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Girokonto eines Verstorbenen

06.06.2011 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Bruder ist Anfang 2009 in seiner Wohnung tot aufgefunden worden. Nachdem mich die Polizei benachritet hat, habe ich die Wohnung aufgesucht, die Beerdigung organisiert etc. Die gefundenen Scheckkarten von zwei Bankkonten habe ich den betreffenden Banken mit dem Hinweis persönlich übergeben, dass mein Bruder verstorben sei und das Konto somit gesperrt werden muss, da nicht klar ist, wer als ERbe in Frage kommt. Meine Schwägerin, ein thailänische Staatsangehörige, die offenkundig nicht mehr mit meinem Bruder zusammenlebte aber mit ihm verheiratet war, hat dann zur Erbauseinadersetzung ein Anwalt und Notar beauftragt, der einen gemeinschaftlichen Erbschein, ohne die Zustimmung von mir und meinem anderen Bruder, erstellt hat. Hiernach erben wir je 12,5 % und meine Schwägerin 75 %. Nun zu meiner Frage: Das Erbe ist noch nicht auseinadergesetzt, da meine Schwägerin im Moment nicht auffindbar ist. Das Girokonto meines Bruders wurde aber weiterhin mit Kosten durch Einzugsermächtigungen belastet, die in der Verantwortung meiner Schwägerin liegen (Mieten etc.) Durfte das die Bank zulassen, zumal ich ausdrücklich und unter Zeugen darauf hingewiesen habe, dieses Konto einzufrieren und keine Belastungen mehr zu gestatten. Zwischenzeitlich ist von dem knapp Euro 4.000,-- Guthaben nichts mehr übrig und über Euro 500,-- Überziehung entsstanden, die die Bank von mir und meinem Bruder nun abverlangt, da meine Schwägerin ja nicht mehr auffindbar ist.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Grundsätzlich haben Sie die Möglichkeit, das Erbe auszuschlagen, dann haften Sie nicht für die Verbindlichkeiten.

Da Sie im Zeitpunkt der Rückgabe der Scheckkarten nicht Erbe waren, hat die Bank entsprechende Anweisungen nicht zu befolgen. Sie wird in der Regel auch nach einem Erbschein zur Legitimation fragen. In Ihrer Konstellation als Erbengemeinschaft müssten alle drei gemeinsam handeln, d.h. der Bank entsprechende Anweisungen erteilen. Solange dies nicht der Fall ist, laufen Lastschriften eigentlich weiter, die meisten Banken stornieren diese aber vorsorglich.

Unabhängig davon erlischt die Pflicht zur Zahlung der Miete nicht mit dem Tod, sondern erst nach Kündigung. Selbst wenn die Bank also die Lastschriften sofort gestoppt hätte, würde der Vermieter die Mieten aus dem Nachlass zu Recht fordern.

Da Ihre Schwägerin derzeit nicht auffindbar ist, sollten Sie dies der Bank schnellstens mitteilen.

Sofern aus dem Nachlass nichts zu erwarten ist, können Sie noch 6 Wochen nach Kenntnis Ihres Erbes durch den Erbschein das Erbe ausschlagen und hätten dann keinerlei finanzielle Verpflichtungen.

Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen zu lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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