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Gewährleistungsfall PKW - Getriebe nach 4000 Kilometern defekt.

28.05.2009 09:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


09:22
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mir am 20.01.2009 einen Mazda RX- 8 Revolution gekauft, 231 PS , Tachostand bei Kauf 77.000 Km. Erstzulassung: 11/2004 .

Bin das Auto Probegefahren und konnte keinerlei Probleme feststellen, weder beim Schalten, Lenken oder sonstigem. Alle Gänge gingen ohne große Probleme rein und ich war sehr zufrieden mit dem Fahrzeug und kaufte es auch sofort.

War mit dem Fahrzeug sehr zufrieden, doch Mitte Mai 2009 bemerkte ich, das beim Schalten im 3. Gang und im 5. Gang , kein geräuschloses Schalten mehr möglich war.

War bei einem Mazda Händler, Datum 11.05.2009, Km Stand: 81500 .

Dieser sagt mir das die Synchroneinrichtung im 3. und 5. Gang defekt sei, dieses Problem hat er bei diesem Modell noch nie gehabt.

Die Reparatur beläuft sich auf 3100,00 Euro!!

Wer übernimmt jetzt diese Kosten? Der Händler von dem ich das Auto gekauft habe oder muss ich diese Kosten übernehmen?
Ich muss dazu sagen das ich unter 24 Jahre alt bin und natürlich ein Auto mit 231 PS dementsprechend fahre... :-) Sollte ich dies besser nicht erwähnen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mfg
28.05.2009 | 09:48

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Bei einem Verbrauchsgüterkauf (Verbraucher kauft von einem Unternehmer eine bewegliche Sache) ist die Verjährungsfrist für Sachmängelansprüche beim Gebrauchtwagenkauf auf ein Jahr herabgesetzt.
Dies müsste sich eigentlich aus Ihrem Kaufvertrag ergeben.

Bei dem beschriebenen Defekt handelt es sich zweifelsohne um einen Sachmangel.
Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird nach § 476 BGB zugunsten des Verbrauchers vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar.
Diese Beweislastumkehr gilt auch für gebrauchte Sachen.

Wenn der Händler Mangelfreitheit bei Übergabe des Fahrzeugs behauptet, auf die problemlos zurückgelegte Fahrstrecke von über 4.000 km verweist und sich auf Verschleiß beruft, wäre er darlegungs- und beweispflichtig.
Die Ursache des Sachmangels müsste er dann durch die Beauftragung eines Sachverständigen klären lassen. Wenn dieser feststellt, dass es sich um einen natürlichen Verschleißschaden handelt, käme Ihnen die Beweislastumkehr aus § 476 BGB nicht zugute mit der Folge, dass Sie auch die Reparaturkosten tragen müssten.

Auf die von Ihnen beschriebene Fahrweise sollten Sie den Händler jedenfalls nicht hinweisen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.



Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 24.07.2009 | 08:51

Hallo,

nochmal zu diesem Thema.

Ich habe mit dem Händler telefoniert, dieser hat mir vorgeschlagen, wenn ich ein neues Getriebe einbauen lasse , 50% des Preises zu übernehmen.

Er meinte, normalerweise müsste er ja nur nachbessern, dann hätte ich ein repariertes Getriebe und es könnte ja in 5 Monaten wieder defekt sein.

So habe ich ein neues Getriebe, und auf dieses auch noch 2 Jahre Garantie. Hierfür sollte ich mich aber zu 50% beteiligen.

So sein Angebot.

Bei einer Reparatur würde er 70% des Preises übernehmen.


Ich habe jetzt das Fahrzeug einfach zum Mazda Händler gebracht und nachsehen lassen was sich besser lohnt, der Händler sagte mir ich sollte gleich ein neues Getriebe einbauen lassen. Dies lies ich dann auch machen, ohne Bestätigung meines PKW-Verkäufer!

Ich lies die Rechnung über das neue Getriebe direkt zum Gebrauchtwagenhändler schicken, über 3800,00 Euro!

Der Mazda Händler verlangte auch keine Bestätigung von meinem Gebrauchtwagenhändler, das ich die Reparatur in seinem Namen und auf seine Rechnung schreiben darf.

Jetzt weigert sich der Gebrauchtwagenhändler die kompletten Kosten zu übernehmen, ich solle 50% bezahlen.

Wie soll ich jetzt vorgehen, oder sollte ich auf das Angebot eingehen mit den 50% ?

Vielen Dank
Mfg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.07.2009 | 09:22

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Sie haben zuerst einen Nacherfüllungsanspruch (Nachbesserung oder Nachlieferung), wobei Sie hier ein Wahlrecht haben.

Sie haben aber den Mangel nun selbst beseitigen lassen. Ein solches Recht zur Selbstvornahme verbunden mit einem Anspruch auf Ersatz der Mangelbeseitigungskosten gegen den Verkäufer, gibt es im Kaufrecht nicht (vgl. BGH, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202006,%20988" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 07.12.2005 - VIII ZR 126/05: Voraussetzungen von Schadensersatzansprüchen des Käufers eine...">NJW 2006, 988</a> ).

Vor diesem Hintergrund sollten Sie auf das Angebot eingehen.

Sollte Sie keine Einigung mit dem Gebrauchtwagenhändler erzielen können, können Sie gerne auf mich wieder zukommen.




Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

www.kanzlei-roth.de
info@kanzlei-roth.de

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