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Gewerblicher Mieter flüchtet Hals über Kopf - Sicherstellung des Inventars ?

23.10.2014 10:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ein gewerblicher Mieter (GMBH) hat mir mündlich - telefonisch - mitgeteilt das er mit seiner Firma ende Oktober auszieht. ( ich bin der Sohn der Vermieterin ) und bereits die letzten 2 Monatsmieten für das Büro nicht bezahlt worden sind. Als Begründung gab er an, das es Probleme mit der Elektroinstallation und Mäuse gibt. Wir gehen allerdings davon aus das er aus finanziellen Gründen, Hals über Kopf verschwindet und in kürze seine Koffer packt. Bisher hatte er uns noch nie was schriftlich geschickt, außer das besagte Telefongespräch mit mir.

Das Mietverhältnis besteht seit 2013, Kaution wurde von uns keine Verlangt, allerdings haben wir eine 6 Monatige Kündigungsfrist zum 3 Werktag des 1. Monats der Kündigungsfrist.

Wir würden ihm nun folgendes Schreiben zukommen lassen, mit der bitte um rechtliche Korrekturlesung und ob man dies so machen darf.

Da davon auszugehen ist das der Mieter trotzdem die Büros ausräumt, dürfen wir als Vermieter hier ggf. seine Sachen selbst beschlagnahmen ( D.h. Büro ausräumen ohne seine Kenntnis ) ?

***

An die Fa.....


Sehr geehrter Herr/Frau ....,



namens und in Vollmacht von Herrn/Frau ... nehme ich Bezug auf den zwischen meiner Mandantschaft und Ihnen am ... abgeschlossenen Mietvertrag, in dem eine monatliche Miete/Pacht von ... EUR zzgl ... EUR Nebenkosten vereinbart wurde.

Es bleibt festzustellen, dass Sie mit den Miet-/Pachtzahlungen seit dem ... im Rückstand sind.

Sie werden hiermit aufgefordert, unverzüglich die Rückstände bis zum ** geht hier eine kurze frisst, z.b. 2-3 Tage ? ** zu begleichen.


Darüber hinaus weise ich Sie ausdrücklich darauf hin, dass mein Mandant hiermit sein gesetzliches Vermieterpfandrecht geltend macht. Dies bedeutet, dass Sie ohne dessen Einwilligung die von Ihnen in die Mieträume eingebrachten und pfändbaren Gegenstände nicht mehr herausschaffen dürfen.


Sollten Sie hiergegen verstoßen, liegt darin ein Straftatbestand nach § 289 StGB, der ggf. zur Anzeige gebracht wird.

Sollte die Zahlungsfrist nutzlos verstreichen, werden die Pfandgegenstände öffentlich meistbietend versteigert.

Ihre "telefonische" Kündigung vom 21.10.2014 erkennen wir hiermit an und bestätigen diese zum 30 April 2015.


Mfg,






Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Ich würde die Mietrückstände genau aufschlüsseln (Miete August 2014 inHöhe von xy und Miete September 2014 in Höhe von xy) und dem Mieter nochmals fristlos außerordentlich kündigen zum 31.10.2014 und hilfsweise ordentlich.
Zudem ihn auffordern, die Rückstände umgehend bis spätestens 30.10.2014 zu begleichen. Solange der Mieter nicht die Schlüssel zu den Gewerberäumen übergeben hat, dürfen Sie nicht eigenmächtig die Räume betreten und die Gegenstände "beschlagnahmen" respektive wegschaffen.
Zieht der einfach Mieter aus, dürfen Sie als Vermieter Sachen, die mit dem Vermieterpfandrecht belastet sind, in seinen Besitz nehmen. Es ist jedoch nicht erlaubt, Sachen ohne sein Wissen zu entfernen.
Sie sollten auf alle Fälle eine Vollmacht vom Vermieter beilegen, die bestätigt, dass Sie für den Vermieter die Kündigung erklären dürfen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 24.10.2014 | 09:58

"dürfen Sie nicht eigenmächtig die Räume betreten und die Gegenstände "beschlagnahmen" respektive wegschaffen. Zieht der einfach Mieter aus, dürfen Sie als Vermieter Sachen, die mit dem Vermieterpfandrecht belastet sind, in seinen Besitz nehmen"

Dürfen wir denn sein Türschloss wechseln und wenn er nach Auszug trotzdem nochrein möchte und das Schloss knackt ist das Hausfriedensbruch ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.10.2014 | 00:35

Nach seinem Auszug und Schlüsselrückgabe sollten Sie sogleich das Schloss auswechseln; dann wäre es Hausfriedensbruch wenn der Mieter trotzdem die angemieteten Räume danach noch betritt.

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