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Gewalt in der Ehe


05.04.2006 23:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Hallo!
Ich habe mal eine Frage:
Folgendes Szenario hat sich abgespielt:
Ich habe vor ca. 1,5 Jahren eine Frau kenen gelernt.
Diese war verheiratet und hatte 2 Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren.
Anfangs sahen wir uns nur selten.
Sie erzählte mir bei diesen Treffen das ihr Mann früher gekokst hat und dann immer sehr aggressiv war.
Das heißt, er hat sie regelmäßig verprügelt.
Dies wäre jetzt zwar nicht mehr so, aber aufgrund der Problem in der Ehe (er ließ sie alles alleine machen - von Haushalt bis Erziehung) wollte sie ihn verlassen.
Nach einer Weile kam er hinter unser Verhältnis. Er bedrohte mich am Telefon und via SMS das er mich verprügeln würde und das er mir den Schädel anschlägt.
Seine Frau setzte er so stark unter Druck und sperrte sie regelrecht ein.
Da er mit dem Gedanken des Betruges nicht klar kam, nahm er wieder Koks zu sich, und dabei rastete er aus und brachte seine Frau fast um (er schlug sie über eine hlabe Stunde und anschließend würgte er sie. Nur ein Reflex ihrerseits brachte ihn zur Besinnung).
Sie zog aus.
Er fing an ihr Blumen zu schicken und zum Schluß einen auf todkrank zu machen. Sie ging wieder zurück.
Diese Spielchen zogen sich die nächsten Monate hin. Immer wieder kam sie zu mir. Immer wieder bekam er es raus. Und nach der aussage der faru schlug er sie meistens wenn er dahinter kam das sie ihn schon wieder betrogen hatte.
Im Juni 2005 schlug er so heftig auf sie ein (diese Wutattacke fand auch vor den Kindern statt) das die Frau zu mir zog.
Von nun an setzte er sie psychisch unter Druck. Er entzog ihr die Kinder wann immer er wollte (eigentlich wollte sie zumind. einmal die Woche die Kinder sehen aber da waren sie nie oder nur selten da).
3 Wochen nach ihrem Auszug hatte er die Frau fast so weit wieder zurück zu kommen. Doch im letzten Moment blieb sie. 5 Wochen später zog sie zurück. Sie vermisste die Kinder die sie nur sehr sporadisch sehen durfte.
Es dauerte dann 3 Wochen bis er sie wieder verprügelte. Ich holte sie erneut ab und diesmal brachte ich sie ins Krankenhaus. Bei der Untersuchung wurde die ursache der Verletzung angegeben. Es lag eine Verletzung im Bereich der Halswirbelsäule vor (Manschette wurde verordner), eine schwere Gehirnerschütterung, und Prellungen am ganzen Körper.
Um es abzukürzen, die nächsten Monate gingen so weiter wie die ersten 2 Monate auch.
Immer wieder sporadischer Kinderentzug.
Die Frau wandte sich durch diesen Druck wieder vermehrt ihren Mann zu und letztendlich vermisste sie ihre Kinder dann doch so stark das sie im Januar 2006 wieder bei mir auszog und erst einmal zu einer Freundin ging.
Dieser Auszug kam relativ unvorbereitet. Und danch verhielt sich meine Ex-Freundin sehr seltsam. So antwortete sie mir nicht auf Mails und irgendwann beantragte sie eine einstweilige Verfügung gegen mich. (Ich denke der grund hierfür war ihr Mann der damit auf jeden Fall sicher stellen wollte das ich keinen Kontakt mehr zu ihr aufnehmen kann).
Ich ging gegen diese Verfügung an und gewann.
Nun zu der eigentlichen Frage:
Meine Ex-Freundin (und das wird sie auch immer bleiben weil ich sie nicht zurück nehmen würde) würde sich nie gegen ihren Mann auflehnen, und inzwischen tut sie das was er ihr vorschreibt. Immer mit dem Gedanken an ihre Kinder. Kurz vor ihrem Auszug hatte sie mir noch in einer Mail geanus das mitgeteilt. Sie würde mich über alles lieben und wenn die Kinder nicht wären wäre sie nie zurück gegangen. Und ihren Mann würde sie nicht lieben und es würde nach ihrer Rückkehr vermutlich wieder jeden Tag nur Streit und Stress geben.
Ich möchte aber nicht alles so einfach stehen lassen wie es jetzt ist.
Zumal der Mann immer noch versucht Druck auf mich auszuüben (durch SMS wobei ich diese inzwischen blocke).
Ich habe den Bericht vom Krankenhaus. Ich habe 3 - 5 Mails in denen meine Freundin von den Schlägen berichtet (ca. 5 - 6 Schlagattacken während unserer Zeit) und in denen sie erzählt das er ihr mal wieder die Kinder entzogen hat.
Außerdem haben nach damaliger Aussage meiner Freundin die Kinder einen seiner Wutanfälle live miterlebt. Sie würden zwar nicht freiwillig gegen den Vater aussagen aber ein Linderpsychologe könnte da sicher etwas bewirken.
Außerdem war ich mit ihr im Herbst letzten Jahres bei einer Anwältin und auch dort wurde die Problematik mit den Kindern erwähnt. Ob auch von den Schlägen gesprochen wurde weiß ich nicht.
Genügt das um diesen Mann anzuzeigen. Und was kann ich gegen ihn bewirken.
Ich denke er wird ihr im Moment nichts tun solange sie tut was er will.
Ich möchte einfach nur sicher stellen das dieser sehr gewalttaätige Mensch entsprechend in seine Schranken verwiesen wird.
Was ist zu tun?
Danke.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie können natürliche eine Strafanzeige gegen den Mann einreichen. Sie müssen aber bedenken, daß die Ehefrau als Zeugin die Aussage verweigern kann. So würden Sie als Zeuge vernommen werden, der aber - so verstehe ich Sie richtig - die Aussagen nur vom Hören- Sagen erfahren hat. Daher wird es äußerst schwierig sein, daß man den Mann nur aufgrund Ihrer Aussage verurteilt.

