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Gewährleistung-Vorführwagen


| 18.08.2006 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Im Mai 2005 habe ich einen Vorführwagen VW-GTI von einem VW-Autohaus erworben. Als Kaufvertrag habe ich eine "Verbindliche Volkswagen-Bestellung" in dem aller Sonderzubehör aufgelistet ist. Unter "Besondere Vereinbarung mit Vorrang gegenüber nachseitigen Verkaufsbedingungn" steht: Vorführwagen Ez. 19.11.2004 ca.13.000km. Angeheftet ist dann das Blatt "Verkaufsbedingungen für Volkswagenautomobile"

Im Mai 2006 stellte ich fest, dass die Klimaanlage (Klimaautomatik) nicht arbeitet und vereinbarte mit der Verkaufswerkstatt einen Termin zur Reparatur, eine Woche später konnte ich das Auto abholen. Ich musste jedoch feststellen, dass die Anlage noch immer nicht einwandfei funktionierte (begann erst nach 15 Minuten zu arbeiten und im Fahrzeuginnenraum war ein ziemlicher Gestank wahrzunehmen). Daraufhin brachte ich das Auto wiederum zum Autohaus woraufhin man nachsah und mir mitteile, es sei wohl wieder das gleiche Problem - man müsste den Kompresser erneut austauschen. Wieder brachte ich mein Fahrzeug für eine Woche zur Werkstatt, holte es ab und ... es tauchte der gleiche Fehler wieder auf. Wieder kam das Auto in die Werkstatt und nun war mein Auto sage und Schreibe 3 Wochen in dieser Werkstatt, bei der Abholung erzählte man mir sie hätten das ganze System "spülen" müssen usw. "es sollte jetzt funktionieren". Nun ist es so, dass die Anlage noch immer nicht funktioniert!

Wie sollte ich mich weiter verhalten? Hinzufügen möchte ich, dass mir immer ein Ersatzfahrzeug von der Firma gestellt wurde, das jedoch lange nicht meinem Auto entsprach (PS und Ausstattung), falls ich das Auto wieder in die Werkstatt zur erneuten Reparatur bringen muss, kann ich einen gleichwertigen Ersatzwagen verlangen? Oder kann ich auch in diesem Fall mein Recht auf Gewährleistung geltend machen? Falls ja - muss ich einen Abschlag für die Nutzung des Fahrzeuges hinnehmen?

Danke für Anworten
18.08.2006 | 10:19

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Vorab muss ich darauf hinweisen, dass die nachfolgende Lösung beschränkt ist durch die von Ihnen gegebenen Informationen und daher nur so richtig und vollständig sein kann wie der von Ihnen geschilderte Sachverhalt es ist. Daher beachten Sie bitte, dass meine Antwort die abschließende Beratung durch einen Kollegen Ihres Vertrauens nicht ersetzen. Dafür dürfen Sie gerne auch mich beauftragen. Nun aber zur Lösung:

Nach Ihrem Vortrag ist der Wagen mangelhaft. Die Rechte bei der Mangelhaftigkeit bestimmen sich nach den Vorschriften der §§ 437, 439, 440, 280, 281 BGB. Zunächst können Sie u. a. Nacherfüllung in Form der Fehlerbeseitigung oder Ersatzlieferung verlangen. Wenn die Nacherfüllung fehlgeschlagen ist oder unzumutbar, was ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung unterstellen muss, kann der Käufer nach § 437 Nr. 2, Nr. 3 BGB vom Vertrag zurücktreten (Rückgängigmachung des Vertrages Zug um Zug gegen Kaufpreisrückgewähr), den Kaufpreis mindern oder sogar Schadensersatz gem. §§ 440, 280, 281 (Kostenersatz, ggf. entgangenen Gewinn etc.) BGB verlangen. Der Käufer hat dabei ein volles Wahlrecht. Sie können auch den Mangel von Dritter Stelle auf Kosten des Verkäufers beheben lassen.


Aufgrund der geschilderten Konstellation würde ich durchaus einen Rücktritt erwägen, soweit die fehlerhafte Klimaanlage nicht ggf. von Dritter Stelle zu reparieren ist, dabei würden Ihnen tatsächlich die bisherigen Nutzungen entgegengehalten – unter Berücksichtigung der Kilometerleistung (freilich nur in der Höhe, die durch Nutzung eines mangelhaften Wagens gerechtfertigt ist).


Ich hoffe, dass Ihre Fragen hinreichend beantwortet worden sind. Für Rückfragen stehe ich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 18.08.2006 | 11:22

Danke für die schnelle Antwort - mir ist aus der Antwort nicht ganz ersichtlich, ob ich nun eine nochmalige Reparatur beauftragen soll (ob von Verkaufsautohaus oder Fremdfirma ist dabei nicht von Bedeutung für mich) und wenn diese fehlschlägt erst vom Kaufvertrag zurücktreten kann oder aber auch sofort (ohne einen nochmaligen Reparaturversuch zu beauftragen) zurücktreten könnte? Vielleicht ist es aus meiner Frage nicht richtig hervorgegangen - falls ich diese erneute Reparatur erwäge, wie verhält es sich mit dem mir zur Verfügung gestellten Ersatzwagen - kann ich ein gleichwertiges Fahrzeug für diese Zeit verlagen oder reicht es, wenn mir die Firma irgendein Fahrzeug zur Verfügung stellt?
Vielen Dank für ihre Antwort!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.08.2006 | 11:49

Sehr geehrter Fragesteller,

natürlich ist Ihnen ein gleichwertiges Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Dabei ist lediglich ein kleiner Abschlag zu machen, da Sie Ihrerseits Kosten für die Nutzung des eigenen Fahrzeuges (teilweise) einsparen. Aber dann muss Ihnen ein angemessenes Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden, nicht irgend eines.

Aufgrund der mehrmaligen Raparaturversuche, die allesamt fehlschlugen, können Sie jetzt bereits zurücktreten! Sie sollten zur Durchsetzung einen RA beauftragen, gerne stehe ich dafür ebenso zur Verfügung!

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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