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Gewinn aus Option per Abgeltungssteuer zu versteuern?

08.11.2010 20:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Guten Abend

Wir erhalten von unserem Schweizer Arbeitgeber jedes Jahr Optionen geschenkt,die bei einer Schweizer Bank im Depot gehalten werden. Im Jahr 2009 haben wir nun einen Teil verkauft und die Schweizer Abgeltungssteuer (die viel niedriger als die deutsche Steuer ist) wurde bereits automatisch durch die Schweizer Bank abgeführt. Der verbleibende Gewinn dieser Optionen wurde auf unsererem Einkommensbescheid 2009 durch unseren Schweizer Arbeitgeber mitaufgeführt.

Wir versteuern unser Schweizer Einkommen in Deutschland. Muss der Gewinn aus dem Optionverkauf nun als normales Einkommen (d.h. mit dem Höchststeuersatz) versteuert werden oder wird hier nur die Abgeltungssteuer von 25% fällig? Werden die bereits in der Schweiz bezahlten Steuern auf die deutschen angerechnet?

Macht es einen Unterschied, wie der Optionsverkauf/-gewinn auf dem Einkommensbescheid aufgeführt wird oder ist der Depotauszug der Schweizer Bank massgeblich?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser
Plattform.

Wenn von Ihrem Schweizer Arbeitgeber Optionen erhalten, ist zu prüfen, ob hier nicht Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit vorliegen. Die Qualifizierung der Einkünfte von ausländischen Quellen erfolgt nach deutschem Recht, dabei ist es gleich, wie dieser Sachverhalt von der Schweizer Finanzverwaltung beurteilt wird.

Grundsätzlich gilt im deutschen Einkommensteuerrecht, dass alles, was Sie von dem Arbeitgeber als Entgelt für die Tätigkeit erhalten, als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit der Einkommensteuer unterliegt (§ 19 Abs. 1 EStG). Die Einkommensteuer entsteht für das Kalenderjahr, in dem der Barlohn oder die Sachbezüge dem Arbeitnehmer als Einnahme zufließen (§ 11 Abs. 1 S. 1 EStG). In Deutschland muss der Arbeitgeber die Lohnsteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen (§ 38 Abs. 1 EStG). Wenn das Schweizer Steuerrecht diesen Sachverhalt nicht als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit ansieht, müssen Sie gegebenenfalls hier Einkünfte nach-
versteuern. Um eine genaue Beurteilung abgeben zu können, sollten Sie mir schildern, um welche Optionen es sich handelt und wie der Verkauf erfolgt.
Wenn es sich um Einkünfte aus Kapitalvermögen handelt, werden die in der Schweiz gezahlten Steuern angerechnet.

Entscheidend ist der Depotauszug der Schweizer Bank, da die Beurteilung, wie besteuert wird, nach deutschem Steuerrecht erfolgt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen für eine Nachfrage oder auch eine weitergehende Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

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