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Gilt dies auch wenn der Kaufvertrag ein Übergabevertrag ist?

18.05.2018 14:03 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Statt ein Kaufvertrag wurde ein Übergabevertrag ausgehandelt mit der Auflage, dass die Immobilie nur innerhalb der Familie weiterverkauft werden darf - damit diese auch zukünftig in Familienbesitz bleibt. . Hier wurde ein Verkehrswert angegeben.

Der Verkehrswert von 183.000 € ist demzufolge für die Berechnung des Pflichtteilsanspruch als maßgeblicher Wert zu nutzen? Oder gilt das hier nicht?

Gruß
Weihnachtsmann
Eingrenzung vom Fragesteller
18.05.2018 | 14:05

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Sehr geehrter Ratsuchende,

lassen Sie mich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Für die Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs ist der maßgebliche Wert der Verkehrswert (, wenn es nicht einen höheren realisierten Wert gibt).
Das muss nicht der Wert sein, der in dem Vertrag angegeben wurde.

§ 2325 Abs. 2 S. 1 BGB: "Ein [Grundstück] kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht."

Der im Vertrag angegebene Wert ist aber, wenn er halbwegs realistisch ist, ein guter Ansatzpunkt für die Berechnung.

Darüber hinaus ist der Wert pro vollendetem Jahr vor dem Erball mit je 1/10 weniger anzusetzten (§ 2325 Abs. 3 S. 1 BGB), soweit nicht an den Ehegatten verschenkt wurde.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2018 | 15:08

Leider verstehe ich das nicht.

Zitat BGB:
" § 2325 Abs. 2 S. 1 BGB: "Ein [Grundstück] kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht."

Genauer gesagt, diesen Teil hier verstehe ich nicht:
"hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird dieser in Ansatz gebracht.

Was heißt "zur Zeit der Schenkung" ?

Vielleicht können Sie mir das noch bitte übersetzen.

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.05.2018 | 15:20

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Wenn der Wert des Grundstücks im Zeitpunkt der Schenkung/ des Vertrages geringer ist als im Zeitpunkt des Erbfalls, dann ist der Wert zum Zeitpunkt der Schenkung anzusetzen.
Wenn der Wert "183.000" betrug und x Jahre später im Todesfall z.B. 200.000 (Wertsteigerung), so sind die 183.000 anzusetzen, weil der Betrag geringer ist.

Würde der Wert bis zum Erbfall (z.B. auf 150.000) fallen, wäre dieser maßgebend.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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