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Gewährleistung bei Neubau

02.09.2008 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Wir haben vor ca. 4,5 Jahren ein Reihenaus (Neubau) erworben. Zum Lieferumfang des Bauträgers gehörten auch sämtliche Türen.

Bei den Türen hatten wir uns für abgerundete Kanten (Standard war eckig) entschieden. Den Aufpreis für die hochwertigeren Türen haben wir an die Schreinerei entrichtet.

Von Anfang an wiesen die Rundkanten Mängel auf, die damals auch direkt (durch einen Vertreter des Türenwerkes) behoben wurden.

Nun sind erneut Mängel an den Rundkanten bzw. dem Übergang der Furniere vom Rundkantenbereich zum glatten Türblatt von 3 Türen aufgetreten.

Deshalb habe ich ein Schreiben m.d.B. um Ausbesserung/Austausch der Türen an den Bauträger, den Schreiner und das Türenwerk geschrieben.

Daraufhin erhielt teilte mir die Schreinerei mit, dass die Gewährleistung abgelaufen sei. Angefügt war ein Schreiben des Türenwerkes an die Schreinerei, in welchem das Türenwerk darauf hinweist, dass die Gewährleistung abgelaufen sei.

Meine Fragen:

Fällt der Mangel unter die 5jährige Gewährleistungsfrist bei Neubauten?

An wen müssen wir uns bezüglich einer Reklamation mit der Bitte um Mängelbeseitigung und entsprechender Terminsetzung wenden - an den Bauträger, der das Haus mit Türen geliefert hat oder an die Schreinerei, an die wir den Aufpreis für die Rundkanten entrichtet haben - oder an beide?




-- Einsatz geändert am 02.09.2008 21:02:22
Eingrenzung vom Fragesteller
02.09.2008 | 21:00

Sehr geehrte Ratsuchende,

in erster Linie kommt es darauf an, von welcher Art und Weise der „Sonderwunsch“ war. Hiervon hängt es ab, ob es sich um eine vom Bauträgervertrag umfasste bauliche Leistung des Bauträgers oder um eine hiervon völlig unabhängige Leistung eines Handwerksbetriebes handelt. Im ersten Fall müsste man sich an den Bauträger wenden, im zweiten Fall an den die Leistung erbringenden Handwerksbetrieb, da dann eine vertragliche Beziehung des Käufers zur Handwerksfirma besteht.

Handelt es sich lediglich um eine qualitative Abänderung durch Beschreibung des Sonderwunsches, dann haftet in der Regel hierfür ebenfalls der Bauträger. Dies kann z.B. für anderes Material für Bodenfliesen oder Teppichboden als in der Baubeschreibung vorgesehen gelten. Entsprechendes könnte hier für Türen geltend, die sich lediglich in der Ausführungsweise – Rundkanten - gegenüber der Baubeschreibung unterscheiden, wobei dieser Gesichtspunkt anhand des vorhandenen Bauträgervertrages und sonstiger Unterlagen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu prüfen ist.

Grundsätzlich ist die Abgrenzung, ob es sich bei dem "Sonderwunsch" um eine sogenannte Grundleistung oder eine Sonderleistung im eigentlichen Sinn handelt, stets relativ schwierig und nicht mit letzter Sicherheit vorzunehmen. Es empfiehlt sich – wie gesagt – eine genaue Prüfung von Bauträgervertrag und Baubeschreibung.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
RA Ernst G. Mohr

Nachfrage vom Fragesteller 02.09.2008 | 22:23

Wie ist denn in beiden Fällen die Gewährleistungsfrist - je nach dem ob der Bauträger oder die Schreinerei haftet?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.09.2008 | 08:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

die Ergänzugsfrage geht eigentlich über die gestellte Frage hinaus. Soweit der Bauträger Ansprechpartner wäre, so würde die in der Regel bestehende 5-jährige Verjährungsfrist greifen. Wenn der Handwerker Ansprechpartner wäre, müßte diese Frist anhand der Vertragsgrundlage weiter geprüft werden, insbesondere ab wann in diesem Verhältnis die Verjährungsfrist auch begann.

Mit freundlichen Grüßen
RA Ernst G. Mohr

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