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Gewährleistung beim Tierkauf?

| 04.07.2013 21:29 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Katzenzüchter mit 3-4 Würfen pro Jahr.
Es wurde im Oktober 2011 eine Katze verkauft, mit Gesundheitszeugnis. Man hatte zu den Besitzern ab und an Kontakt. Vor ca. einem Jahr wurde mir mitgeteilt, das dem Tier einige Zähne gezogen werden mussten.

Jetzt.. fast 2 Jahre nach Vertragsabschluss wird mir mitgeteilt, das die Katze schwer krank wäre (weiterer Verlust von Zähnen, sowie Probleme mit der Wirbelsäule/Gelenken, wovon ich heute das erste Mal gehört habe), man schon einiges an Geld investiert hätte und es würde weitere Kosten entstehen. Nun möchte der Käufer von mir, das ich mich an den TA-Kosten beteilige oder mir anderweitig etwas einfallen lasse.

Nachweislich sind die Elterntiere und auch Geschwister/ auch weitere Generationen gesund. Ich habe ja keinerlei Einblick wie die Katze in den letzten knapp 2 Jahren gehalten und gefüttert wurde.

Meine Frage nun: Hat der Käufer ein Recht auf Geldleistungen oder sonstige Entschädigungen?

Vielen Dank im voraus für eine Antwort.

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich gelten bei einem Tierkauf über § 90a BGB die kaufrechtlichen Gewährleistungsrechte gemäß der §§ 437 ff. entsprechend. Sie haften daher dem Käufer für Mängel (§ 434 BGB) des Tieres, die bei Übergabe des Tieres bestanden haben. Diese Gewährleistungsfrist beträgt grundsätzlich 2 Jahre.

Allerdings muss der Käufer in Ihrem Fall erst einmal beweisen, dass das Tier bei Übergabe bereits krank war. Und selbst wenn er dies könnte (was ich eher für unwahrscheinlich halte), darf er Ihnen nicht einfach nachträglich die Kosten der Behandlung in Rechnung stellen. Vielmehr hätten Sie zunächst ein Recht auf Nachbesserung, d.h. Sie könnten selbst entscheiden, wie der Mangel beseitigt wird, indem Sie z.B. einen geeigneten Tierarzt beauftragen (es sei denn es handelt sich um eine dringende Notfallbehandlung, dann darf der Käufer zum Schutze des Tieres selbst einen Tierarzt aufsuchen)

Sie sollten den Käufer daher zunächst auffordern nachzuweisen, dass das Tier schon bei Übergabe „mangelhaft" im Sinne des § 434 BGB war. Dies wird ihm kaum gelingen, zumal das Gesundheitszeugnis und die Tatsache, dass keine weiteren Krankheitsfälle in der „Familie" des Tieres vorliegen, gegen eine solche bereits bei Übergabe des Tieres vorhandene Erkrankung sprechen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.07.2013 | 22:31

Vielen Dank für die Antwort.

Die Behandlung des Tieres wurde schon begonnen, ohne das ich davon Kenntnis hatte - und der Käufer verlangt jetzt eine Beteiligung. Also fällt die Möglichkeit der Nachbesserung ja weg.

Im Kaufvertrag steht, das das Risiko für die Gesundheit des Tieres auf den Käufer übergeht. Es ist ja auch nicht auszuschließen, das die Krankheit durch die Haltungsbedingungen/Fütterung entstanden ist.

Verstehe ich es jetzt soweit richtig, das der Käufer nachweisen muss, das der Mangel schon bei Übergabe des Tieres vorhanden war?


Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.07.2013 | 22:45

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Das haben Sie richtig verstanden, bezüglich des Vorhandenseins des Mangels kommt es nur auf den Zeitpunkt der Übergabe an.

Hat der Käufer die Behandlung begonnen, ohne Ihnen vorher Gelegenheit zu geben, selbst das Tier zu begutachten und einen Tierarzt zu beauftragen, kann er grundsätzlich keine Ersatzansprüche geltend machen (es sei denn, es handelte sich um eine Notfallbehandlung).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 04.07.2013 | 23:09

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