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Gilt ein Honorarvertrag als Rechnung?

| 22.11.2018 11:35 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin freiberuflich als Schriftsteller und Dozent tätig. In diesem Bereich ist es durchaus üblich, dass ich mit meinen Kunden, bei denen ich auftrete, einen Honorarvertrag abschließe. Oft enthalten diese Verträge jedoch nicht die in § 14 Abs. 4 UStG geforderte Pflichtangabe in Form einer fortlaufenden Rechnungsnummer. Auch ist häufig nicht von einer "Rechnung" oder "Gutschrift" im Vertrag die Rede.
Wann immer ich in der Vergangenheit eine zusätzliche Rechnung zum Honorarvertrag gestellt habe, um eben diese Pflichtangaben zu gewährleisten und somit den Vorsteuerabzug nicht zu gefährden, wurde ich von meinen Kunden schräg angeschaut und darauf verwiesen, dass dies nicht nötig sei.

Um diesen Sachverhalt ein für allemal zu klären, meine Frage: Gelten derlei Honorarverträge dennoch als Rechnung? Oder muss ich hier zusätzlich zum Honorarvertrag eine Rechnung stellen, damit der Vorsteuerabzug nicht gefährdet ist?

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Hilfe und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Einsatz editiert am 23.11.2018 07:32:29

23.11.2018 | 15:43

Antwort

von


(220)
Schevenstr. 1 a
01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben völlig Recht, auch wenn das in der Praxis häufig anders gehandhabt wird. Das Finanzamt kann die unrichtige Zahlung auf Honorarverträge bei der Umsatzsteuer monieren und auf beiden Seiten die steuerliche Geltendmachung versagen.

Richtig ist folgendes: Es muss eine Dauerrechnung erstellt werden, die den Leistungszeitraum ab Vertragsschluss bis zur Kündigung ausweist. Diese Dauerrechnung muss eine einmalig vergebene Rechnungsnummer enthalten, die dann auch für die Zukunft ausreicht.

Ich halte es auch für zulässig, wenn diese Rechnung bereits im Honorarvertrag enthalten ist. Fordern Sie eine Neuerstellung des Vertrages oder die gesonderte Erstellung einer Dauerrechnung, die alle Vorgaben aus dem Umsatzsteuergesetz zur Erstellung abzugsfähiger Rechnungen erfüllt.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA und Dipl. Kfm.


Rückfrage vom Fragesteller 23.11.2018 | 16:19

Nur zur genaueren Klärung: Diese Honorarverträge, die ich mit Kunden abschließe beziehen sich meist auf einmalige Veranstaltungen, also z. B. eine Lesung oder einen Vortrag. Ich gehe mal davon aus, dass es hier anstatt "Dauerrechnung" schlicht und einfach "Rechnung" heißen muss. Korrekt?

Herzlichen Dank soweit für Ihre freundliche und kompetente Antwort.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.11.2018 | 16:28

Sehr geehrter Nachfragender,

ja natürlich, wenn die Leistung einmal erfolgt. Ich bin davon ausgegangen, daß Ihr Honorarvertrag auch mehrere Leistungen für zum Beispiel mehrere Monat umfasst, nach welchen Sie dann mehrfach aus einem Vertrag heraus vergütet werden.

Wenn es aber nur eine Leistungserbringung aus einem Honorarvertrag gibt, muss dieser zumindest einmal eine Steuernummer für einen Vorfall enthalten, oder es sollte eine eigene Rechnung erstellt werden. Der Grund ist für jeden Rechtslaien übrigens auch erkennbar, was Sie Ihrem Vertragspartner entgegen halten können.

Ein Vertrag ist nur die Grundlage zur Zahlung einer Leistung. Gezahlt selber wird auf eine fällig gestellte Rechnung, was ein Unterschied ist.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

Bewertung des Fragestellers 23.11.2018 | 16:32

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Herzlichen Dank für die sehr kompetente und sachdienliche Hilfe!


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