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Gewährleistung bei einem Autoverkauf an einen Händler der den Wagen weiterverkauft

30.06.2021 18:54 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


21:06

Sehr geehrte Damen und Herren,

im April diesen Jahres habe ich meinen Gebrauchtwagen an einen Autohändler verkauft. Dummerweise habe ich das Häkchen bei Gewährleistungsregeln übersehen. Zwischenzeitlich hat der Händler das Fahrzeug weiterveräußert. Der neue Halter des Fahrzeugs hat einen Gutachter genommen, der einen Motorschaden attestiert hat. Der Käufer gibt daher das Fahrzeug zurück an den Händler und tritt vom Kaufvertrag zurück. Nun möchte der Autohändler mit dem Verweis auf das Gutachten das Fahrzeug an mich zurückgeben und verlangt den Kaufpreis zurück.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich nach dem Weiterverkauf des Fahrzeugs und der Rückabwicklung dessen zur Erstattung des Kaufpreises gezwungen bin, insbesondere weil der Schaden ja nicht beim Händler, sondern erst nach dem Weiterverkauf aufgetreten ist?

30.06.2021 | 19:38

Antwort

von


(699)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn der Händler das Fahrzeug an Sie zurück geben möchte und sein Geld zurück haben möchte, dann muss er beweisen, dass der Mangel bereits bei Gefahrübergang vorlag.

Nur weil das Fahrzeug heute einen Motorschaden aufweist, bedeutet das nicht, dass dieser bereits bei der Übergabe des Fahrzeugs durch Sie an den Händlern erfolgte.

Es kommt also auf die näheren Umstände des Verkaufs und den Eintritt des Schadens an dem Fahrzeug an, ob Sie dieses zurück nehmen müssen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 30.06.2021 | 20:32

Sehr geehrte Anwältin,

Sie sind leider nicht auf den wesentlichen Kern meiner Frage eingegangen, sodass ich es neu formulieren möchte: Inwiefern hat der zwischenzeitlich erfolgte Weiterverkauf des Fahrzeugs Einfluss auf die Gewährleistung? Schließlich besteht das Vertragsverhältnis zwischen mir und dem Autohändler und keiner Drittperson. In dem Fall in dem ich das Fahrzeug zurücknehmen würde, wäre ja auch noch ein weiterer Vorbesitzer eingetragen, was den Wert des Fahrzeugs deutlich mindern würde. Wäre der Schaden beim Händler aufgetreten, so wäre der Fall klar und es hinge alles vom Gutachten ab. Nun kann ich jedoch nicht glauben, dass ich das unternehmerische Risiko des Gebrauchtwagenhändlers tragen soll, der ja vor dem Weiterverkauf das Fahrzeug hätte checken können bzw. müssen und dann auch etwaige Mängelansprüche hätte anmelden können.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.06.2021 | 21:06

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage:

In Ihrem Fall müssen Sie gerade nicht das unternehmerische Risiko tragen, da Sie nur dann das Fahrzeug zurück nehmen müssen, wenn der Händler nachweist, dass Sie das Fahrzeug bereits mit dem Mangel übergeben haben. Sie haften nicht bereits deshalb, weil der Händler zur Rucknahme verpflichtet war sondern nur, wenn der Händler im Verhältnis zu Ihnen nachweisen kann, dass der Mangel bereits im Zeitpunkt des Gefahrübergangs vorlag.

Nur dann müssen Sie das Fahrzeug zurück nehmen. Bei einem Fahrzeug mit einem Motorschaden wäre dann im Gewährleistungsfall, also wenn Sie das Fahrzeug zurück nehmen müssten, die Wertminderung durch den zusätzlichen Halter durch Sie hinzunehmen, da Sie kein Fahrzeug mangelfreies Fahrzeug an den Händler übereignet haben.

Im Hinblick auf die von Ihnen geschilderte Situation wäre abzuwarten welche weiteren Schritte der Händler einleiten wird.

Auch wenn Sie die Gewährleistung im Vertrag selbst nicht ausgeschlossen haben, kommt durchaus auch ein konkludenter Haftungsausschluss in Betracht, beispielsweise, wenn ein solcher in einem Inserat, das Sie aufgegeben haben enthalten war oder sich das aus der Korrespondenz mit dem Händler ergibt.

Allerdings ist es in Ihrem Fall bereits ein Vorteil, dass der Händler nachweisen muss, dass das bei Gefahrübergang an ihn mangelhaft war. Nach Ihren Angaben ist nicht einmal klar, ob das Fahrzeug bei Gefahrübergang an den Letzkäufer bereits mangelhaft war. Deshalb wird das durchaus eine hohe Hürde für den Händler sein Ihnen gegenüber einen Anspruch geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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