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Gewinnspiel mitgemacht - jetzt Rechnung


| 21.03.2006 15:31 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hoffe sehr, das Sie mir weiterhelfen können. Ich habe am 07.03.2006 per Internet eine Rechnung erhalten über einen Jahreszugang bei der Internetseite www.*****.com ! Gelockt wurde ich mit einem Gewinnspiel.

Ich habe denen schon geschrieben, das ich wissentlich keinen Vertrag abgeschlossen habe, aber es hat nix genützt. Ich sollte trotzdem bezahlen und da ich mich durch die E-mail doch ziemlich eingschüchtert fühlte, habe ich gestern den von denen geforderten Betrag (84,00 Euro) auf das angegebene Konto überwiesen.

Folgende E-mail habe ich so erhalten:

*****
e-mail: *****

* aus dem deutschen Festnetz

*****



*****

Bei Zahlung bitte immer angeben

Kunden-Nr. Rechnungs-Nr.
***** *****

Rechnung vom 07.03.2006


Sehr geehrte Frau *****,

wir danken für Ihre Anmeldung und stellen Ihnen hierfür die
nachfolgenden Beträge in Rechnung:

Leistung :
Jahreszugang für www.*****.com
Kosten: 7,00 EUR monatlich, zahlbar 12 Monate im Voraus

Nettopreis 72,41 EUR
MwSt. 16% 11,59 EUR
Gesamtpreis 84,00 EUR

Bitte überweisen Sie den Gesamtpreis in Höhe von 84,00 EUR innerhalb von
7 Tagen nach Rechnungserhalt auf unser unten genanntes Konto.

Bitte geben Sie als Verwendungszweck unbedingt Ihre Rechnungs- und
Kundennummer an, damit wir Ihre Zahlung korrekt zuordnen können.

Bankverbindung
*****


Im Mailanhang finden Sie Ihre Rechnung im PDF-Format.
Zum Öffnen der PDF-Datei benötigen Sie den Acrobat Reader:
http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html




Mit freundlichen Grüßen

***** GbR



Erklärung zur Rechnung:

Auf dieser Internetseite haben Sie durch das explizite Setzen eines Hakens
unsere Teilnahmebedingungen akzeptiert. Aus diesen geht hervor, dass Sie
ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen, wenn nicht innerhalb der
gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen ein Widerruf erfolgt. Auf dieses
Widerrufsrecht gem. § 312 d BGB haben wir Sie ausdrücklich hingewiesen.
Damit ist Ihr www.*****.com -Zugang in ein kostenpflichtiges
Abonnement übergegangen. Das Nutzungsentgelt ist 12 Monate im Voraus zu
entrichten, dies ist auch unseren Teilnahmebedingungen zu entnehmen.

Als Gegenwert erhalten Sie die Nutzungsrechte der Inhalte von
www.*****-heute.com für 12 Monate. Um ausschließen zu können, dass
sich eine dritte Person mit Ihren Daten anmeldet, haben wir diverse
Sicherheits-Checks eingebaut. Dies sind eindeutige Beweise, die wir im
Streitfall nutzen werden.

Zudem haben wir Ihnen an Ihre Emailadresse ***** einen
Aktivierungscode gesendet, der von dieser Emailadresse aus durch Anklicken
eines Hyperlinks in der Email bestätigt wurde.

Als letzte Sicherheitsinstanz wurde die bei der Anmeldung übermittelte
IP-Adresse gespeichert. Diese lautet: ***** Im Falle
einer strafrechtlichen Ermittlung ist es den Strafverfolgungsbehörden
mittels der IP-Adresse möglich, den PC zu identifizieren, der zum
Zeitpunkt der Anmeldung genutzt wurde.

Es wurde folgendes Geburtsdatum angegeben: ***** Sollte sich
bei einer weiteren Überprüfung der Daten herausstellen, dass ein falsches
Geburtsdatum eingegeben wurde, ist von einem Betrugsdelikt auszugehen.
In diesem Fall hätte sich eine ggf. minderjährige Person eine Leistung
erschlichen, die ihr nicht hätte bereitgestellt werden dürfen. Hier
behalten wir uns die Erstattung einer Strafanzeige vor und werden
dementsprechend alle anfallenden Kosten und Auslagen gegen Sie geltend
machen.



Bitte helfen Sie mir. Ich bin total verunsichert. Zumal ich durch eigenes nachforschen im Internet herausgefunden habe, das es sich bei der Firma angeblich um Betrüger handeln soll:

Snakecity Blog » Blog Archive » ERNEUTE WARNUNG: *****


Vielen Dank schon mal im vorraus, für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,



Hier hätten Sie nicht zahlen müssen. Wie Sie selbst festgestellt haben, sind
Sie hier an einem unseriösen Gewinnspiel gekommen, ohne dass Sie hier
nachweisbar etwas vereinbart haben.


