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Gewährleistung bei Kauf eines Gebrauchtwagen

| 31.01.2017 00:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren.

Am 30.09.2016 kaufte ich einen Gebrauchtwagen bei einem Händler einen Citroen C2 . EZ 12.05. 110.000 Km zum Preis von 2900€.

Am Dienstag den 17.01.2017 blieb ich mit dem Wagen stehen und es ging nichts mehr. Wurde am gleichen Tag noch in die Werkstatt geschleppt, wo ein Motorschaden festgestellt wurde.
Ergebnis der Untersuchung:
Vor dem Verkauf durch den Händler , wurde der Zahnriemen gewechselt.
Die Wasserpumpe ebenso, nur ein kleines Teil wurde nicht erneuert. Die sogenannte Spannrolle.
Genau diese hat den Zahnriemen beschädigt was eine Kettenreaktion auslöste, bis hin zum Motorschaden.
Die Kosten der Reparatur beträgt 2500€.

Meine Frage: Wie ist das mit der Gewährleistung seitens des Verkäufers?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Lehnard

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich haben Sie als Käufer bei Auftreten eines Sachmangels nach § 437 BGB das Recht, eine Nacherfüllung von dem Verkäufer zu verlangen. Jedoch sind Sie in der Regel dafür Beweis belastet, dass der Mangel bereits bei Gefahrübergang, also regelmäßig bei Übergabe, vorlag.

Da Sie jedoch als Verbraucher bei einem Händler das Kfz gekauft haben, gilt zu Ihren Gunsten die Beweislastumkehr nach § 476 BGB. Diese besagt: "Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar."

Das bedeutet, dass zu Ihren Gunsten vermutet wird, dass der Mangel bereits bei Gefahrübergang vorgelegen hat, sodass Sie von dem Verkäufer eine Nacherfüllung verlangen können.

Allerdings gewährt § 439 BGB dem Verkäufer das Recht, eine Nacherfüllung abzulehnen, wenn diese, unter Berücksichtigung des Wertes der Sache in mangelfreiem Zustand, nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist. Dies ist bei Ihrer Angabe des Kostenpunktes unter Berücksichtigung des Kaufpreises anzunehmen.

Auch ist zu berücksichtigen, ob es sich bei dem den Motorschaden verursachenden Gegenstand um ein Verschleißteil handelt (insbesondere bei Kfz-Käufen). Diese gelten regelmäßig nicht als Sachmangel und sind von der Gewährleistung nicht umfasst. Dazu existieren spezielle Listen, die eine Unterscheidung zwischen Sachmangel und Verschleiß möglich machen. Ansonsten kann nur ein Gutachten Klarheit darüber geben, ob das betreffende Teil als Verschleißteil oder als Sachmangel zu bewerten ist.

Ob Sie hier einen Anspruch haben, kann ich Ihnen nicht mit Sicherheit beantworten. Jedoch empfehle ich Ihnen, mit dem Händler Kontakt aufzunehmen, um diesen vorsorglich darauf hinzuweisen, dass der angegebene Schaden bei Ihnen aufgetreten ist. Da Sie, um Ihren möglichen Anspruch auf Nacherfüllung nicht zu verlieren, dem Verkäufer die Möglichkeit zur Beseitigung des "Mangels" einräumen müssen, sollten Sie den Schaden melden und den Verkäufer vorsorglich zur Nacherfüllung auffordern.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass durch die Beantwortung Ihrer Frage eine unfassende anwaltliche Beratung nicht ersetzt werden kann und dass meine Antwort, auch im Hinblick auf den Einsatz, lediglich einer ersten Einschätzung dient.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Sollten Sie zu der Beantwortung noch Fragen haben, so können Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion verwenden.

Mit freundlichen Grüßen,

E. Ronimi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 02.02.2017 | 00:18

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