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Girokontowechsel bei laufender Baufinanzierung

20.10.2018 12:35 |
Preis: 40,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo,

ich habe vor 5 Jahren eine Baufinanzierung meines Eigenheims bei der Sparda-Bank abgeschlossen -dieser Vertrag läuft noch weitere 5 Jahre.
Diese Baufinanzierung ist nur in der Verbindung eines Girokontowechsels zur Sparda-Bank angeboten worden.
Im Baufinanzierungsvertrag steht:
"Die Kreditzusage ist von der Mitgliedschaft und der Führung des/r Gehaltkontos/en des/r Kreditnehmer/s bei der Kreditgeberin abhängig."
Es war kein Problem für mich zur Sparda-Bank zu wechseln, da dieses Girokonto kostenlos war.
Nun ändert die Sparda-Bank die Girokontomodelle und es gibt kein kostenloses Girokonto mehr.
Es fallen nun min. 3 €/Monat Kontoführungsgebühr an.
Da ich alle Bankangelegenheiten nur online abwickle, sehe ich ein Kosten-/Nutzennachteil für mich.
Nun möchte ich das Gehaltskonto zu einer anderen/kostenlosen Bank wechseln - die Raten der Baufinanzierung könnten von dem neuen Konto abgebucht werden (keine Bonitätsschwierigkeiten).
Ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen ist kein Problem, aber kann die Sparda-Bank einen Wechsel zu einer anderen Bank aufgrund des Kreditvertrags verweigern?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Laut Vertrag ist Voraussetzung für den Kredit das Führen eines Gehaltskontos bei der kreditgebenden Bank. Wenn Sie das Gehaltskonto jetzt dort auflösen und zu einer anderen Bank wechseln, verstoßen Sie gegen diese Vertragsbedingung und riskieren schlimmstenfalls die Kündigung des Kredits.

Zwar ist durchaus fraglich, ob diese Klausel tatsächlich einer rechtlichen Prüfung standhalten wird. Denn die Pflicht zur Führung des Kontos bei der kreditgebenden Bank besteht laut der Klausel unabhängig von einem Wechsel der Konditionen, sodass Sie selbst bei weiterer Verschlechterung der Konditionen des Kontos gezwungen wären, das Konto dort weiter zu führen. So kann die Bank quasi Kreditführungsgebühren über den Umweg der Kontogebühren nahezu beliebig einführen.

Daher würde ich an Ihrer Stelle das Gespräch mit der Bank suchen, dabei auf die unangemessene Benachteiligung durch die Klausel hinweisen und entweder die Fortführung des Kontos zu den bisherigen kostenlosen Konditionen fordern oder aber die Zustimmung zu einem Kontowechsel.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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