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Gewerbesteuerfrei trotz Gewerbeschein?


01.12.2015 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich arbeite als Filmemacher/Kameramann/Grafikdesigner, also ein "Katalogberuf" und bin bei der KSK versichert.

Ich habe 2009 ein Gewerbe angemeldet aus dem Glauben heraus, ich muss das so machen bei meiner Tätigkeit. Ich habe bisher nie Gewerbesteuer zahlen müssen.
Durch Zufall bin ich wieder darauf gekommen und habe nun meinen Steuerberater gefragt. Er sagte mir, dass ich trotz Gewerbeschein NICHT gewerbesteuerpflichtig sei, da meine Einkünfte als freiberufliche Arbeit beim Finanzamt vorgelegt und akzeptiert wird.

Meine Arbeit sieht so aus, dass ich:
1) Grafische Arbeiten, 3D Visualisierungen mache
2) Filme für Unternehmen (Image- und Produktfilme) produziere. Dabei setze ich einen Großteil selbst um (Projektarbeit, Kameramann, Cutter, Animator), greife aber auch auf Freelancer wie Regissere, Beleuchter, Assistenten zurück, die mir dann ihre Arbeit in Rechnung stellen. Außerdem stelle ich meinem Kunden mein Filmequipment in Rechnung, eine Art Miete.

Meine Fragen:
A) Bin ich trotz Gewerbeschein NICHT gewerbesteuerpflichtig?
B) Sollte ich mein Gewerbe bei der Stadt ändern Stichwort: "rückwirkende Anerkennung als Freiberufler"
C) Ich habe Angst dadurch "schlafende Hunde zu wecken" und das ich plötzlich etwas nachzahlen muss. Wie wäre hier das korrekte Vorgehen?

Danke für Ihre klärende Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
01.12.2015 | 11:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


A) Bin ich trotz Gewerbeschein NICHT gewerbesteuerpflichtig?

Grundsätzlich beginnt die Gewerbesteuerpflicht in dem Moment, in welchem Sie auch gewerbliche Einkünfte realisieren. Dies fällt meist mit der Anmeldung eines Gewerbes zusammen. Gewerbesteuer zahlen muss man allerdings erst ab einem Gewinn von 24.500,- €. Sofern der Gewinn darunter bleibt, fällt auch keine Gewerbesteuer an.

Sie geben an, dass Ihre Tätigkeit als „Katalogberuf" eingestuft wurde. In der Tat kann Ihre Tätigkeit nach Ihrer Schilderung als selbständige Tätigkeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 3 Einkommensteuergesetz als ein Tätigkeitsberuf, nämliche künstlerische Tätigkeit eingestuft werden. In diesem Falle sind Sie dann nicht gewerbesteuerpflichtig.

Ferner erklärt Ihr Steuerberater diese Einkünfte bereits zu den selbständigen Einkünften aus § 18 EStG. Manchmal kann es vorkommen, dass an Abgrenzungsprobleme gibt, ob eine selbständige Tätigkeit nach § 18 EStG oder eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt. Dies ist dann anhand verschiedener Anhaltspunkte zu prüfen, unter welcher Einkommensart die Tätigkeit einzustufen ist.

Sie schreiben, dass es bisher keine Probleme gab, dass Ihre Tätigkeit als selbständige Tätigkeit anerkannt wird.

B) Sollte ich mein Gewerbe bei der Stadt ändern Stichwort: "rückwirkende Anerkennung als Freiberufler"

Sie können bei der Stadt das Gewerbe problemlos wieder abmelden.

C) Ich habe Angst dadurch "schlafende Hunde zu wecken" und das ich plötzlich etwas nachzahlen muss. Wie wäre hier das korrekte Vorgehen?

Wenn Sie bisher keine Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt haben, brauchen Sie auch nichts zu befürchten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Monika Gansel

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2015 | 13:20

Also zu Punkt C): Muss ich beim Gewerbeamt nun mein Gewerbe abmelden oder wie nenne ich das fachlich? Stichwort „Die rückwirkende Anerkennung als Freiberufler". Wie weit Rückwirkend?
Danke für Ihre gute Antwort bis hier her!

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.12.2015 | 13:29

Sie müssen das Gewerbe einfach nur abmelden. Mehr nicht.

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