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Gewerbe Astrologische Beratung und Kartenlegung?


07.04.2006 12:25 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte gerne gewusst, ob eine Astrologische Beratung und Kartenlegerin als Gewerbe anzusehen ist?

Diese Tätigkeit findet im häuslichen Bereich statt.

Ich habe eine Haupttätigkeit als Verwaltungsangestellte und möchte den u. g. Betreff als Nebentätigkeit ausführen.

Meine Fragen:

1. Kann ich mich als Freiberufliche anmelden?

2. Wenn nicht, wie hoch wäre die Gewerbesteuer?

3. Was muss ich beim Umsatzsteuer beachten?

4. Wird mein Haupteinkommen mit meiner Nebentätigkeitseinkommen zusammen veranlagt, wenn ich den Jahressteuerausgleich mache?

Was ich nicht so ganz verstehe, warum nur Stb. und RAe als freiberuflich anerkannt wird.
Ich produziere nichts und werde auch nichts reproduzieren; meine Tätigkeit findet im geistigen und psychischen Zustand.

5. Als Nebenselbstständige, wo müsste ich mich noch anmelden? Bei der IHK oder bei der Berufsgenossenschaft; bin ich verpflichtet meine Krankenkasse und den Rentenversicherungsträger anzuzeigen, dass ich eine Nebentätigkeit durchführe?

Für die Beantwortung meiner zahlreichen Fragen wäre ich sehr dankbar!

MfG
Sehr geehrte Ratsuchende,
sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Zu Ihrer ersten Frage ist anzumerken, dass Sie keinen der in § 18 EStG aufgeführten Katalogberufe ausüben.
Sie werden im Abgrenzungsergebnis auch keine den Katalogberufen ähnliche Tätigkeit ausüben.
Des Weiteren wird Ihre Tätigkeit wohl eher nicht unter die künstlerische, erzieherische, wissenschaftliche oder unterrichtende Tätigkeit i.S. des § 18 EStG fallen.
Mit viel Wohlwollen und äußerstem Argumentationsgeschick könnten Sie vielleicht unter künstlerische oder unterrichtende Tätigkeit fallen.
Ich habe einmal mit einem Finanzamt über einen Steuerpflichtigen diskutiert, der musikalische Stilberatung gemacht hat. Dies bedeutet durch Beeinflussung von Musik z.B. Käuferverhalten zu „manipulieren“ bzw. zu steuern. In diesem Zusammenhang habe ich in Richtung künstlerischer Tätigkeit argumentiert. Zu einer abschließenden Entscheidung kam es jedoch leider nicht, da der Steuerpflichtige seinen Vorsatz in diese Richtung weiter tätig zu sein aufgegeben hat.
Ich möchte Ihnen jedoch aufzeigen, dass es jedenfalls einer Betrachtung des Einzelfalles bedürfen kann.

Die Höhe der Gewerbesteuer kann selbstredend aufgrund Ihrer Angaben noch nicht ermittelt werden, jedoch ist jedenfalls ein persönlicher Freibetrag von EUR 25.000,00 zu beachten.

Umsatzsteuerlich besteht die Möglichkeit, sich als Kleinunternehmerin von dieser Steuer gänzlich zu distanzieren, solange gewisse Grenzen eingehalten werden, was bei Ihnen im Anfangsstadium durchaus eingehalten werden kann.
Ansonsten bedarf es diesbezüglich konkreterer Angabe.

Sie werden durch die Aufnahme dieser Tätigkeit einkommensteuererklärungsabga-bepflichtig, so dass Sie eine solchen jährlich einreichen müssen.
Da das Einkommensteuersystem aus sieben Einkunftsarten besteht, wird ein so genannter vertikaler Ausgleich der Einkünfte von Einkunftsart 1 – 7 durchzuführen sein, wobei Sie zwei davon tangieren werden.

Sollten Sie ein Gewerbe anmelden müssen, weil Sie nicht unter § 18 EStG fallen, müssten Sie bei der Gemeinde vorstellig werden, die dann für den Umlauf der Gewerbeanmeldung in Richtung Finanzamt, Berufsgenossenschaft etc. sorgt.


Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung auch im Hinblick auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.

Ich darf Sie bitten, von der einmaligen Rückfrage Gebrauch zu machen, um Missverständnisse bzw. Ergänzungen noch vornehmen zu können.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt


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