Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Gibt es eine verbindliche Regelung zum Umgangsrecht darüber, wie oft ein Vater sein Kind (2 1/2 Jahr

29.07.2011 16:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag, folgende Fragen:

1. Gibt es eine verbindliche Regelung darüber, wie oft ein Vater sein Kind (2 1/2 Jahre) sehen kann, wenn die Eltern keine Einigung erzielen?

2. Verändert sich das mit zunehmendem Alter des Kindes (ab wann)?

3. Was ist, wenn der Vater, der in der gleichen Stadt wie das Kind wohnt, wegen BtM-Delikten auf Bewährung ist und keine kindgerechte Wohnung aufweisen kann (Messi,herumliegende Alkoholflaschen, Aschenbecher, weiche Drogen, Lage über einem Restaurant, bis um 1.00 Uhr sehr laut), muss ihm das Kind zum Übernachten überlassen werden?

4. Spielt es eine Rolle, dass der Vater nur 1/2-tags arbeitet und behauptet, keinen Unterjalt zahlen zu können und die Mutter daher voll arbeitet, um den Unterhalt alleine zu erwirtschaften?

Vielen Dank!
29.07.2011 | 18:33

Antwort

von


(265)
Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1. Im Interesse des Kindes sollten Sie als Eltern unbedingt versuchen, sich über eine Umgangsregelung einig zu werden. Das Jugendamt ist hier generell ein guter Ansprechpartner. Sofern Sie sich nicht einig werden können, müsste das Familiengericht einen entsprechenden Beschluss festsetzen, sofern Sie oder der Kindesvater einen entsprechenden Antrag stellen. Solange nichts gerichtlich geregelt ist, gibt es aber auch keine verbindliche Regelung.

2. Das Alter des Kindes ist nicht unbedingt entscheidend. Entscheidend ist das Kindeswohl. Mit zunehmendem Alter des Kindes müssen auch die Wünsche des Kindes selbst berücksichtigt werden.

3. In diesem Fall könnte durchaus eine Gefährdung des Kindeswohles vorliegen. Sofern der Vater auf seinem Umgangsrecht besteht, sollten Sie als Mutter beim Jugendamt oder eben beim Familiengericht diese Punkte durchaus ansprechen. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Familienrichter vor der Hintergrund der Umstände, die Sie schildern, entscheidet, dass das Kind gegen Ihren Willen beim Vater übernachtet. Trotzdem sollte man gegebenenfalls dem Vater die Möglichkeit geben, eine Beziehung zu seinem Kind aufzubauen. Selbst wenn dies im Moment gegen Ihren Willen ist - denken Sie auch spätere Zeitpunkte und daran, dass auch das Kind, das jetzt zwar noch nicht selbst entscheiden kann, durchaus ein Interesse daran haben kann, eine positive Beziehung zu seinem Vater zu haben. Dies wird aber umso schwieriger, je älter das Kind wird, wenn es bis dato überhaupt keine Beziehung aufbauen konnte. Meiner Einschätzung nach könnte begleiteter Umgang in diesem Fall eine sinnvolle Regelung sein. In diesem Fall darf der Vater sein Kind zu festgesetzten Zeitpunkten sehen, dies geschieht aber unter Aufsicht von beispielsweise einer Mitarbeiterin des Jugendamtes. Im Regelfall findet der begleitete Umgang auch in den Räumen des Jugendamtes statt, so dass hier zumindest von den Räumlichkeiten keine Gefährung des Kindeswohls ausgehen kann. Hier kann auch jederzeit die Mitarbeiterin einschreiten bzw. der Vater kann und muss zeigen, wie ernst es ihm wirklich ist.

4. Die Frage nach dem Unterhalt spielt in Sachen Umgang keine Rolle. Das sind zweierlei Dinge, die auch getrennt voneinander behandelt werden sollten. Sofern Sie der Meinung sind, dass der Vater zu Unrecht keinen Unterhalt zahlt, sollten Sie dies beim Familiengericht vortragen. Dieses wird die Umstände überprüfen und ggf. auch zu zahlenden Unterhalt festsetzen, der dann auch vom Vater, wenn er denn zahlen kann, gezahlt werden muss. Mit dem Umgang hat dies aber wie bereits erwähnt erst einmal nichts zu tun.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn alles Gute in dieser Angelegenheit!



Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sein, kann die rechtliche Beurteilung völlig anders aussehen. Diese Plattform kann und will den Gang zu einem Berufskollegen nicht ersetzen. Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Rein vorsorglich erlaube ich mir aufgrund entsprechender Vorkommnisse in der jüngsten Vergangenheit auf dieser Plattform den allgemeinen, aber eindringlichen Hinweis, dass der für die Beantwortung dieser Frage ausgelobte Einsatz unbedingt sofort zu entrichten ist. Eine Rücklastschrift bzw. eine Nichtzahlung wird strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, denn der Tatbestand des Eigehungsbetrugs wäre durch bewusstes Inkaufnehmen von Rücklastschriften erfüllt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2011 | 20:13

Danke für die Antwort, die allerdings enttäuschend allgemein ist. Es gibt doch eine Regelung dahingehend, dass alle zwei Wochen ein Wochenendtag dem Vater zusteht, bzw. später bei älteren Kindern alle zwei Wochen das Wochenende beim Vater verbracht wird. Können Sie mir dazu eine etwas konkretere Angabe machen?

Natürlich steht das Kindswohl im Vordergrund, das ist mir sehr bewußt, war aber nicht die Frage...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2011 | 20:37

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage darf ich wie folgt beantworten:

Ich bedaure, dass meine Antwort in Ihren Augen zu allgemein ist. Beachten Sie aber bitte, dass dies eine Plattform für eine Erstberatung ist. Eine Erstberatung ist immer allgemein gehalten. Wer eine Beratung wünscht, die den persönlichen Hintergrund, der ja hier nur bruchstückhaft bekannt ist, berücksichtigt, muss zu einem Berufskollegen vor Ort gehen und sich dort beraten lassen - und dafür natürlich auch einen anderen Preis bezahlen.

Die von Ihnen angesprochene Regelung findet in der Praxis in der Tat oft Anwendung - diese Regelung steht aber definitiv in keinem Gesetz. Es ist eine Umgangsregelung, die sich bewährt hat, wenn die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind. Dies halte ich bei einem Kindesvater, der Drogenprobleme hat und in einer für ein Kind gefährlichen Wohnung lebt, nicht gegeben. Solche Umstände werden auch von einem Richter entsprechend berücksichtigt. Es gibt auch definitiv kein Gesetz, welches regelt, ab wann ein Kind einen Tag und ab wann ein Kind das Wochenende beim Vater verbringen soll - dies kann auch nicht gesetzlich geregelt sein, weil die Umstände berücksichtigt werden müssen, dazu zählt nicht nur das Alter, sondern auch die Entwicklung des Kindes, das Verhalten des Vaters, die Intensität einer Vater-Kind-Beziehung und zunehmend auch die geäußerten Wünsche des Kindes.

Ich bedaure, dass ich Ihnen hierzu keine konkreten Angaben in dem Sinne machen kann, dass ich Ihnen sagen könnte, wie genau dies in Ihrem Fall richerlich entschieden werden würde. So etwas kann gerade im Familienrecht nicht seriös vorausgesagt haben.

Nochmals: Es gibt bezüglich der von Ihnen angesprochenen Wochenend-Regelung kein Gesetz, was dieses regeln würde. Es ist Auslegungssache vor dem jeweiligen persönlichen Hintergrund des Kindes.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(265)

Am Wissenschaftspark 29
54296 Trier
Tel: 06514628376
Web: http://www.zimmlinghaus.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Familienrecht, Mietrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Urheberrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70152 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort und die Argumentation des Anwaltes hat mir gut gefallen. Ich denke, dass ich ihn mit einem Mandat beauftragen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort. So gut, dass ich mit dem Anwalt meine Rechte in der Angelegenheit durchsetzen lassen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Endlich mal ein Anwalt der eine eigene Meinung hat und nicht nur mit Allgemeinplätzen rumdruckst! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen