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Gewährleistung und / oder Betrug und Verjährung von Bauarbeiten

09.11.2015 01:05 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Im Jahre 2010 habe ich von einem Schuppen ein Dach erneuern lassen.
Das Dach war mit Eternitschindeln bedeckt.
Eine Hälfte des Daches wurde abgerissen und neu aufgebaut.
Vereinbart war dass die kompletten Eternit-Schindeln entfernt werden.
Und das Dach mit einem Stahldach neu eingedeckt werden.

Tatsächlich wurden 16 qm Dach neu eingedeckt
Laut Rechnung wurden auch 16 qm Abriss und Entsorgung der Eternitplatten berechnet.

Leider musste ich neulich feststellen, dass der nicht erneuerte Teil weiterhin Eternitplatten enthält. Sie wurden einfach mit den Stahldach überdeckt, was für mich nicht direkt ersichtlich war, was ich auch nicht intensiv geprüft habe.

Zu meiner Frage:
1) Gilt hier die fünf-jährige Verjährung? Oder eine zwei-jahres-verjähung?
2) Ist das ein Betrugsfall?
3) Der Dachdecker hat schlampig gearbeitet und auf dem Boden waren überall kaputte asbesthaltige Eternit-Platten zu finden. - Daher meine Frage, wie kann ich im Falle, dass er den Schaden behebt, darauf bestehen, dass keine Platten einfach so auf den Boden geworfen werden.
4a) Wie kann ich die Verjährung am sichersten unterbrechen oder neu laufen lassen. Da das Jahresende naht muss das ganze schnell und sicher gehen. Werden Gerichte oder entsprehcende Stellen dies noch rechtzeitig schaffen?
4b) Muss ich mich dabei für Betrug oder Verjährung entscheiden oder kann ich beides angeben?

Eine Bitte an den Anwalt:
Bitte beantworten Sie mir die Frage nur, wenn ich den Dachdecker wegen Betrugs oder Gewährleistung noch zur Verantwortung ziehen kann.
Ansonsten überlassen Sie bitte die Antwort einem Kollegen, der mir da besser helfen kann.

Vielen Dank
09.11.2015 | 08:45

Antwort

von


(1773)
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30449 Hannover
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Sehr geehrter Fragesteller,

die Gewährleistungsfrist wäre nur dann 5 Jahre, wenn es ein neues Bauwerk gewesen wäre, das Dach erstmalig eingedeckt würde oder aber die Erneuerung den wesentlichen Anteil ausmachen. Bei Ihnen ist dies allerdings auch nur die Hälfte des Daches.

Allerdings beginnt die Frist solange nicht, wenn der Mangel arglistig verschwiegen worden, bis Sie von diesem Kenntnis erlangten (634a BGB).

Abweichend von Absatz 1 Nr. 1 und 2 und Absatz 2 verjähren die Ansprüche in der regelmäßigen Verjährungsfrist, wenn der Unternehmer den Mangel arglistig verschwiegen hat.

Im Übrigen lässt es die Möglichkeit offen, dass Sie hierbei tatsächlich versucht wurden, getäuscht zu werden. Aus diesem Grund könnte man Ihnen direkt auch Strafanzeige erstellt werden. Es käme dann auf seine Aussagen an, da er davon Kenntnis haben musste. Wenn er dort selbst gearbeitet haben sollte, ist dies sehr gut möglich.

Prozessual sollte der Bauunternehmer schriftlich per Einschreiben aufgefordert werden, die Mängel innerhalb von zwei Wochen zu beheben.
Hier sollten Sie ebenfalls auf die spezielle Entsorgung hinweisen.

Tut er dieses nicht, können Sie unmittelbar vom Vertrag zurücktreten und die Arbeiten anderweitig auf seine Kosten ausführen lassen.

Eine Verjährungsproblematik entsteht nicht, da die dreijährige Frist erst an Kenntnis und damit am 01.01.2016 beginnt (195, 199 BGB).

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2015 | 10:59

Herzlichen Dank für die Schnelle und Kompetente Antwort

Ich habe noch folgende Nachfrage:

- Das gesamte Dach wurde neu eingedeckt - eine Hälfte wurde aber komplett abgerissen weil sie morsch war und neu aufgebaut. Also Träger - Balken etc.
die Eternitziegel sind aber auf der anderen seite, die nur abgedeckt wurde. Ist das nun als Einheit zu sehen - oder bleibt es trotzdem nur einer Reparatur.

