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Gewerblicher Motor verkauf Ebay


08.12.2014 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Pilarski


Zusammenfassung: Es geht um die Gewährleistung hinsichtlich des Verkaufs eines Motors.


Wir verkaufen Gewerblich Kfz Ersatzteile über Ebay. Ein Kunde kaufte einen Motor ausserhalb von Ebay für 1300€ incl. Versand. Dieses Fahrzeug wo der Motor ausgebaut wurde lief vor ausbau einwandfrei.

Nach dem Versand meldete sich der Kunde so wie auch seine Werkstatt bei uns und gab an der Motor sei defekt! Angäbl. sei der Motor von innen Total verrostet und nicht funktionsfähig er wäre fest! Wir erlaubten der Werkstatt in den Motor hineinzuschauen :Ergebnis war ein abgebrochener Zylinder Rost ect.

Ein fragliches Gutachten ohne Motornummer wurde von der Kunden Werkstatt erstellt, woraus auch nicht hervor geht um welchen Motor es sich wirklich handelt. Die Werkstatt des Kunden schickte uns dieses "Gutachten" per Email zu. Wir können irgendwie nicht glauben das es sich hierbei um unseren Motor handelt. Daraufhin boten wir dem Kunden an den Motor von unserer Spedition abholen zu lassen um die Ursache des Schadens festzustellen zu lassen und ggf. eine Rückerstattung zu leisten, wenn der Fehler den wirklich bei uns liegen würde.

Motor wurde am Donnerstag dem 27.11.2014 von unserer Spedition aus der Werkstatt des Kunden abgeholt. Heute bekamen wir die Nachricht von unserem Spediteur das ein weiterer Transport nicht möglich ist der Motor verliert überall Öl die Sendung wurde als Gefahrgut eingestuft über 40€ Schadensersatz kommen zusätzl. zum Versandbetrag hinzu die uns der Spediteur nun komplett in Rechnung stellt. Motor wurde von der Kunden Werkstatt falsch bzw garnicht verpackt. Das Problem ist der Motor muss jetzt aus 500km Entfernung binnen 2 Tagen von der Spedition abgeholt werden. (Insgesamt 1000km)

Laut aussagen der Kunden Werkstatt war der Motor nicht verbaut! Fraglich ist wo das ganze Öl herkommt. Warum der Motor nun einen gebrochenen Zylinder hat uvm.

Wie ist der Fall zu Handhaben. Wir müssen jetzt einen Bulli anmieten um den komplett verölten Motor abzuholen? Sind wir dazu verpflichtet? Wie ist vorzugehen. An eine Rückerstattung ist jetzt kaum zu denken.

Weiterhin möchten wir das sie uns in diesem Fall vertreten da es uns langsam zu Bunt wird. Zum Festpreis bitte geben sie uns diese Summe an!! Was wird uns das ganze kosten? Der Kunde bzw. Werkstatt muss angeschrieben werden um diesen Sachverhalt zu klären wir müssen eventuell vor Gericht vertreten werden. Bitte nennen uns die summe.

Einsatz editiert am 08.12.2014 18:40:50
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eingangs möchte ich Ihnen mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung ohne die Einsicht in die Verträge nicht möglich ist.

Grundsätzlich haben Sie mit dem Kunden einen Kaufvertrag gemäß § 433 BGB geschlossen. Hieraus sind Sie verpflichtet, den Kaufgegenstand frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben und zu übereignen.

Der Kunde kann gegen Sie Gewährleistungsansprüche geltend machen, wenn die Mängel des Motors bei Gefahrübergang, das heißt, bei Übergabe der Sache bereits bestanden. Da Sie jedoch als gewerblicher Verkäufer an einen Privaten verkauft haben, wird innerhalb des ersten halben Jahres gesetzliche vermutet, dass der Mangel bereits bei Übergabe bestand. Das heißt, Sie müssten das Gegenteil beweisen. Das wird nicht leicht sein.

Nur dem Gutachten der Kundenwerkstatt würde ich nicht unbedingt glauben. Diese ist logischerweise parteiisch und wenig glaubwürdig.

Wenn der Motor bereits bei Übergabe durch Sie mangelhaft war, dann liegt es nahe, dass Sie die folgenden Schäden durch auslaufendes Öl verursacht haben, so dass auch alle diesbezüglichen Kosten von Ihnen zu tragen wären. Jedenfalls hängt der Rechtsstreit im Wesentlichen von der Verursachung und deren Zeitpunkt ab. Diesen müssten Sie als Kläger beweisen, was sehr schwierig wird.

Ein Gutachten wird Ihnen wahrscheinlich auch nicht bestätigen, dass der Motor bei Ihnen noch voll funktionstüchtig war. Bei den bisher von Ihnen erwähnten doch relativ geringen Schäden, wären die Kosten für ein Gerichtsverfahren unter Berücksichtigung des Prozessrisikos zu hoch, damit man hier Klage erhebt.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine positivere Antwort geben kann. Ich hoffe, ich habe Ihnen dennoch bei der Entscheidung hinsichtlich des weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich gegebenenfalls Unklarheiten ausräumen kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.12.2014 | 21:35

Wie bereits geschrieben wurde der Motor von der Gegnerrischen Werkstatt geöffnet um das Problem festzustellen. Wahrscheinlich wurde er im geöffneten Zustand verschickt. Dort wurde der Motor von unserem Spediteur abgeholt und es wurde festgestellt das Öl ausläuft so das ein weiterer Transport unmöglich ist. Der Motor muss jetzt pers. von der Spedition abgeholt werden mir entstehen enorme kosten!nur weil die Werkstatt nicht richtig verpackt hat und Öl ausläuft. Ich verschickte den Motor trocken geschlossen voll funktionsfähig hin.

Wie kann man nachweisen das der Motor tadellos lief? Reichen mehrere Zeugenaussagen? Ein KFZ Meister könnte auch aussagen das alles funktionsfähig war. Wie mache ich das mit der Abholung des Motors? muss ich die kosten tragen diese werden ca. 500€ betragen kann doch nicht sein das ich diese Kosten nun auch tragen muss.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.12.2014 | 21:52

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Wenn die Kundenwerkstatt dafür verantwortlich ist, dass das Öl auslief, dann wird diese die Kosten tragen müssen, wenn die nachweisbar ist. Ich müsste mir jedoch Ihren Speditionsvertrag anschauen, um festzustellen, ob nicht der Spediteur möglicherweise zur Sicherung und Verpackung der Ware verpflichtet ist und dies versäumt hat.

Man kann, wie Sie bereits sagen, durch Zeugenaussagen nachweisen, dass der Motor in einwandfreiem Zustand und damit mangelfrei übergeben wurde.

Wo genau befindet sich der Motor denn. Ihre Spedition musste den Transport abbrechen, aber in die Werkstatt hat sie ihn nicht wieder verbracht, oder?

Die Erstattungspflicht hinsichtlich des Transports hängt von der Pflicht zur Mängelbeseitigung ab. Wenn Sie den Motor mangelhaft übergeben haben, dann tragen Sie nach § 439 BGB die Kosten im Rahmen der Nacherfüllung. Wenn die Kundenwerkstatt den Motor beschädigt hat, dann bräuchten Sie den Motor nicht einmal abholen. Aber genau das wird alles bewiesen werden müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Da eine weitere Nachfrage hier auf der Plattform nicht möglich ist, können Sie mich gerne direkt unter meiner Emailadresse kontaktieren.

Gruß

Pilarski
(Rechtsanwalt)

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