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Gewährleitung (Beweislastumkehr)

| 06.02.2008 06:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag,

ich habe einen Volkswagen T5 (10 Monate alt, ca. 35T Km) wegen eines Kupplungsschaden (Teile aus der Kupplung ausgebrochen) in eine VW-Vertragswerkstatt gebracht.

Bei der Auftragsannahme konnte der Kundendienstmitarbeiter nicht eindeutig eine Gewährleistung zusagen.
Der Mitarbeiter, der das o. g. Fahrzeug in die Werkstatt überführt hat, bat vor der Reparatur, falls es sich nicht um eine Gewährleistung handelt, vorher unbedingt Rücksprache zu halten (damit das Fahrzeug einem Gutachter vorgeführt werden kann).

Das Fahrzeug war bereits in der gleichen Vertragswerkstatt zur Inspektion (5 Monate; 15T Km); damals wurde bereits ein leichtes klemmen der Kupplung beanstandet.

Zum Sachverhalt:
Der Kundendienstmitarbeiter hielt keine Rücksprache vor Reparaturbeginn und wollte von Gewährleistung nichts mehr wissen (Kosten 1250,00 €).
Das Fahrzeug wurde nach der Reparatur abgeholt und gleich Kontakt zu einem Gutachter aufgenommen.
Dieser bat uns, die defekten Teile sofort von der Werkstatt abzuholen.
Die defekte Kupplung wollte der Kundendienstmitarbeiter aber erst nicht rausgeben, und nachdem wir uns nicht mit der Antwort zufrieden geben wollten, war die Kupplung nicht mehr auffindbar (alles innerhalb von 2 Stunden nach Abholung des Fahrzeugs).

Der Gutachter empfahl uns einen Brief an die Volkswagen AG zu schreiben, was wir auch getan haben; diese sieht das Verhalten ihres Vertragspartners aber als korrekt an.

Wie soll ich jetzt beweisen, dass der Fehler bereits bei Übergabe vorhanden war und wie kann ich weiter vorgehen?

Für eine schnelle Antwort, wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

1. Sie hätten den Kfz-Mangel gegenüber Ihrem Händler (dem Verkäufer des Kfz) geltend machen müssen, so dass dieser zur sog. Mangelbeseitigung aufgefordert gewesen wäre. Nur dann hätten Ihnen im Folgenden Gewährleistungsansprüche zugestanden. Durch die Reparatur bei einer anderen Werkstatt (selbst einer Werkstatt desselben Kfz-Herstellers) haben Sie nunmehr keine Ansprüche gegen den eigentlichen Verkäufer wegen des Sachmangels.

2. Ihre Chance besteht nun nur noch darin, geltend zu machen, dass der Kundenmitarbeiter durch die fehlende Rücksprache o.g. Schaden verursacht hat. Dazu brauchen Sie vor allem Zeugen, z.B. den o.g. Mitarbeiter, der den Kundendienstmitarbeiter daraufhin angesprochen hat (oder z.B. Bekannte die mit vor Ort waren).

3. Da Sie keine Gewährleistungsrechte haben, kommt es auf die Frage der Beweislast des Fehlers nicht mehr unmittelbar, sondern nur noch mittelbar im Rahmen Ihres möglichen Schadensersatzanspruches, an. Grundsätzlich gilt, dass nur innerhalb von 6 Monaten nach Gefahrenübergang der Sache (also dem "Verkauf") vermutet wird, dass der Fehler vom Verkäufer zu vertreten ist. Danach müssen Sie den Fehler beweisen. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstehe, ist die o.g. Frist abgelaufen und Sie müssen daher den Mangel des Kfz voll beweisen, was nur mit Hilfe der defekten Teile und eines Gutachtens möglich sein wird.

4. Beauftragen Sie unbedingt einen Rechtsanwalt vor Ort. Lassen Sie sich zunächst anhand einer konkreten Prüfung die Erfolgsaussichten darlegen (Ihr Fall erscheint komplexer als man auf den ersten Blick annehmen könnte) und mahnen Sie (selbst oder durch Anwalt) bei Erfolgsaussichten die Vertragswerkstatt zur Herausgabe der defekten Autoteile und zur Zahlung des Schadens i.H.v. 1250,00 €.

5. Sie können wegen der Nichtherausgabe der defekten Autoteile auch mit Strafanzeige (wegen Betrugsversuch und Unterschlagung) drohen bzw diese stellen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt

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