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Gewährleistung beim Kauf eines Neuwagen

14.01.2008 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Hallo,

ich habe Ende 09/2006 einen neuen Pickup L200, Hersteller Mitsubishi bei meinem Vertragshändler gekauft. Bei dem Fahrzeug handelt es sich von der Bauart um einen Geländewagen mit Untersetzung, Differenzialsperre und Allradantrieb.

Anfang 08/2007 an einem WE hat sich der Mitsubishi L200-Club, in dem ich Mitglied bin, zu einem Sommertreffen in einem Freizeitpark zum Offroadfahren getroffen. Es waren ca. 50 Pickups anwesend. Am Samstag wurden die ausgewiesenen Strecken im Gelände befahren. Dabei zog sich mein L200 auf der Beifahrerseite Dellen zu, die von der Berührung der Ladefläche bei der Diagonalverschränkung des Fahrzeugrahmens verursacht wurden. Keine Fremdeinwirkung !

Ausser mit haben noch zwei weitere Neuwagen L200 das selbe Problem an diesem Tag bekommen (auch Dellen an der Fahrerkabine - linke und rechte Seite). Die anderen Pickups, die auch diese Strecken befuhren, haben das Problem nicht.

Der Schaden wurde von mir gleich in der nächsten Woche beim Händler gemeldet. Es wurden Fotos gemacht und eine Serviceanfrage bei Mitsubishi Deutschland gemacht.

Seitdem ist nicht viel passiert - keine schriftliche Äusserung vom Händler und auch nicht von Mitsu Deutschland. Per eMail kam lediglich der Hinweis, ich möchte den Schaden per Kulanzantrag reparieren lassen. Das habe ich getan. Die Dellen sind jetzt beseitigt.

Aber die eigentliche Ursache (vermutlich ein vorliegender Konstruktionsfehler des Fahrzeugrahmens) ist nicht beseitigt und der durch die Dellen eingetretene Wertverlust des Fahrzeugs ist auch nicht ausgeglichen.

Was muss in unternehmen, damit ich jetzt oder in der nächsten Zeit keine Fristen (Gewährleistung et.) versäume?

Gruss

ein L200-Fahrer



Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Da es sich nach Ihrer Sachverhaltsschilderung um einen Mangeln handelt, sollten Sie den Händler schriftlich unter einer Fristsetzung von zwei Wochen letztmalig auffordern, den Mangel zu beseitigen oder eine Neulieferung zu veranlassen. Grundsätzlich haben Sie hierbei ein Wahlrecht, ob Sie die Beseitigung des Mangels wünschen oder eine Neulieferung einer mangelfreien Sache, § 439 BGB . Der Verkäufer kann Ihr Wahlrecht hier nur einschränken, wenn die gewähle Form der Nacherfüllung mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist. Sollte tatsächlich ein Konstruktionsfehler vorliegen, erscheint allerdings eine Neulieferung angebracht und sollte auch beansprucht werden. Kommt der Händler dieser Aufforderung nicht nach, können Sie nach Ihrer Wahl den Kaufpreis mindern oder vom Vertrag zurücktreten (Rückabwicklung) und Schadensersatz verlangen.

Bezüglich der bereits reparierten Dellen sollten Sie den Händler ebefalls schriftlich auffordern, den entstandenen Schaden ( eventuell Gutachten erforderlich ) auszugleichen, sofern Sie nicht bereits eine Nacherfüllung in Form einer Neulieferung beanspruchen. In diesem Fall wäre der entstandene Wertverlust für Sie bedeutungslos.
Der Händler/Verkäufer kann Sie hier nicht auf ein Handeln des Herstellers vertrösten, vielmehr ist er gegebüber Ihnen in der Pflicht.

Die Gewährleistungsansprüche verjähren in zwei Jahren, § 438 I Nr. 3 BGB .

Neben den gesetzlichen Gewährleistungsansprüche können Ihnen auch noch Ansprüche aus einer (freiwilligen) Garantie seitens des Herstellers zustehen. Inwieweit eine solche Garantie hier vorliegt, kann aufgrund fehlender Kenntnisse des Vertrages nicht beurteilt werden. Die Garantie stellt immer eine freiwillige Leistung des Herstellers oder des Händlers dar.


Sollte die gesetzte Frist fruchtlos verstreichen, empfehle ich Ihnen, einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen. Die Ansprüche müssten dann ggf. gerichtlich durchgesetzt werden.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.



Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

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