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Gewährleistung Reparatur

| 31.05.2011 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Im Januar hatte ich bei meinem Auto einen Getriebeschaden. Das Getriebe wurde vor Ort ausgebaut und zu einer Fachwerstatt versendet. Dort wurde das Getriebe repariert und komplett überholt (Dichtungen, Schrauben usw.), mit einer Gewährleistung auf die geleistete Arbeit von 2 Jahren. Das reparierte Getriebe wurde zurück gesendet und in der hiesigen Werkstatt wieder eingebaut.
Nach nun 4 Monaten ist das Getriebe undicht, verliert Öl und muss nachgebessert werden.
Frage: Wer muss für die notwendigen Kosten für den Aus-/Einbau und den Versand aufkommen?
Sind dies erforderliche Folgekosten für die Nachbesserung oder muss ich diese selbst tragen?
Was ist mit eventuellen Folgeschäden, wie Kupplung oder anderes?


Sehr geehrter Fragesteller,

da mit der Instandsetzung des Getriebes ein Erfolg geschuldet war, liegt in Ihrem Fall ein Werkvertrag vor. Daher finden die §§ 631 ff. BGB Anwendung.

Bei den von Ihnen erwähnten Folgekosten handelt es sich um „Aufwendungen zum Zwecke der Nacherfüllung". Bezüglich Ihres Nacherfüllungsanspruchs gegen den Werkunternehmer können Sie die Arbeits- und Transportkosten von diesem erstattet verlangen.

Nach § 635 Abs.2 BGB hat nämlich „der Unternehmer die zum Zweck der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits-, und Materialkosten zu tragen."

§ 635 Abs.2 BGB stellt also klar, dass der Nacherfüllungsanspruch den gesamten Aufwand des Kunden und des Unternehmers umfaßt, den die Beseitigung des Mangels voraussetzt. Und natürlich, dass der Unternehmer diese Kosten tragen muss. Die erneuten Versandkosten müssen Sie also nicht tragen.

Weitere Beschädigungen am Fahrzeug muss der Werkunternehmer nur bezahlen, wenn sie bei der Nacherfüllung entstanden sind. Das ist in Ihrem Fall nicht gegeben, da der Aus- und Einbau des Getriebes noch nicht die Nacherfüllung ist, sondern lediglich eine Aufwendung zum Zwecke der Nacherfüllung darstellt.
Anders wäre dies nur, wenn der Unternehmer das Getriebe selbst einbaut. Durch den Mangel selbst verursachte Schäden an Ihrem Fahrzeug oder unabhängig von der Nacherfüllung entstandene Schäden muss der Unternehmer ebenfalls nicht ersetzen.


Ich hoffe, dass meine Antwort halbwegs verständlich ist und ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Bewertung des Fragestellers 02.06.2011 | 22:22

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