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Gewährleistung bei Malerarbeiten

24.03.2009 10:57 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Hallo,
ich bin seit Mai-2005 als Raumgestalter Selbständig tätig.
Habe im März 06 einer Kundin ein Angebot gemacht ( schriftlich)
über Malerarbeiten in ihrer Wohnung. Unter anderem sollte die Zimmerdecke in der Küche vollflächig geglättet u. gestrichen werden, die Wohnzimmerdecke aber nur tapeziert werden. Nun habtte ich mich mit der Frau mündlich geeinigt die viel größere Wohnzimmerdecke vollflächig zu glätten u. streichen und die Küchendecke so zu belassen und nur zu streichen.( Kostenrahmen blieb wie im Angebot) Habe an der küchendecke eine Klebeband-und Wischprobe gemacht um die Festigkeit zu überprüfen.Es war keine lose oder kreidende Farbe zu erkennen.( Ausführung 09/2006.) Frau K. kann sich an unsere mündliche Vereinbarung nicht erinnern.
Nun bekam ich mitte März 2009 ein Schreiben von der Frau.
Das die Farbe in dicken Flatschen von der Decke hängt und ich dieses nachzuarbeiten habe oder die Frau . beauftragt eine andere Firma dies zu tun und mir die entstandenen Kosten in Rechnung zu stellen.
Im gleichen Jahr 2006, habe ich der Frau. die ca. 70 Jahre alten Fenster aufgearbeutet und mit 3 Anstrichen ordnungsgemäß,mit Fensterfarbe vom Großhandel, gestrichen. Im Jahr 2008 im Frühjahr rief sie mich an, ich möchte doch die Wasserschenkel (außen) neu machen da an diesen Haarrisse entstanden sind.Also machte ich einen Termin mit Frau. und schliff die komplette Farbe von den Wasserschenkel bis aufs Holz u. strich die Fensterschenkel mit 3 Anstichen mit Fensterlack, auf meine Kosten. Sagte der Frau . das ich keine weitere Garantie für die Wasserschenkel übernehmen könne, da diese schon sehr alt u. angewittert sind. Mitte März 2009
wieder ein Schreiben, ich möchte doch die Fensterschenkel ordnungsgemäß überarbeiten. Muß ich das nun jedes Jahr tun?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Bei beiden von Ihnen geschilderten Sachverhalten besteht ein Beweisproblem. Grundsätzlich muss der Besteller einen vorhandenen Mangel beweisen. Ich gehe davon aus, dass die Farbe in der Küche herunter hängt. Sollte dies im Wohnzimmer der Fall sein, so ist von einem Mangel auszugehen, da hier vor Anstrich der Farbe die Decke bearbeitet wurde.

Für die Küche war im Angebot grundsätzlich angedacht, dass die Decke vollständig neu gemacht wird, d.h. dass die Decke vollflächig geglättet und gestrichen wird. In dem mündlich geschlossenen Vertrag wurde jedoch etwas anderes vereinbart. Hier sollte die Küchendecke nur neu gestrichen werden.
Könnten Sie dies beweisen und auch nachweisen, dass zuvor von Ihnen ordnungsgemäß getestet wurde, ob die Farbe allein ohne vorheriges Glätten hält, dann läge kein Mangel bezüglich des geschlossenen Vertrages vor und Sie müssten keine Nachleistung erbringen.
Hätte die von Ihnen vorgenommene Klebeband- und Wischprobe allerdings ergeben, dass die Farbe ohne vorherige Bearbeitung der Decke nicht halten konnte und hätten Sie ihre Kundin nicht darauf hingewiesen, läge hier wohl eine Schlechtleistung und damit ein Mangel vor und Sie wären zur Nachbesserung verpflichtet.

Ein ähnliches Problem stellt sich bei den Fensterschenkeln. Auch hier wurde wohl nur eine mündliche Vereinbarung über die auszuführenden Arbeiten geschlossen. Sollten Sie hier nur beauftragt worden sein, die Wasserschenkel zu streichen und haben Sie hierbei Ihre Kundin darauf aufmerksam gemacht, dass die vorhandenen Schäden aufgrund des Alters der Fenster immer wieder auftreten und daher keine Garantie hierfür übernommen werden kann und die Kundin dennoch wollte, dass die Fensterschenkel nur gestrichen werden und keine weiteren Arbeiten zur Erhaltung unternommen werden sollten, dann würde grundsätzlich kein Mangel vorliegen, wenn die damals beauftragten Arbeiten ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Auch hier besteht aber wieder das Problem, dass der genaue Umfang des Auftrages bewiesen werden müsste und hier wohl Aussage gegen Aussage steht.

Sollten Sie keine weiteren Beweismöglichkeiten haben, sollte versucht werden, in den beiden Angelegenheiten eine einvernehmliche Lösung mit Ihrer Kundin zu finden. Diese sollte dann schriftlich festgehalten werden.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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