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Gewerbe und als Freiberufler ein Kleingewerbe gleichzeitig?

| 12.01.2010 14:05 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Gibt es die Möglichkeit, neben einem Hauptgewerbe ein Kleingewerbe als Freiberufler zu führen? Ich betreibe einen eher kleinen, aber hauptberuflichen Gewerbebetrieb und bin als solcher auch steuerlich eingestuft, also umsatzsteuerpflichtig. Nebenher bin ich freiberuflicher Musiker in unterschiedlichen Bands und nehme Gagen ein. Das Problem taucht dadurch auf, daß die Bandmitglieder alle entweder haupt- oder nebenberuflich Kleingewerbe betreiben und somit keine Umsatzsteuer einnehmen. Die Auszahlung an mich erfolgt dann natürlich auch ohne Mehrwertssteuer. Das Finanzamt dagegen verlangt von mir 19% Umsatzsteuer, sodaß ich immer 19% weniger verdiene. Eine Lösung könnte sein, die Freiberuflertätigkeit als Kleingewerbe einstufen zu lassen, sofern beides nebeneinander geht.
Könnte ich ggf. einen solchen Antrag stellen, wie müßte er begründet werden und kann man ihn auch rückwirkend stellen?

12.01.2010 | 15:38

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Die Anwendung der Umsatzsteuerbefreiung richtet sich nach § 19 UStG . Danach wird gem. § 19 Abs. 1 UStG von Unternehmern die Umsatzsteuer nicht erhoben, wenn ihr Gesamtumsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17 500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

§ 19 Abs.1 UStG kann grundsätzlich nur einheitlich für das ganze Unternehmen angewendet werden. Entsprechende Ausnahmen sind nachfolgend ausgeführt.

Die Begrenzung der Kleinunternehmerregelung mit der Nichterhebung der Umsatzsteuer auf einen einzelnen Betrieb oder Betriebsteile des Unternehmens, verstößt gegen den im Umsatzsteuerrecht herrschenden Grundsatz der Unternehmenseinheit, § 2 UStG . Dies gilt gleichermaßen für die Anwendung als auch des Verzichtes auf die Anwendung des § 19 Abs. 1 UStG .

Auf Ihren Fall übertragen kann demnach die freiberufliche Tätigkeit nicht unter § 19 Abs. 1 UStG gefasst werden, mit der Folge das keine Umsatzsteuer erhoben wird.und die gewerbliche Tätigkeit weiterhin normal versteuert werden.

Dies ist nur einheitlich für Ihren Gewerbetrieb und die freiberufliche Tätigkeit möglich. Folglich werden beide Tätigkeiten nach dem UStG gleich behandelt.

Die Ausnahmen hierzu betreffen unter den jeweiligen Voraussetzungen den Erbfall für das eigene und ererbte Unternehmen und bei sog. gemischten Betrieben, d.h. bei Unternehmen, die sowohl Umsätze aus einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb als auch aus einer anderen unternehmerischen Tätigkeit erbringen.

Ihre Konstellation lässt die Annahme einer solchen Ausnahme leider nicht zu, so dass auch auf Ihre freiberufliche Tätigkeit Umsatzsteuer abzuführen ist.

Ich bedaure Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können, hoffe aber Ihnen trotzdem weitergeholfen zu haben.

Mit besten Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Bewertung des Fragestellers 12.01.2010 | 16:19

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