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Gewohnheitsrecht für Kühe ?


| 16.03.2005 09:43 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Zu unserem Wochenendhaus gehört auch eine ca. 2000 qm große Wiese. Diese habe ich seit einigen Jahren (ich glaube 8) - ohne schriftliche Vereinbarung - einem ortsansässigen Bauern zum Weiden seiner Kühe überlassen - unentgeltlich. (Das erspart mir das Mähen) Neulich beunruhigte mich ein "rechtskundiger" Nachbar mit der Warnung, ich solle vorsichtig sein, daß sich daraus nicht ein Gewohnheitsrecht entwickelt und lieber einen Anwalt fragen, wie man dies vermeiden kann. Hat er recht, wenn ja, was ist zu tun ?
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihr Nachbar hat Recht. Sie haben hier in der Tat einen Nutzungsvertrag mit dem Bauern geschlossen. So kurz, wie Sie den Sachverhalt schildern, könnte ein sogen. Landpachtvertrag geschlossen worden sein, der auf unbestimmte Zeit gilt, da er nicht in schriftlicher Form abgefasst worden ist.

Bevor nun ein Streit mit dem Bauern "über den Zaun gebrochen" wird, sollte man sich in Ruhe zusammensetzen und eine Vereinbarung schriftlich dergestalt aufsetzen, dass Sie ein jederzeitiges Kündigungsrecht haben. Klappt das nicht, sollten Sie in der Tat die Vereinbarung schriftlich kündigen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 16.03.2005 | 10:33

Zunächst meinen Dank für Ihre schnelle Antwort - auch wenn mich diese nun noch unruhiger macht. Was könnte denn der Bauer, dem ich auf seine Anfrage, bzgl. seiner Kühe, nur mündlich geantwortet habe "...nichts dagegen...", was könnte er also nach einer gescheiterten Einigung ´worst case´ gegen eine schriftliche Kündigung in´s Feld führen ? Ein Recht, auf unbestimmte Zeit seine Kühe auf meine Wiese zu treiben, basierend auf einer mündlichen Zustimmung und jahrelanger Duldung ? Bitte sagen Sie mir, daß das nicht wahr ist...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.03.2005 | 10:40

Die jahrelange Duldung hat damit nichts zu tun, da es KEIN Gewohnheitsrecht in dieser kurzen Zeitspanne gibt (nicht einmal für Kühe).

Gegen die schriftliche Kündigung wird der Bauer nichts in´s Feld führen können, da er auch aufgrund der Unentgeltlichkeit keine Vertrauensposition erhalten konnte.

Sie brauchen also in rechtlicher Hinsicht nicht unruhig werden (eine andere Frage ist, wie sich dass Verhältnis zum Bauern entwickelt, wenn Sie ihn ohne vorherige Rücksprache mit der schriftlichen Kündigung "bombadieren - deshalb sollte man im Interesse einer guten Nachbarschaft VORHER das Gespräch suchen).

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