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Gezahltes KM Geld Wohnort AN zur Baustelle

| 20.06.2022 12:00 |
Preis: 45,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


14:13

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Firmensitz ist in der Stadt A. Mein Arbeitnehmer wohnt in Stadt B (ca 60KM von meinem Firmensitz).

Arbeitnehmer (Handwerk) hat wechselnde Baustellen in diversen Städten.

Ich möchte dem AN eine Erstattung von 30cent pro gefahren KM mit seinem Privatfahrzeug gewähren, für die Fahrten von seinem WOHNSITZ.

Beispiel: AN fährt morgens von seinem Wohnsitz zur Baustelle: 40Km. Nach Feierabend fährt er wieder nach Hause: 40km

Kann ich ihm für diesen Tag 80Km*0,3/Km = 24€ auf der Lohnabrechnung ausweisen?

Sind diese 24€ neben der Steuer-/Sozialabgabefreiheit auch pfändungssicher?

Liegt hier kein Fall eines "geldwerten Vorteils" vor?








20.06.2022 | 12:43

Antwort

von


(295)
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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Sie können dem Mitarbeiter einen Fahrtkostenzuschuss zahlen, dabei ist zwischen der pauschalen Besteuerung und der individuellen Besteuerung zu unterscheiden.

Weiterhin ist der Fahrtkostenzuschuss zusätzlich zum Gehalt zu gewähren und vom Arbeitgeber mit 15 % zu besteuern. Dabei ist pauschalisierungsfähig nur der Betrag, den der Mitarbeiter auch als Werbungskosten geltend machen könnte. Wenn die Pauschalbesteuerung gewählt wird, sind die geleisteten Beträge SV-Frei.

Wenn Sie, wie gewünscht, die doppelten Entfernungskilometer bezuschussen möchten, muss der Arbeitnehmer den Zuschuss nach den allgemeinen Merkmalen, wie zusätzlicher Arbeitslohn, versteuern und verbeitragen, hierbei ist die Werbungskostengrenze unerheblich. Die Zuschüsse sind steuer- und SV-pflichtig.

Die Fahrtkostenzuschüsse sind pfändbares Arbeitseinkommen im Sinne des § 850a ZPO.


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen oder mich per E-Mail anschreiben.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20.06.2022 | 13:22

Sehr geehrter Herr Braun,

vielen Dank für Ihre Mühen.

Kommt Ihre erklärte Ausführung zum Fahrkostenzuschuss ( zur ersten Tätigkeitsstätte) überhaupt zum Tragen, wenn dieses nicht vorliegt??

Handelt es sich nicht um Reisekosten?

Erste Tätigkeitsstätte ist:
die ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, eines verbundenen Unternehmens oder eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, der der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist,
oder als solche gilt:
eine Bildungseinrichtung, die außerhalb eines Dienstverhältnisses zum Zwecke eines Vollzeitstudiums oder einer vollzeitigen Bildungsmaßnahme aufgesucht wird.
Von einer dauerhaften Zuordnung ist insbesondere auszugehen:
wenn der Arbeitnehmer unbefristet,
für die Dauer des Dienstverhältnisses oder
über einen Zeitraum von 48 Monaten hinaus an einer solchen Tätigkeitsstätte tätig werden soll.
Fehlt eine dienst- oder arbeitsrechtliche Festlegung auf eine Tätigkeitsstätte oder ist sie nicht eindeutig, ist erste Tätigkeitsstätte die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer dauerhaft
typischerweise arbeitstäglich tätig werden soll oder
je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder
mindestens ein Drittel seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit tätig werden soll.



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.06.2022 | 14:13

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Ihr Arbeitnehmer keine erste Tätigkeitsstätte hat, also immer von seinem Wohnort zum den Baustellen fährt liegen tatsächlich begünstigte Reisekosten vor. Ich bin bei meiner ersten Antwort von einer ersten Tätigkeitsstätte ausgegangen.

Ohne erste Tätigkeitsstätte, ist die Erstattung der gefahrenen Kilometer, hier Hin- und Rückfahrt, mit 0,30 € steuerfrei, hier gilt nicht die Erhöhung der Entfernungspauschale, es bleibt bei 0,30 €. Diese Zuschüsse sind nach § ! Abs. 1 Nr. 1 Sozialversicherungsentgeltverordnung auch sozialversicherungsfrei.

Wenn Sie weitere Fragen haben, können Sie mich auch gerne per E-Mail anschreiben.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 20.06.2022 | 14:21

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