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Gewährleistung für Auftrag 'Parkett verlegen'

17.06.2011 09:06 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich der Gewährleistung.

Ich habe im August 2008 einen Auftrag zum Verlegen von Fertigparkett vergeben. Den Parkett habe ich gestellt - der Auftragnehmer das Verbrauchsmaterial (Kleber usw.).

Da ich die Wohnung nun verkaufe sind einige Mängel aufgetreten. So hat z.B. der Parkettverleger an einer Seite der Wand wohl den Abstand zwischen Wand und Parkett falsch ausgemessen und daraufhin andere, breitere Sockelleisten montiert. Desweiteren wurde die Wohnung nicht von allen Kleberresten befreit, so dass durch das nachträgliche Reinigen Abnutzungsspuren entstanden sind.

Muss der Parkettverleger die Mängel ausbessern bzw. dafür die Rechnung übernehmen?

LG

W B

17.06.2011 | 09:24

Antwort

von


(2272)
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26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
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Sehr geehrter Ratsuchender,


bevor Sie Kosten von Fremdfirmen durchsetzen können, müssten Sie die Mängel rügen und eine angemessene Nachfrist zur Mängelbeseitigung setzen. Erst nach Fristablauf könnte eine Drittfirma beauftragt und die die Kosten geltend gemacht werden.


Ebenso grundsätzlich wäre der Auftragnehmer verpflichtet, sein Werk mangelfrei zu erstellen, müsste also auch notwendige Ausbesserungsarbeiten auf seine Kosten ausführen. Macht er dieses trotz Fristsetzung nicht, gilt das oben Ausgeführte und nach Fristablauf könnte dann eine Fremdfirma beauftragt werden.


Nun kommt leider das berühmte ARBER:

Der Anspruch wird nach § 634a BGB: Verjährung der Mängelansprüche verjährt sein, da nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung "nur" die zweijährige Gewährleistungsfrist besteht, die mit der Abnahme zu laufen beginnt, unabhängig davon, dass Sie die Mängel erst jetzt erkannt haben (es sei denn, der Handwerker hätte vorsätzlich gehandelt, was aber kaum zu beweisen sein dürfte). Und diese zwei Jahre sind abgelaufen.

Die Verjährung ist eine sogenannte Einrede, greift also nur dann, wenn der Handwerker sich darauf beruft. Nur glaube ich kaum, dass der Handwerker diese Verjährungseinrede vergessen wird, so dass diese Verjährungseinrede dann zu Ihren Lasten voll durchgreifen würde.


Kommt es also zu einer streitigen Auseinandersetzung, erhebt der Handwerker - sehr wahrscheinlich - die Verjährungseinrede, würden Sie also verlieren.

Gleichwohl würde ich versuchen, mit dem Handwerker zu sprechen, da man vielleicht auch künftig wieder zusammenarbeiten will, so dass ggfs. aus Kulanz Arbeiten durchgeführt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


ANTWORT VON

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