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Gewerbemietvertrag (Büro) - Nebenkosten voll umlegbar?

| 07.06.2020 14:19 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

Ich habe ein Büro erworben mit einem bestehenden Mieter.

Unter dem § zum Mietzins steht wörtlich:
„Der monatliche Mietzins für die in §1 bezeichneten Mietobjekte beträgt 400 EUR. Die monatlichen Betriebskosten für die Heizung und Warmwasser beträgt 50 EUR. Miete gesamt: 450 EUR."

Die realen Nebenkosten liegen bei rund 100 EUR.
Aus Angst der Mieter könnte kündigen, hat die Vorbesitzerin nie eine Abrechnung mit dem Mieter gemacht. Da weder von einer Pauschale noch von einer Vorauszahlung die Rede ist bin ich mir unsicher welcher Sachverhalt hier gilt.

Zudem hat die Vorbesitzerin den Stromvertrag abgeschlossen und die Kosten nicht an den Mieter weitergegeben. Der Stromvertrag hat sie mit Eigentumsübergang gekündigt. Zum Strom ist im Mietvertrag nichts explizit geregelt.

Meine Fragen hierzu:
1. Können die realen Nebenkosten auf Basis des aktuellen Mietvertrags an den Mieter weitergegeben werden? Inwiefern spielt hier der Unterschied zwischen Nebenkosten und Betriebskosten eine Rolle?
2. Kann die Verantwortung des Abschlusses sowie die Kosten der Stromversorgung direkt an den Mieter weitergegeben werden?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
07.06.2020 | 15:31

Antwort

von


(262)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu 2. Wenn das Büro über einen eigenen Stromzähler verfügt, dann ist es der Normalfall, dass der Mieter sich seinen Stromanbieter selber aussucht und mit diesem einen Vertrag auf eigene Kosten abschließt. Da im Mietvertrag nichts über Strom steht, müssen Sie dann, wenn das Büro einen eigenen Stromzähler hat, auch keinen Stromvertrag für den Mieter abschließen.

Zu 1. Da bisher keine Abrechnung erfolgt ist, sind die 50 als Pauschale zu verstehen. Diese 50 Euro sind nur für Heizung und Warmwasser zu zahlen. Für kalte Betriebskosten auch Nebenkosten genannt, wurde keine Umlage vereinbart. Diese sind also Bestandteil der 400 Euro Miete.
Die 400 Euro sind daher eine Bruttokaltmiete.
Sofern entsprechende Ableseeinrichtungen vorhanden sind, sollten Sie nach § 556a Absatz 1 BGB schriftlich erklären, dass die Betriebskosten, die auf einem erfassten Verbrauch beruhen, ab dem nächsten Jahr als Vorauszahlungen zu leisten sind. In der Erklärung müssen Sie hier die tatsächlichen Kosten aus den 400 Euro herausrechnen.
Wegen der Kosten für Warmwasser und Heizung sollten Sie schriftlich erklären, dass diese ab nächstem Jahr nach der Heizkostenverordnung abgerechnet werden.

Wenn die Ableseeinrichtungen noch nicht eingebaut sind, sollten Sie diese einbauen lassen, bevor Sie die Erklärung abgeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Bewertung des Fragestellers 09.06.2020 | 12:30

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