Andererseits kann es die Frau vielleicht (?) motivieren, sich endlich von dem Mann zu lösen. Aufgrund Ihrer Angaben zweifele ich aber daran.

Auch die Anwältin wird sich nicht äußern, da Sie zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.

Weitere rechtliche Handhabe - außer einer Strafanzeige - gibt es aber nicht. Trotzdem sollten Sie eine Strafanzeige aufgeben, damit die Angelegenheit endlich "ins Rollen kommt". Sollte dies auch scheitern, dann haben Sie wenigstens Alles getan.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt





Nachfrage vom Fragesteller 06.04.2006 | 09:44

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort.
Eine Frage habe ich dennoch:
Als Beweise gibt es Mailaussagen meiner Freundin.
Wieviel sind die wert?
Und es gibt zumindest einen Krankenhausbericht in dem aufgenommen wurde A) die Verletzungen B) Ursache der Verletzungen (hatte meine damalige Freundin mit angegeben)
Dazu natürlich noch die mündlichen Aussagen von ihr mir gegenüber, wobei diese heute nichts mehr wert sein dürften da sie sich ihm gegenüber niemal negativ äußern würde sofern er sich im gleichen Raum befindet. Dazu ist die Angst zu groß.
Die Kinder als Augenzeuge bei einer seiner Wutattacken.
Einige meiner Freunde die auch die mündliche Aussage von Carmen haben das ihr Mann sie verprügelt hat.
Die Rechtsanwältin eventuell (aber nur im Falle des Kindesentzuges denn dort wollte sie tätig werden und ihn zwingen die Kinder regelmäßig heraus zu rücken.

Ich glaube das meine Ex-Freundin erneut geschlagen wurde. Es gab die letzten Tage ziemlich Stress mit ihrem Mann und mir. Und eine der Folgen dürfte sein das er sie erneut verprügelt hat. Sie wird sich dazu nicht äußern, und verlassen wird sie ihn auch nicht wegen der Kinder.

Was müßte an Beweisen vorliegen, abgesehen von einer mündlichen Aussage meiner Ex-Freundin, um ihn zu bestrafen?
Welches Strafmaß wäre zu erwarten?

Sollte es sich um eine Geldstrafe handeln ist es nicht durchführbar. Er würde danach sie zur Unkenntlichkeit schlagen.
Wie groß sind die Erfolgschancen?
Alles was ich tue muß einen Erfolg haben, sonst schade ich im nachhinein auch nur ihr selber.

Verletze ich seine Persönlichkeitsrechte wenn ich die Sache publik mache, also evtl. an die Presse gehe (mit abgekürzten Namen)?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.07.2006 | 16:02

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben mehrere Nachfragen gestellt.
Wir beantragen eine davon wie folgt:
Sie werden als Zeuge gehört. Die Emails werden natürlich auch verlesen werden und nur wenn an der Urheberschaft Zweifel bestehen, muß - damit die Emailinhalte als Beweis zugelassen werden - bewiesen werden, wer die Emmais geschrieben hat.

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