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Gewährleistungsverlängerung im Baugewerbe

| 04.06.2021 17:02 |
Preis: 100,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Von der gesetzlichen Gewährleistung sollte im Baurecht nicht ohne Not abgewichen werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt liegt vor.
Im Herbst 2019 wurde von meiner Firma die Außenfassade eines Einfamilienhauses verputzt.
Diese wies nach 2 Jahren erste Mängel auf. Die Mängel bezogen sich auf Hohlstellen im Putz und Risse.

Nachdem ein unabhängiger Gutachter dazu geholt wurde ist man zur Übereinkunft gekommen, die Kosten der Sanierung aufzuteilen. Die Baufirma hat hier ca. 50% der Kosten übernommen, da Sie auf eine vollflächige Gewebespachtelung in Ihren schlüsselfertigen Angeboten verzichten und wir, der Subunternehmer, kein Bedenken angemeldet haben.

Zudem ist bei dem Gutachten festgestellt wurden das die Hohlstelle in der Fassade wohl darauf zurückführen ist, dass Staub durch das Steine schneiden der Baufirma im Rohbauabschnitt sich auf den Ziegeln abgesetzt hat. Dies hatte zur Folge, dass sich der Putz nicht mit dem Mauerwerk verbinden konnte.

Nun wurde von unserer Seite der Schaden behoben und die Baufirma fordert nun eine Gewährleistungsverlängerung und hat in der Mail dazu deutlich gemacht, dass diese kein Geld bezahlt bis das geforderte Schreiben vorliegt.

Nun ist meine Frag, ob ich dazu verpflichtet bin so eine Gewährleistungsverlängerung zu verfassen? Und wenn ja, wie wird diese im Wortlaut richtig formuliert?

Mit freundlichen Grüßen



04.06.2021 | 18:06

Antwort

von


(180)
Wienburgstraße 207
48159 Münster
Tel: 0251-9320 5430
Tel: 0176-614 836 81
Web: http://immoanwalt.nrw
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Bauträger und Baufirmen versuchen in der Tat oft, ihre Subunternehmer durch Verlängerung der Gewährleistung über die gesetzlichen Fristen hinaus zu verpflichten. Vertragliche Regelungen sind dann genauer zu überprüfen, ob sie überhaupt wirksam sind. Oftmals wurden schon solche Verlängerungen gerichtlich für nichtig erklärt.

Darauf sollten Sie es allerdings gar nicht erst ankommen lassen und eine solche Gewährleistungsverlängerung gar nicht erst verfassen. Sie sollten keine solche Erklärung abgeben, sondern auf die gesetzlichen Regelungen verweisen.

Selbst wenn Ihnen eine Mitverantwortung für die Mängel des Vorgewerks anzulasten sein sollte, weil Sie möglicherweise Ihrer Prüfungs- und Hinweispflicht nicht nachgekommen sind, so sind Ihr Auftraggeber sowie der Bauherr durch den Neubeginn der gesetzlichen Gewährleistung in 2021 schon genug geschützt. Jedwede Verlängerung über die - nach BGB - fünf Jahre ab Abnahme Ihrer neuerlichen Arbeiten hinaus wäre aus meiner Sicht eine unangemessene Benachteiligung.

Sie haben im vorliegenden Fall ohnehin schon viel mehr geleistet, als Sie eigentlich mussten.


Denn wenn die Hohlstellen in der Fassade auf handwerkliche Fehler der Baufirma im Rohbauabschnitt zurückzuführen ist, weil das Steineschneiden direkt am Bauwerk durchgeführt wurde und sich dadurch feiner und nicht ohne Weiteres erkennbarer Staub auf den Ziegeln abgesetzt hat, besteht erheblicher Grund zur Annahme eines weitaus überwiegenden Verschuldens der Baufirma selbst, so dass Sie nicht 50 % der Kosten hätten tragen müssen..

Die Baufirma hat daher keinerlei Zurückbehaltungsrecht und muss Ihre Rechnung sofort begleichen.

Bei Nach-Fragen nutzen Sie gerne ohne Mehrkosten die Nachfrage-Option oder wenden sich direkt an mich, damit ich Sie beim weiteren Vorgehen unterstützen kann.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 04.06.2021 | 19:10

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