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Gewährleistung nach Reparaturen


07.03.2005 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herren!
Seit einiger Zeit habe ich bei meinem PKW einen laufend wiederkehrenden Fehler am Motor. In den vergangangenen 2 Jahren sind jeweils im Rythmus von 1 halben oder Dreivierteljahr Einspritzdüsen defekt gewesen und mußten ersetzt werden. Die Arbeiten wurden immer von der gleichen Fachwerkstatt ausgeführt. Bislang wurden die Kosten durch die Garantie abgedeckt. Welche jedoch zwischenzeitlich abgelaufen ist.
Mich würde nun interessieren, in wie weit auf Neuteile, die im Rahmen von Reparaturarbeiten verbaut wurden, bzw. auch auf Arbeiten einer Fachwerkstatt Gewährleistungsanspruch besteht. (insbesondere nachdem einzelne Einspritzdüsen bereits nach einem halben Jahr erneut defekt waren und der immer wieder auftretende Fehler ansonsten nicht unbedingt typisch für den Fahrzeugtyp ist)
MfG Dr. J. Kerspe

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Gewährleistung des Werkunternehmers (PKW-Werkstatt) richtet sich nach der Schuldrechtsreform 2002 neuerdings auch nach den neu eingeführten allgemeinen Bestimmungen über die schuldrechtliche Gewährleistung, §§ 280 ff. BGB.

Neu ist neben der inhaltlichen Ausgestaltung der Gewährleistungsvorschriften insbesondere auch, dass die Gewährleistungsansprüche nach der durch die Schuldrechtsreform 2002 eingeführten Rechtslage erst nach zwei Jahren verjähren, § 634a BGB, und nicht mehr bereits nach sechs Monaten.

Welche Rechte der Besteller, also der Kunde der Reparaturwerkstatt, hat, wenn das hergestellte Werk, also die Reparaturleistung der Werkstatt, mangelhaft ist, bestimmt der im Rahmen der Schuldrechtsreform 2002 grundlegend umgestaltete, neue § 634 BGB.

Nach dem neuen § 634 BGB kann der Besteller wenn das Werk mangelhaft ist nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen unterschiedliche Ansprüche geltend machen:

Sie können beim Vorliegen eines Werkmangels auch ohne ein Verschulden des Unternehmers „Nacherfüllung“ verlangen. Verlangen Sie Nacherfüllung, so kann der Unternehmer nach seiner Wahl den Mangel beseitigen oder ein neues Werk herstellen, § 635 Absatz 1 BGB.
Dabei hat der Unternehmer die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.

Dazu setzen Sie der Reparaturwerkstatt eine Frist, in welcher die Mängel entgültig beseitigt werden sollen.

Ist die Werkstatt dazu nicht in der Lage, sollten Sie eine andere Werkstatt beauftragen. Dadurch entstehende Mehrkosten, können Sie dann im Wege des Schadenersatzes an die erste Werkstatt weitergeben. Dies allerdings nur, soweit die Werkstatt den Mangel zu vertreten hat. Es könnte nämlich auch sein, dass ein genereller Konstruktionsfehler am PKW vorliegt. Hier würde der Hersteller im Rahmen seiner Garantie haften.

Die Gewährleistung entsteht übrigens für jede Reparatur erneut. Die Anspruche verjähren jeweils innerhalb von 2 Jahren.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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