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Gewährleistung Gebrauchtwagenkauf bei Händler

19.01.2018 19:35 |
Preis: 28,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

Meine Freundin hat vor zwei Tagen einen Gebrauchtwagen bei einem Händler gekauft.
Wir haben den Wagen besichtigt und probegefahren. Außer ein paar kleinen Kratzern und einem ungepflegten Innenraum ist uns nichts aufgefallen. Da der Wagen eine gute Austattung hat haben wir uns trotz der kleinen "Mängeln" dafür entschieden und ihn gekauft.

Nun zur Problematik:
Als wir zu einem von dem Händler vermittelten Reifendienst gefahren sind um die Winnterreifen montieren zu lassen,
hat uns der Mitarbeiter des Reifendienstes darauf hingewiesen das der Seitenschweller eingedrückt ist. (um Auszuschließen das er es nicht war). Wir haben uns nichts dabei gedacht und sind davon ausgegangen das es ein Plastikteil sei wie bei unserem Vorhergehendem Auto und es deshalb halb so wild sei.

Heute habe ich das Fahrzeug von einer Fachwerkstatt begutachten lassen und dieser teilte mir mit das dies nicht nur ein kleiner Mangel sei, sondern ein Blechschaden wo die Reparatur Mindestens 500€ kosten würde.
Abgesehen davon seien die Simmerringe der Injektoren undicht. Kosten 200€

Wir haben den Händler heute telefonisch darüber informiert und dieser meinte das wir ihn gern zurückgeben können, da er angeblich seit heute noch andere Interessenten hätte.
Wir haben ihm gesagt das wir ihm eine E-Mail zu dem Sachverhalt mit Bildern schicken und er sich bitte dazu äußern möchte. Er meinte dazu das er darauf nicht antworten werde.

Das Problem ist das im Kaufvertrag steht :
- Nachlackierungen können nicht ausgeschlossen werden, daher wird das Fahrzeug nicht als Unfallfrei verkauft. Diverse Kratzer und Beulen am Fahrzeug vorhanden.

Auf der Rechnung steht :
- Der Käufer hat sich ausgiebig mit der verkauften Ware beschäftigt und ist Probegefahren.
- Der Erfüllungsort für Nachbesserungen ist der Sitz des Verkäufers

Nun meine Frage haben wir das Recht auf eine Reparatur bzw Kostenübernahme?
(da wir es selbst reparieren lassen möchten, da der Händler 300km entfernt von unserem Wohnort sitzt )?

Mit freundlichen Grüßen
19.01.2018 | 20:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ein Recht auf Schadensersatz (Kostenübernahme der Reparatur) setzt einen Sachmangel voraus.

Ein Sachmangel ist gegeben wenn eine Sache nicht die vereinbarte Beschaffenheit aufweist.

Laut Vertrag sind diverse Beulen vorhanden, der Blechschaden dürfte also keinen Sachmangel darstellen.

Anders dürfte es sich bei den Injektoren darstellen. Als Teil des Motors sind dies wesentliche Bestandteile des Autos. Der Händler ist somit verpflichtet bei Verkäufen das Auto auf die ordnungsgemäße Funktion zu prüfen beziehungsweise für Mängel einzustehen. Ein Sachmangelausschluss wegen Motorschäden ist auch beim Gebrauchtwagenkauf ausgeschlossen. Ein Ausschluss wurde hier aber auch nicht versucht. Alleine der Hinweis auf die Probefahrt und die "ausgiebige" Prüfung dürfte hier keinen Sachmangelausschluss darstellen (einen wirksamen schon gar nicht).

Schreiben Sie den Händler nochmals an und verlangen Sie unter Fristsetzung Ersatz des Ihnen entstandenen Schadens. Sollte der Händler nicht reagieren können Sie die Sache entweder selbst vor Gericht bringen oder einen Kollegen beauftragen. In beiden Fällen sollten Sie sich überlegen ob der Streitwert Ihnen den zwangsläufig entstehenden Ärger wert ist.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein, oder sollten Sie Unterstützung bei Ihrem weiteren Vorgehen benötigen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion oder setzen Sie sich via Email mit mir in Verbindung.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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