angehörige bin und mich um alles kümmern müsse.Da sie schon 2 Tage vorher verstorben war hatten ein Neffe meiner Oma Zugang zu ihrer Wohnung und Gaststätte.Diese holten 1000€ aus der Registrierkasse der Gaststätte und sämtliche Papiere aus der Wohnung.Sie liesen mich unterschreiben das sie dieses Geld aus dem Besitz meiner Oma mir übergeben haben.Kann ich dieses Geld für die Bestattung nehmen.Jetzt stellt sich heraus das die Bestattung meines Vater aus noch nicht bezahlt ist.Muss ich dafür auch noch aufkommen?Alles ist hochverschuldet und ich werde das Erbe ausschlagen.Wie verhält es sich mit dem Erbe meines Vaters, gilt dies von mir als angenommen,weil ich nicht rechtzeitig ausgeschlagen habe?Ich war der Annahme meine Oma würde alles Regeln aber sie hat sich um nichts gekümmert,was ich ja nicht wusste.Das Auto meines Vaters steht in einem Tiefgaragenstellplatz der von meiner Oma auch nicht bezahlt wurde.Der Mann vom Ordnungsamt ist in der Annahme dies gehörte meiner Oma und dürft nicht bewegt werden.Fahrzeugbrief,Schlüssel usw. befinden sich in meinem Besitz,das habe ich von meinem Vater
erhalten,konnte es nur nicht abholen,da ich keine Stellmöglichkeit hatte.Ist das Auto jetzt meins und ich darf es verkaufen um die Beerdigung meines Vaters zu bezahlen? Oder ist das auch als Erbe anzusehen?Was muss ich sonst noch beachten ich bin mit der ganzen Situation überfordert.
Vielen Dank im voraus für ihre Antwort

24.02.2010 | 12:30

Antwort

von


(562)
Mädewalder Weg 34
12621 Berlin
Tel: 030.56702204
Web: http://www.RafBB.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
Wenn Sie durch das Nachlassgericht im Erbfall Ihres Vaters nicht informiert wurden, sollten Sie zunächst davon ausgehen nicht Erbe geworden zu sein. Sie haben auch jetzt noch die Möglichkeit Ihre mögliche Erbenstellung beim Nachlassgericht in Erfahrung zu bringen.

Sind Sie kein Erbe Ihres Vaters geworden, müssen Sie auch nicht den möglicherweise überschuldeten Nachlass Ihres Vaters ausschlagen.

Ihrer Schilderung entnehme ich aber, dass Ihre Großmutter möglicherweise Erbe Ihres Vaters geworden ist.

2.
Hat Ihre Großmutter kein Testament hinterlassen und sind Sie der einzige lebende Abkömmling, sind Sie gesetzlicher Erbe. Diese Erbschaft können Sie gegenüber dem Nachlassgericht ausschlagen. Die Frist beträgt dazu 6 Wochen ab Kenntnis des Todes und der Erbenstellung; § 1944 BGB .

3.
Grundsätzlich trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung; § 1968 BGB .
Allerdings haben die Angehörigen des Verstorbenen nach landesrechtlichen Bestimmungen idR die Verpflichtung zur Beerdigung des Verstorbenen, unabhängig von der Erbenstellung.
Die Verpflichtung besteht in folgender Reihenfolge: Ehegatte, volljährige Kinder, Eltern, Geschwister und andere nahe Angehörige des Verstorbenen.

D.h. Sie können von der Gemeinde zur Durchführung der Beerdigung verpflichtet werden. Sind Sie selbst mittellos, übernimmt das örtliche Sozialamt auf Antrag die notwendigen Kosten der Bestattung; § 74 SGB XII .
Gegenüber den Erben können Sie jedoch die Kosten geltend machen. Die Kosten der Beerdigung dürfen Sie nicht ohne Zustimmung der Erben aus dem Nachlass entnehmen.

Nach Ihrer Schilderung gibt es noch weitere möglicherweise erbberechtigte Verwandte Ihrer Großmutter, z. Bsp. der Neffe Ihrer Großmutter.

Schlagen alle die Erbschaft aus, trifft diejenigen die Kostentragungspflicht, die der Verstorbenen gegenüber unterhaltspflichtig waren; §§ 1601 ff. BGB . Von diesen könnten Sie die Beerdigungskosten, ggf. anteilig zurückverlangen.

4.
Schlagen Sie die Erbschaft Ihrer Großmutter aus, müssen Sie auch nicht die Beerdigungskosten Ihres Vaters tragen, da Sie weder Erbe Ihres Vaters sind noch Auftraggeber der Beerdigung waren. Die Verbindlichkeiten Ihrer Großmutter sind von deren Erben zu tragen.

5.
Hinsichtlich des Fahrzeugs Ihres Vaters sind Sie nach Ihrer Schilderung Eigentümer geworden, da Ihr Vater dies Ihnen zu seinen Lebzeiten übertragen hat. Daher können Sie das Fahrzeug nutzen und gegebenenfalls verkaufen.

6.
Ich rate Ihnen daher zunächst beim Nachlassgericht in Erfahrung zu bringen, wer Erbe Ihres Vaters geworden ist, um gegebenenfalls das Erbe auszuschlagen. Dann sollten Sie, wenn Sie auch das Erbe Ihrer Großmutter gegenüber dem Nachlassgericht ausschlagen.

Danach sollten Sie prüfen, ob Sie über genügend Einkommen und/oder Vermögen verfügen, um die Beerdigung Ihrer Großmutter zu bezahlen. Sollte dies nicht der Fall sein, rate ich Ihnen beim zuständigen Sozialamt einen Antrag auf Übernahme der Beerdigungskosten zu stellen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Bewertung des Fragestellers 26.02.2010 | 07:23

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