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Gewährleistung nach Fristablauf bei nicht fachgerechter Errichtung einer Kaminanlage


| 09.12.2015 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Florian Bretzel



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 07.07.2009 wir eine Kaminanlage errichten lassen. Vertragsgrundlage lt. Rechnung war die VOB/B. Im November 2015 hat der gemauerte Aufbau des Kamines innerhalb von wenigen Tagen große Risse gezeigt und drohte umzustürzen bzw. von der Wand zu reißen. Ein hinzugezogener Statiker hat den sofortigen Abriss empfohlen, da die Gefahr des Einsturzes bestand. Der Kaminbauer hat den Schaden noch vor Abriss in Augenschein genommen und die Notwendigkeit bestätigt, ein Verschulden aber von sich gewiesen.
Während des Abrisses - den ich selbst durchführte - wurde festgestellt, dass die Errichtung der Anlage nicht nach Herstellervorgaben erfolgt ist. Für die Statik des Mauerwerks wesentliche Bestandteile des Kamineinsatzes waren nicht eingebaut. Der Kaminbauer bestreitet, dass die Teile notwendig gewesen wären. Der Hersteller des Kaminofeneinsatzes bestätigte uns telefonisch, dass die Bauteile für die Statik notwendig sind und eingebaut hätten werden müssen. Sowohl die Fotodokumentation bei Abriss als auch anhand des derzeitigen Zustandes lässt sich zweifelsfrei feststellen, dass die Anlage nicht fach- und sachgerecht errichtet wurde. Ein hinzugezogener anderer Kaminofenbaumeister, der das baugleiche Modell verbaut, bestätigte dies ebenfalls.

Ich glaube nicht das der Kaminbauer mit Vorsatz die Bauteile nicht eingebaut, sondern schlicht vergessen hat oder eventuell auch nicht wusste, dass sie eingebaut werden mussten. Dies lässt sich aber nicht beweisen, da der Kaminbauer bei seiner Aussage bleibt, die Bauteile hätten nicht eingebaut werden müssen.

Meine Frage, basiert auf der Annahme, dass in einem noch zu erstellenden Gutachten steht, dass die Anlage ohne jeglichen Zweifel fehlerhaft errichtet worden ist und dadurch der Schaden entstanden ist:

Habe ich irgendwelche Anspüche gegen den Kaminbauer, der sich ggf. auch gerichtlich durchsetzten lässt oder ist er auf Grund der abgelaufenen Gewährleistung "fein raus"?

Für Ihre Bemühungen danke ich herzlich im Voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie bereits richtig erkannt haben, sind die Verjährungsfristen für Mängelgewährleistungsansprüche bereits abgelaufen: sowohl die vierjährige Frist des § 13 Abs. 4 VOB/B, als auch die allgemeine werkvertragliche Verjährungsfrist gemäß § 634a Abs. 1 BGB von fünf Jahren waren im November 2015 überschritten. Andere Rechtsgrundlagen für Gewährleistungsansprüche gegen den Kaminbauer sind nicht ersichtlich, so dass Sie leider keine Ansprüche mehr durchsetzen können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 11.12.2015 | 03:13


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FRAGESTELLER 11.12.2015 5/5.0
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