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Gibt es eine Verjährungsfrist für Diebstahl?


| 19.04.2006 11:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Sehr geehrter Herr Anwalt,Frau Anwältin,im Frühjahr 2000 haben sich meine Eltern ein altes Haus gekauft und da sie nicht soviel Geld haben und ich zu diesem Zeitpunkt bei einer Gerüstbaufirma gearbeitet habe,hat mich meine Mutter darum gebeten etwas Gerüstmaterial mitzubringen.Da ich mich zu dieser Zeit gut mit meiner Mutter verstanden habe und Sie viel für mich getan hat habe ich ihr den gefallen getan und aus meiner alten Firma Gerüstmaterial gestohlen.Dann hat meine Mutter meinen Vater verlassen und ihn mit meinen anderen 2 Geschwistern und den Schulden allein gelassen.Darauf hin habe ich mich ende 2005 bei meiner Mutter gemeldet und ihr gedroht das sie Ärger mit mir bekommt ,wenn sie nicht unverzüglich die Schulden bei meinem Vater bezahlt.Sie hat dann gleich im Januar 2006 eine Anzeige bei der Polizei gemacht,in der es darum geht dass ich Gerüstmaterial aus meiner alten Firma gestohlen habe.Nun war die Polizei und auch schon die alte Firma bei meinem Vater und haben die Rüstung gefunden.Jetzt meine Fragen!Gibt es für diese Tat eine Verjährungsfrist? Wie kann ich eine Schadensbegrenzung vornehmen? Wie hoch kann die strafe in meinem Fall werden? Bleibt es bei der Strafe unter 90 Tagessätzen?

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Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten.

Hinsichtlich der für Sie relevanten Verfolgungsverjährung kommt es darauf an, ob Sie sich eines Diebstahls oder einer Unterschlagung schuldig gemacht haben. Verfolgungsverjährung ist der Zeitraum, nach dessen Ablauf eine Bestrafung ausgeschlossen ist.
Die Verfolgungsverjährung beträgt beim Diebstahl fünf Jahre und bei der Unterschlagung drei Jahre. Nach Ihren Angaben verbrachten Sie die Gerüstteile Anfang 2000 auf das Grundstück Ihrer Eltern, die Anzeige Ihrer Mutter, aufgrund derer die polizeilichen Ermittlungen eingeleitet wurden, erfolgte Anfang 2006. Demnach wäre sowohl die Unterschlagung als auch der Diebstahl Anfang 2005 hinsichtlich der Verfolgung verjährt.

Mangels näherer Sachverhaltskenntnis ist eine abschließende Beurteilung der Frage, welcher Straftat Sie sich schuldig gemacht haben, nicht möglich. Es darauf an, in welcher Position Sie bei der Gerüstbaufirma tätig waren, mithin ob Sie freien Zugang zu den entwendeten Teilen hatten. Weiterhin ist von Interesse, wie und wo die Gerüstteile bei der Firma gelagert waren. Bitte nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion, um mir diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

Die Beantwortung der Frage der Strafhöhe ist ebenfalls so nicht möglich und im Falle des Eintritts der Verfolgungsverjährung auch irrelevant.
Es kommt dahingehend darauf an, welchen Wert die Gerüstteile haben, ob Sie bereits einschlägig vorbestraft sind und wie Sie die Tat begangen haben. Sollte Sie nicht vorbestraft sein, ist es allerdings durchaus möglich, dass vorliegend eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen in Betracht kommt. Für die Höhe der einzelnen Tagessätze kommt es auf Ihr momentanes Einkommen an.

Grundsätzlich kann eine Schadensbegrenzung durch Rückgabe der entwendeten Gerüstteile sowie durch eine Wiedergutmachung - hier Ersatz für das nicht nutzbare Gerüst - erfolgen. Diese würde sich in einem eventuellen Prozess auch strafmildernd auswirken.


Bitte beachten Sie, dass obige Ausführungen aufgrund fehlender Kenntnis der Ermittlungsakte nur eine erste Einschätzung des Sachverhaltes darstellen kann.
Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
www.kanzlei-kaempf.net

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2006 | 16:12

Ich war Angestellter in dieser Firma.Das Gerüstmaterial lag auf einem unbewachten und nicht umzäunten Platz am Rand eines Tagebaus.Ich hoffe das hilft ihnen weiter um mir genauere Antworten zu geben,ich bedanke mich bis hier hin für ihre Mühe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2006 | 17:34

Leider haben Sie mir keine Information darüber gegeben, in welcher Position Sie arbeiteten.
Falls Sie eine Tätigkeit ausübten, für die erforderlich war, dass Sie mit den Gerüstteilen selbst arbeiteten (z.B. Gerüstbauer, Lagerarbeiter o.ä.), kommt vorliegend eine Unterschlagung in Betracht.
Wenn sie dagegen einer Tätigkeit nachgingen, bei der Sie keinen Zugriff auf die Gerüstteile hatten (z.B. Buchhalter), kommt ein Diebstahl in Betracht.

Da die entwendeten Gegenstände aber offen und frei zugänglich lagerten, ist jedenfalls kein besonders schwerer Fall des Diebstahls einschlägig, so dass die Tat nach Ihrer Sachverhaltsschilderung hinsichtlich der Verfolgung verjährt ist.

Bewertung des Fragestellers |


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