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Gibt es eine Möglichkeit, die Sperrfrist bei dem Arbeitslosengeld bei diesem Sachverhalt zu umgehen?


04.12.2007 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin aktuell bei einem Vermögensverwalter als Wertpapierberater angestellt. Diese Tätigkeit führe ich in diesem Unternehmen seit dem 01.06.2007 aus.
Nun haben sich in letzter Zeit einige Tatsachen verändert, die mich zu dem Entschluss gebracht haben, kündigen zu wollen.
1) Laut Arbeitsvertrag habe ich eine Arbeitszeit von 09:00 bis 18:00. Nun kam vom Vorstand die Ansage, "wir sollen doch bitte künfig bis 19:30 bleiben. Anderenfalls können wir uns gleich die Papiere abholen".
2) Der für mich noch wichtigere Beweggrund ist der, das wir unseren Kunden ausgewählte produkte in einer gewissen Grössenordnung verkaufen müssen um selber unsere Provisionen ausgezahlt zu bekommen. Diese Wertpapiere sind alle an der Börse handelbar, mit einer sehr hohen Marktenge, und führen bei dem Kunden eigentlich immer zu verlusten. Dies liegt zum einen an der Marktenge und zum anderen an den viel zu hohen Kosten in den produkten. Es ist in diesem unternehmen ´normal´ das Mitarbeiter sehr schnell wieder entlassen werden, wenn sie die Umsatzvorgaben nicht erfüllen.

Wenn ich jetzt eine Kündigung aussprechen möchte, weil ich diese Vorgehensweise mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren kann und möchte und meinem Arbeitgeber vorgreifen möchte, das er mich kündigt. Gibt es eine Möglichkeit, die Sperrfrist bei dem Arbeitslosengeld bei diesem Sachverhalt zu umgehen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gem. § 144 SGB III ist eine Sperrzeit zu verhängen, wenn Sie sich versicherungswidrig verhalten ohne einen wichtigen Grund zu haben. Dies ist insbsondere idR dann der Fall, wenn Sie selbst das Arbeitsverhältnis kündigen oder die Kündigung durch arbeitsvertragswidriges Verhalten herbeiführen und damit die Arbeitslosigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeiführen.

Einen wichtigen Grund für eine Eigenkündigung im Sinne des § 144 SGB III sehe ich bei Ihnen nicht als gegeben. Jedoch hat sich Ihr Arbeitgeber an den mit Ihnen geschlossenen Arbeitsvertrag zu halten. Ist dort eine Arbeitszeit bis 18 Uhr vereinbart, kann der Arbeitgeber die Arbeitszeit weder ohne weiteres verlängern noch verschieben. Da Sie mit dem Unternehmen bereits innerlich abgeschlossen haben, könnten Sie beispielsweise pünktlich Ihren Arbeitsplatz räumen. Sollte die Ankündigung Ihres Arbeitsgebers ernst gemeint sein, wird er Ihnen kündigen, womit idR keine Sperrfrisr der Agentur für Arbeit verbunden ist. Sie sollten jedoch darauf achten, dass es sich nicht um eine verhaltensbedingte Kündigung handelt.

Eine Eigenkündigung des Arbeitnehmers zur Vermeidung einer Kündigung durch den Arbeitgeber ist idR nicht durch einen wichtigen Grund gerechtfertigt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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