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Gewinn in der britischen Lotterie

15.03.2008 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Sehr geehrte Damne und Herren,
Ich habe per e-mail die Information von der Nationalen Britischen Lotterie und der Firma Frontier Security Holdings mit Sitz in London eine Gewinnbenachrichtigung bekommen. Vor dem Erhalt des Gewinns soll ich eine Gebühr über die Western Union Money Transfer entrichten, nach deren Eingang das Geld auf mein Konto überwiesen werden soll. Meine Frage: Ist dieses Vorgehen üblich bzw. Korrekt? Und ist es möglich diese Geldanweisung zurückzubekommen, falls dder Gewinn nicht transferiert wird?
Vielen Dank für ihre Antwort


Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die an Sie versandte E-Mail nicht von einer echten Lotteriegesellschaft stammt, sondern hier der Versuch unternommen wird, Sie in die Irre zu führen und Ihnen Geld abzunehmen. Diese Vorgehensweise ist üblich und sogar weit verbreitet, allerdings natürlich nicht korrekt oder gar rechtmäßig, sondern kann als strafbarer versuchter Betrug gemäß § 263 Abs. 1, Abs. 2 StGB gewertet werden. Sie sollten die von Ihnen als „Gebühr“ verlangte Geldsumme keinesfalls überweisen. Zwar hätten Sie einen Rechtsanspruch auf Rückzahlung dieses Geldes, wenn - wie zu erwarten ist - kein Gewinn an Sie ausbezahlt wird (da es sich dann um eine ungerechtfertigte Bereicherung im Sinne der §§ 812 ff BGB handelt). Jedoch wird es schwierig bis unmöglich, Ansprüche zu realisieren, da solche häufig im Internet auftauchenden Scheinfirmen kaum greifbar sind. Denn Betrüger geben in ihren Spam-Mails natürlich keine korrekte Anschrift an, auch die entsprechenden Internetseiten, auf die gelegentlich verwiesen wird, enthalten dann ein falsches Impressum, oder gar keines. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gehen oft ins Leere.

Anfragen von Scheinfirmen, die per E-Mail einen Gewinn versprechen, gegen Vorauszahlungen auf das Konto einer angeblichen Transfergesellschaft oder ähnliches, gibt es des Öfteren. Wenn Sie an keiner entsprechenden Gewinnausschreibung teilgenommen haben, sollte Sie bereits dies schon stutzig machen. Auch zeichnen sich Gewinnankündigungen dieser Art oft durch eine stark fehlerhafte Grammatik, Semantik und Rechtschreibung aus (was aber nicht sein muss). Zu einem sehr ähnlichen Fall können Sie hier z.B. nachlesen, wie der Absender scherzhafte Nachfragen eines potentiellen Opfers dahingehend, ob nicht doch eine Gewinnauszahlung ohne vorherige Bezahlung der Gebühr möglich sei, ausgesprochen dreist damit begründet, in England seien die rechtlichen Bestimmungen eben sehr streng. Es wird also mit allen Tricks gearbeitet, weswegen große Vorsicht geboten ist. Am Besten reagieren Sie aber überhaupt nicht erst auf die E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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