- Muss der Dachdecker selber wissen, dass nur ein Teil der Platten abgebaut wurde? Oder kann er sich damit rausreden, dass er keine Ahnung hatte und seine Mitarbeiter das eigenmächtig entschieden haben? Ob er gearbeitet hat, nur überwacht hat - oder nichts davon weiß ich leider nicht.

- Wo genau müsste ich, die Strafanzeige stellen? Bei Gericht? Bei welchem? Bei der Polizei?

- Ich weiß seit Ende 2014 von dem Mangel, weil andere Tätigkeiten an dem Schuppen durchgeführt wurden.

Vielen dank noch mal.

Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2015 | 11:00

Herzlichen Dank für die Schnelle und Kompetente Antwort

Ich habe noch folgende Nachfrage:

- Das gesamte Dach wurde neu eingedeckt - eine Hälfte wurde aber komplett abgerissen weil sie morsch war und neu aufgebaut. Also Träger - Balken etc.
die Eternitziegel sind aber auf der anderen seite, die nur abgedeckt wurde. Ist das nun als Einheit zu sehen - oder bleibt es trotzdem nur einer Reparatur.

- Muss der Dachdecker selber wissen, dass nur ein Teil der Platten abgebaut wurde? Oder kann er sich damit rausreden, dass er keine Ahnung hatte und seine Mitarbeiter das eigenmächtig entschieden haben? Ob er gearbeitet hat, nur überwacht hat - oder nichts davon weiß ich leider nicht.

- Wo genau müsste ich, die Strafanzeige stellen? Bei Gericht? Bei welchem? Bei der Polizei?

- Ich weiß seit Ende 2014 von dem Mangel, weil andere Tätigkeiten an dem Schuppen durchgeführt wurden.

Vielen dank noch mal.

Nachfrage vom Fragesteller 11.11.2015 | 11:01

Herzlichen Dank für die Schnelle und Kompetente Antwort

Ich habe noch folgende Nachfrage, da ich mir nicht sicher bin ob ein Missverständnis vorliegt bzw. Unvollständig beantwortet wurde:

- Das gesamte Dach wurde neu eingedeckt - eine Hälfte wurde aber komplett abgerissen weil sie morsch war und neu aufgebaut. Also Träger - Balken etc.
die Eternitziegel sind aber auf der anderen seite, die nur abgedeckt wurde. Ist das nun als Einheit zu sehen - oder bleibt es trotzdem nur einer Reparatur.

- Muss der Dachdecker selber wissen, dass nur ein Teil der Platten abgebaut wurde? Oder kann er sich damit rausreden, dass er keine Ahnung hatte und seine Mitarbeiter das eigenmächtig entschieden haben?

- Wo genau müsste ich, die Strafanzeige stellen? Bei Gericht? Bei der Polizei? Ist das jetzt eine Zivile oder strafrechtliche Geschichte, wenn es sich um arglistige Täuschung handelt?

- Ich weiß seit Ende 2014 von dem Mangel, weil andere Tätigkeiten an dem Schuppen durchgeführt wurden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.11.2015 | 15:36

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Nachfragen:

- Das gesamte Dach wurde neu eingedeckt - eine Hälfte wurde aber komplett abgerissen weil sie morsch war und neu aufgebaut. Also Träger - Balken etc.
die Eternitziegel sind aber auf der anderen seite, die nur abgedeckt wurde. Ist das nun als Einheit zu sehen - oder bleibt es trotzdem nur einer Reparatur.

Es bleibt hierbei trotzdem eine bloße Reparatur. Anders wäre es nur beurteilen, wenn das Dach ganz neu gedeckt wäre, also vorher kein Dach drauf gewesen wäre.


- Muss der Dachdecker selber wissen, dass nur ein Teil der Platten abgebaut wurde? Oder kann er sich damit rausreden, dass er keine Ahnung hatte und seine Mitarbeiter das eigenmächtig entschieden haben? Ob er gearbeitet hat, nur überwacht hat - oder nichts davon weiß ich leider nicht.

Der Dachdecker könnte sich auf Unkenntnis berufen, allerdings darf er auch nicht mit bedingtem Vorsatz gehandelt haben, Er hätte dies also überwachen müssen und hier könnten sonst auch seine Mitarbeiter als Zeugen vernommen werden, die den Chef sicherlich darüber informiert haben.

- Wo genau müsste ich, die Strafanzeige stellen? Bei Gericht? Bei welchem? Bei der Polizei?

Sie können sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei oder Staatsanwaltschaft abgeben, am Besten schriftlich und mit Anlagen versehen.

- Ich weiß seit Ende 2014 von dem Mangel, weil andere Tätigkeiten an dem Schuppen durchgeführt wurden.

Die Verjährung endet sodann erst am 31.12.2017.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


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