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Gewährleistung nach Übernahme ins Privatvermögen


28.05.2007 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin als IT-Freiberufler tätig und erstelle gerade meine Einnahmen-/Überschussrechnung für das Jahr 2006.

Wegen der Änderungen bei den Voraussetzungen zur Anwendung der 1%-Regelung übernahm ich zu Beginn des Jahres 2006 mein Auto vom Betriebs- ins Privatvermögen. Restbuchwert war 1 Euro. Im August 2006 war eine unvorhersehbare Reparatur an der Lenkung in Höhe von 684,90 Euro an diesem Fahrzeug erforderlich.

Nun meine Frage: Kann ich (als Privatperson) diesen Betrag von mir (dem Unternehmer) einfordern? Hintergrund dieser Überlegung ist, dass ich als Unternehmer zwei Jahre Gewährleistung geben muss. Im Gewährleistungsfall kann ich die 684,90 Euro in 2006 als Betriebsausgabe verbuchen. Ist das korrekt?

Mit freundlichen Grüßen



Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben und Einsatzes beantworten möchte:

Da Sie den PKW dem Privatvermögen zugeführt haben, wird der betriebliche Anteil als Aufwandseinlage den Betriebsausgaben zugeführt.

Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

• Aufwandseinlage mit den anteiligen tatsächlichen Kosten. Hierzu ist es ausreichend, die betrieblichen km repräsentativ für drei Monate aufzuzeichnen und dann hochrechnen und mit der Gesamtfahrleistung ins Verhältnis setzen.
• Pauschale Aufwandseinlage mit 0,30 € pro gefahrenen Kilometer; auch hier reicht eine repräsentative Aufzeichnung für drei Monate. Mit dieser Pauschale sind dann alle tatsächlichen Kosten abgegolten.

Bei dieser Sachlage können Sie also die entstandenen Reparaturkosten in Höhe von 684,90 € nicht in voller Höhe, sondern nur anteilmäßig als Betriebsausgaben geltend machen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und weise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion hin.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

E-Mail: reinhard.schweizer@gmx.net

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, sodass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2007 | 22:11

Sehr geehrter Herr Schweizer,

meine Frage ist noch nicht beantwortet. Wie sieht es mit dem Gewährleistungsanspruch aus, wenn der Verkäufer Unternehmer ist? Kann ich (als Privatperson) den Reparaturbetrag von mir (dem Unternehmer) infolge Gewährleistungsanspruch einfordern?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.05.2007 | 08:58

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten möchte:

Der Unternehmer ist nicht verpflichtet, eine Gewährleistung zu geben.
Er kann vielmehr nur dann im Wege der Gewährleistung in Anspruch genommen werden, wenn die Reparatur nicht ordnungsgemäß ausgeführt worden ist und Nachbesserungsvesuche fehlgeschlagen sind.
Deshalb können Sie (als Privatperson) den Reparaturbetrag auch nicht automatisch von Ihnen (als Unternehmer) einfordern.

Ich verweise in diesem Zusammenhang nochmals auf meine Ursprungsantwort, wonach Sie die Reparaturkosten nur anteilig als Betriebsausgaben geltend machen können, da Sie den PKW dem Privatvermögen zugeführt haben.

Mit besten Grüßen
RA, Dipl.-Fw. Schweizer

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