Eine Zahlung wäre daher nicht erforderlich gewesen, wobei auch der Hinweis
auf die IP Nummer nicht von Bedeutung wäre. Die Gesellschaft MUSS Ihnen
nachweisen, dass Sie den Vertrag schließen wollten, was bei dieser Art von
"Geschäften" schon fast immer auszuschließen ist, so dass diese Firmen zwar
einschüchtern, den Gang vor das Gericht aber meistens nicht wagen.



Nun haben Sie aber leider überwiesen. Sofern es noch möglich ist, versuchen
Sie UMGEHEND, die Überweisung rückgängig zu machen; ansonsten steht zu
befürchten, dass Sie das Geld nicht wieder sehen.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 23.03.2006 | 20:22

Sehr geehrter Herr Bohle,

vielen vielen Dank für Ihre Hilfe.
ich habe, auf Ihren Rat hin, noch am selben Tag meine Überweisung rückgängig gemacht und es hat, Gott sei Dank, geklappt. Vielen Dank nochmals!!

Nun meine Frage:
Wie soll ich mich jetzt weiterverhalten, wenn irgendwelche Mahnungen etc. von besagter Firma bei mir eintreffen? Sie werden sich ja mit Sicherheit bei mir melden, jetzt wo ich die Überweisung zurückgenommen habe.
Einfach ignorieren?!
Was soll ich machen, falls diese Firma, doch vor`s Gericht gehen will?

Außerdem hatte ich am 16.03.2006 folgende E-mail von besagter Firma erhalten:

Sehr geehrte(r) Kund(e)in,

Sie haben den Aktivierungslink in der E-Mail bestätigt und sich auch in den
Mitgliederbereich eingeloggt. Sie sind damit einen rechtsbindenen Vertrag
eingegangen.

Die 14tägige Widerrufsfrist ist bei Ihnen abgelaufen. Die Widerrufsfrist
beginnt ab Anmeldedatum und nicht ab Rechnungseingang. Sie hatten die
Möglichkeit innerhalb 14 Tagen nach Anmeldung den Zugang kostenfrei zu nutzen
und gegebenenfalls bei keinem weiteren Interesse zu kündigen.

Bitte begleichen Sie daher die 84 Euro innerhalb der Frist. Falls Sie die Zahlung
dennoch verweigern, müssen Sie mit einer Mahnung rechnen und einem Schreiben
des Inkassobüros. Ihnen entstehen dadurch weitere kosten.

Sie können den Zugang weiterhin für 1 Jahr ab Anmeldedatum nutzen.

Hinweis:
Sollten Sie mit absoluter Sicherheit von sich behaupten können, daß Sie Ihre
Daten niemals bei uns eingetragen haben, bestätigen Sie uns dies bitte
nochmals umgehend. Ihre Rechnung wird in diesem Fall als hinfällig betrachtet,
jedoch eine Strafanzeige gegen Unbekannt mit Hilfe der übermittelten
IP-Adresse erstattet.

Bitte beachten Sie unbedingt:
Sollte sich im Laufe der strafrechtlichen Ermittlungen herausstellen, daß doch
Sie der Nutzer der gespeicherten IP-Adresse waren, so haben Sie mit
erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Zudem werden wir in
einem solchen Fall selbstverständlich weiterhin auf den Ausgleich unserer
Forderung bestehen.


Hier nochmal unsere Kontodaten:

Bankverbindung
***** GbR
*****

Bitte geben Sie als Verwendungszweck unbedingt Ihre Rechnungs- und
Kundennummer an, damit wir Ihre Zahlung korrekt zuordnen können.


------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen

Customer Support

*****
*****

*****
------------------------------------

Diese E-mail hatte ich schon erhalten bevor ich das Geld, welches ich jetzt zurückbuchen lassen habe, überwiesen hatte.(Die E-mail war der Grund, weswegen ich doch überwiesen hatte!!)

Jetzt hab ich schon Angst, daß das irgendwelche Folgen für mich hat.

Vielen lieben Dank schon mal im voraus, für die Beantwortung meiner Fragen.

Mit freundlichen Grüßen
*****

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2006 | 08:18

Sehr geehrte Ratsuchende,



ich schreiben der Firma deutlich, dass Sie nicht zahlen werden.

Denn dann ist auch die Einschaltung eines Inkassobüros nicht notwendig und diese Kosten wären nicht erstattungsfähig, da eine ernsthafte Erfüllungsverweigerung vorliegt.

Sollte Sie trotzdem ein Inkassobüro anschreiben, teilen Sie diesen mit, dass Sie der Firma gegenüber schon die Erfüllungsverweigerung ausgesprochen haben und weisen Sie die Forderung zurück.

Ein Klageverfahren scheuen diese "Firmen" nach meiner Erfahrung, um ihre "Machenschaften" nicht publik zu machen. Sollte tatsächlich eine Klage kommen, sollten Sie sofort einen Anwalt vor Ort aufsuchen oder dann mit uns Kontakt aufnehmen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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