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Gewährleistungsbürgschaft


| 14.05.2006 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
die Kosten einer Schwammsanierung eines Mehrfam.hauses (13 Eigentümer) betrugen 100.000 €. Für die gesamte Sanierung (alle Gewerke) gibt es eine Gewährleistungsbürgschaft in Höhe von 5.000 € (5%).

In meiner Wohnung (vermietet) mußte im Wohnzimmer nach der erfolgten Schwammbeseitigung das Parkett teilweise erneuert werden. Leider wurde hier Parkett verlegt, dass in Farbe und Maserung nicht zu dem bisherigen passt. Der Anteil zw. altem und neuem Parkett in dem Zimmer beträgt ca. 50/50.
Mittlerweile hat sich auch der Eigentümer der Nachbarwohnung gemeldet, bei dem ebenfalls die Schwammsanierung erfolgte, und bei dem das Parkett ebenso falsch verlegt wurde.

Ein von mir eingeholter Kostenvoranschlag eines Parkettlegers zum Austausch der falsch gelegten Parkettanteile beläuft sich für beide Wohnungen auf ca. 2.230 €

Die Arbeiten bzgl. der Schwammsanierung sind abgeschlossen, weitere Mängel wurden nicht aufgezeigt.

Der Gewährleistungsgeber hat mittlerweile Insolvenz angemeldet.

Meine Frage:
Kann die Gewährleistungsbürgschaft für die Erneuerung des fehlerhaften Parketts verwandt werden, also: können die 2.230 € aus den 5.000 € genommen werden?

Unsere Hausverwaltung ist der Meinung, dass von den 5.000 € anteilmäßig nur so viel entnommen werden kann, wie der Anteil der Parkettarbeiten zu dem Gesamtbetrag von 100.000 € beträgt.

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Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

ich danke Ihnen für Ihre Online-Anfrage, die ich gerne beantworte.

Eine Gewährleistungsbürgschaft hat die Funktion, dass ein Auftraggeber einem Auftragnehmer gegenüber keinen Anteil der Vergütung einbehält, um eventuelle Gewährleistungsansprüche abzudecken. Der Auftraggeber bezahlt die Vergütung insgesamt, ohne einen Teil wegen eventueller Mängel zurückzuhalten. Der Rückbehalt dient als Druckmittel bzw. als Minderung gegenüber dem Auftragnehmer. So kann dieser entweder angehalten werden, Mängel zu beseitigen oder der Rückbehalt kann anderweitig aufgewendet werden, um die Mängel durch jemanden anders beseitigen zu lassen.

Es ist nicht erkennbar, dass lediglich eine anteilige Entnahme aus dem Bürgschaftsbetrag möglich sein soll. Die Bürgschaft fällt für den Betrag an, der an Mängeln besteht.

Für Sie bedeutet das Folgendes:
Die Bürgschaft kann für den Parkettschaden verwendet werden. Dass nur eine anteilsmäßige Entnahme möglich ist, ist nicht ersichtlich.
Schließlich dient die Bürgschaft dem Ausgleich der Mängel, die durch die Renovierungsmaßnahmen entstanden sind. Soweit die 5.000,- € ausreichen, alle Mängel zu beheben, besteht kein Bedürfnis, den Betrag aufzuteilen. Anders wäre dieses, wenn die Mängel höher als 5.000,- € wären. Dann wäre der Betrag selbstverständlich aufzuteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage zunächst zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Bitte haben Sie Verständnis, dass im Rahmen dieses Forums lediglich eine erste Orientierung möglich ist. Vielleicht sind im Rahmen der Bürgschaft Vereinbarungen getroffen, aus denen eine andere Beurteilung folgt. Um dies beurteilen zu können, wäre eine Sichtung der Unterlagen notwendig.

Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich sehr gerne zur Verfügung. Sie können eine kostenlose Nachfrage stellen oder mich direkt kontaktieren. Letzterenfalls würden allerdings weitere Rechtsanwaltsgebühren anfallen.

Mit freundlichem Gruß aus Hamburg!

RA Dipl.-Jur. THOMAS KRAJEWSKI

NEUER KAMP 30
20375 HAMBURG

TEL.: 040 / 43 209 - 227
FAX: 040 / 43 209 - 229

EMAIL: KRAJEWSKI@HAFTUNGSRECHT.COM
URL: WWW.HAFTUNGSRECHT.COM

Nachfrage vom Fragesteller 15.05.2006 | 14:19

Können Sie mir kurz noch die nächsten Schritte nennen, wie ich bzw die Eigentümergemeinschaft über die Bürgschaft verfügen können?
Vielen Dank im Voraus!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.05.2006 | 15:03

Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Ich möchte Ihnen raten, sich erneut mit dem Hausverwalter in Verbingung zu setzen. Erkundigen Sie sich, warum nur eine anteilige Entnahme möglich sein soll. Sofern dies in der Bürgschaft vereinbart ist, ist dem Hausverwalter Recht zugeben. Ist das nicht der Fall, so legen Sie ihm die obige Argumentation dar. Erklären Sie ihm, die 5.000,- € reichen für alle Mängel aus, so dass eine anteilige Entnahme nicht erforderlich ist. Sofern er seinen Standpunkt Ihnen gegenüber nicht erklären kann, sollten Sie weitere anwaltliche Hilfe suchen. Dafür können Sie mich gerne kontaktieren.

Leider können Sie nicht selbst unmittelbar mit dem Bürgen Kontakt aufnehmen, um Ihre Ansprüche geltend zu machen. Als Mieter/in stehen Ihnen lediglich Ansprüche gegen den Vermieter zu, der durch die Hausverwaltung vertreten wird.

Mit freundlichem Gruß aus Hamburg!

RA Thomas Krajewski

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