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Gibt es 'Geteilte Schuld' bei Verkehrsunfall?

| 10.06.2008 09:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Ich hatte einen Verkehrsunfall mit einem LKW als Gegner, wobei mein 12 Jahre alter PKW Totalschaden erlitt und ich Abschlepp-/Entsorgungskosten von ca. 380 Euro hatte, der LKW hatte keinen Schaden.

Der Schuldige an dem Unfall konnte nicht festgestellt werden, lt. Schreiben des Polizei-Verkehrskommissariats zur "Verkehrsstraftat": "Die Bearbeitung des Verkehrsunfalls ist abgeschlossen. Ein Verfahren ist wegen Beweismangels (gegensätzliche Angaben, keine neutralen Zeugen) nicht eingeleitet worden. Die Bearbeitung des Verkehrsunfalls ist somit abgeschlossen."

Die Versicherung des LKW, der ich den Schaden ohne Angabe einer Schadenshöhe gemeldet habe, schreibt mir nun: "Aus der uns vorliegenden Ermittlungsakte geht hervor, daß das Verfahren eingestellt wurde, weil der Tatbeweis nicht erbracht werden konnte, daß der Unfall durch das bei unserer Gesellschaft versicherte Fahrzeug verursacht wurde. Die von Ihnen geltend gemachten Forderungen werden daher als rechtlich nicht begründet zurück gewiesen."

Das gefällt mir natürlich gar nicht und überrascht mich. Meine (ich denke doch einfache?) Frage nun: Ist nicht, wenn der Unfallschuldige wie in diesem Fall nicht festgestellt werden kann, mein Gegner zu 50% Schuld, und muß mir daher nicht die gegnerische Versicherung 50% meines Schadens ersetzen?!

Nur wenn die Antwort auf diese Frage Ja lautet, würde ich noch gern zusätzlich etwas fragen, für 10 Euro mehr, dachte ich (bei "Nein" bzw. auch wenn die Antwort auf die kommende Frage "Nichts" wäre, würde ich es gern bei den 20 Euro Beratungskosten belassen, wenn möglich, weil ich dann ja bei der Sache leer ausgehen würde): Was/Wieviel kann ich dann von der gegnerischen Versicherung bekommen? Die halben Abschlepp-/Entsorgungskosten? Und wieviel für meinen alten Ford Escort (Bj. 1996, 200.000 km gelaufen, normaler Zustand), der ja so, ohne Prüfung / Begutachtung, verschrottet wurde (Fotos belegen aber klar den Totalschaden)?

Vielen Dank im Voraus. Für Rückfragen stehe ich natürlich gern zur Verfügung.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Grundsätzlich ist es sehr häufig, dass die Haftung nach einem Verkehrsunfall anteilig verteilt wird. Die Einstellung eines nach dem Verkehrsunfall eingeleiteten Straf- oder Bußgeldverfahrens führt aber nicht automatisch zu einer hälftigen Schadensteilung. Sie müssen daher tatsächlich nachweisen, dass der Unfall durch den Fahrer des LKW verursacht wurde; ob eine Haftungsabwägung von 50% in Ihrem Einzelfall angemessen ist, kann nur im Einzelfall bestimmt werden.

Da in Ihrem Fall wohl schon eine endgültige Absage des gegnerische Haftpflichtversicherers vorliegt, empfehle ich Ihnen einen Rechtsanwalt mit der weiteren Schadensregulierung zu beauftragen, sofern Sie sich nach dem Unfallhergang Erfolg versprechen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 10.06.2008 | 11:58

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Matthes, vielen Dank! Das heißt also, da ich "tatsächlich nachweisen muss, dass der Unfall durch den Fahrer des gegnerischen LKW verursacht wurde", was ich nicht kann (keine Zeugen, keine Spuren am LKW, LKW-Fahrer behauptet, meinen PKW gar nicht berührt zu haben), dass die Sache aussichtslos ist? Ich bin aber etwas verunsichert, weil Sie auch schreiben, ich sollte einen Rechtsanwalt beauftragen, "sofern ich mir nach dem Unfallhergang Erfolg verspreche". Genau der Unfallhergang konnte aber ja leider nicht festgestellt werden. Der LKW-Fahrer behauptet, er hätte mich nicht berührt, ich hingegen behaupte, er hat mich angefahren. Aussage gegen Aussage, keinerlei Sachbeweise oder Zeugen. Würde diese Lage vielleicht regelmäßig zu Schadensteilung führen? Oder gilt der obige Satz, dass ich nichts nachweisen kann, und daher nichts bekomme? Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen, Bremaner

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.06.2008 | 09:28

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen in diesem Fall tatsächlich nachweisen, dass der LKW mit Ihrem PKW kollidiert ist und den PKW dabei beschädigt hat. Falls Sie diesen Nachweis nicht führen können, erhalten Sie Ihren Schaden nicht ersetzt. Die auf Ihrer Seite bestehenden Beweisschwierigkeiten führen nicht dazu, dass zwingend eine Schadensteilung erfolgt.

Ob und wie die Beweisführung im Einzelnen möglich sein kann, bzw. ob Ihnen in diesem Fall ggf. Beweiserleichterungen zugute kommen, kann aus der Ferne leider nicht beurteilt werden. Dazu müsste der Unfallhergang zunächst GENAU besprochen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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