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Gewährleistung wenn Käufer falsches Öl nachfüllt

| 23.10.2020 21:36 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Ich habe als Autohändler einen 15 Jahre alten Gebrauchtwagen verkauft mit einer Laufleistung von 199.000 km und bin mir meiner gesetzlichen Gewährleistung bewusst. Die Kundin ist jetzt in 2 Monaten 10.000 km gefahren und hat nun massive Probleme mit dem Auto. Der Motor läuft unrund, hat nicht mehr die volle Leistung und geht sporadisch aus. Nach Rücksprache mit der Kundin teilte sie mir mit, dass sie regelmäßig Motoröl nachfüllen muss (aber noch in Toleranzbereich des Herstellers, ca. 1l auf 1.000 km). Die Kundin hat somit im Verlauf der Zeit nun schon 10 Liter Öl nachgekippt, allerdings das falsche Öl. Die vorgeschriebene Viskosität wurde nicht eingehalten, das Öl ist teilsynthetisch statt vollsynthetisch, es hat keine Freigabe des Herstellers und es ist ein billiges NoName Öl. Die Kundin möchte mich nun verklagen, wenn ich den Motor nicht in Stand setze. Eine genaue Fehlerdiagnose wurde noch nicht durchgeführt. Es kann doch nach meinem logischen Verständnis nicht richtig sein, dass die Kundin Gewährleistungsansprüche geltend machen kann, wenn sie das falsche Öl nach kippt. Ich habe vor Verkauf eine Inspektion durchgeführt und selbstverständlich auch einen Ölzettel in den Motorraum gehängt, aus dem hervor ging, welches Öl sich im Motor befindet. Kann es sein, dass ich Händler für den Fehler der Kundin haften muss?

23.10.2020 | 23:06

Antwort

von


(649)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich gilt für die ersten sechs Monate eine Beweislastumkehr zu Gunsten des Käufers. In Ihrem Fall stehen der Kundin aber nur dann Gewährleistungsansprüche zu, wenn der Schaden nicht durch das Nachfüllen des fehlerhaften Öles verursacht worden ist.

Wenn Sie insoweit sicher sind, dann können Sie es auch auf ein Gerichtsverfahren ankommen lassen. Gegebenenfalls könnten Sie gegenüber der Kundin einmal anregen das Öl gegen das korrekte Öl austauschen zu lassen, vielleicht bringt das ja bereits die angestrebte Verbesserung und kann die Kundin davon überzeugen, dass das Problem darauf zurück zu führen.

Da diese These zur Ursache des Schadens plausibel ist, wird man im Rahmen eines Gerichtsverfahrens wahrscheinlich ein Sachverständigengutachten zu dieser Frage erheben und dann auf dieser Grundlage entscheiden, ob ein Mangel aufgrund dieser Ursache vorliegen. Wenn der Beweis nicht gelingt, dass der Mangel durch das falsche Öl verursacht worden ist, dann müssen Sie das Fahrzeug im Rahmen der Gewährleistung reparieren.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 02.11.2020 | 02:44

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