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Gewährleistung Gebrauchtwagen Ersatzansprüche


| 01.03.2006 15:30 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Hallo.

Ich habe vor kanpp 5 Monaten einen Gebrauchtwagen bei einem Autohaus gekauft. Nach diverser kleinerer Anfangsmängel ist nun während der Fahrt ein Zündkerze herausgebrochen. Dies ereignete sich ca. 200 km vom Kaufort (Händler) entfernt, da ich dort zur Zeit arbeite. Das Auto wurde in die nächste Fachwerkstatt abgeschleppt. Ich habe den Händler über den Schaden informiert, worauf er mich hingewiesen hat, dass zur Wahrung der Gewährleistung der Schaden in seiner Werkstatt begutachtet werden muss und etwaige bisher angefallene Kosten (fremde Fachwerkstatt, Abschleppkosten bis zu dieser Werkstatt) durch mich getragen werden müssten. Zudem ist für Ihn noch nicht ersichtlich, dass es sich hierbei um einen Mangel handelt. Dazu ist folgender Hintergrund: Laut Autohersteller sollte spätestens nach drei Jahren oder 60.000 km ein Austausch erfolgen, daran orientiert, welche Vorraussetzung zuerst erfüllt wurde. Unabhängig davon, dass bei Kauf gesagt worden ist, dass alles ausgetauscht worden ist - sind die drei Jahre bereits 6 Monate vor Kauf abgelaufen.
Jetzt meine Fragen zu diesem Sachverhalt:
1) Muss das Auto tatsächlich vom Verkäufer nachgebssert werden (Spurenbeseitigung)?
2) Sind die bisher angefallenen Kosten von mir selbst zu tragen (Abschleppdienst, erste Diagnose)?
3) Habe ich Chancen auf Schadensersatz durch Nichteinhaltung der Herstellervorgaben?
4) Habe ich für die Zeit der Reparatur Anspruch auf einen Ersatzwagen auf Kosten des Verkäufers (Aufgrund großer Entfernung)?

Vielen Dank.
01.03.2006 | 17:01

Antwort

von


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63450 Hanau
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Sehr geehrter Rechtssuchender,

Nach ihren Beschreibungen ist der Wagen mit einem Mangel belastet. Nach § 439 BGB haben Sie dann innerhalb von zwei Jahren nach Übergabe des Wagens das Recht, entweder den Wagen durch den Verkäufer reparieren zu lassen oder er muss Ihnen einen mangelfreien gleichartigen Gebrauchtwagen liefern.

Der Verkäufer muss gem. § 439 II BGB alle Aufwendungen tragen, die zur Reparatur erforderlich sind. Daher hat er auch die zunächst angefallenen Abschleppkosten zur Werkstatt zu tragen. Er muss auch alle weiteren Kosten tragen.( also Abschleppen des Wagens zu seiner Werkstatt , Reparatur usw)

Zur Frage 3, der Händler muss den hierdurch entstandenen Schaden am Wagen beseitigen.

Nach § 249 BGB können Sie die Kosten für einen vergleichbaren Mietwagen ersetzt verlangen. Sind die Mietkosten für einen vergleichbaren Wagen aber übermäßig hoch, dann müssen Sie auch einen weniger bequemen Wagen mieten, da Sie verpflichtet sind den Schaden möglichst gering zu halten. Holen Sie daher am besten zwei bis drei Mietwagenangebote ein.
Am besten fragen Sie aber zunächst beim Händler an, ob dieser gewillt ist, Ihnen einen Ersatzwagen zu stellen. Sollte er dies verweigern, dann nmachen Sie sich hierüber eine Telefonnotiz.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen.

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 01.03.2006 | 17:22

Hallo.

Vielen Dank für die detaillierte Antwort.

In wieweit sind Herstellerangaben für Wartungen bindend? Denn es handelt sich ja hierbei um ein Verschleißteil.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.03.2006 | 11:42

Sehr geehrter Rechtssuchender,

wenn der hersteller bestimmte Wartungsvorgaben für Verschleißteile macht und der Käufer kommt diesen nicht nach, dann kann dies zu einem Gewährleistungausschluss für hierdurch entstandene Schäden beim Käufer eintreten.

Nimmt auf der anderen Seite der Verkäufer den notwendigen Austausch nicht vor und hat wie in Ihrem Fall sogar zugesichert, dass er alle Teile ausgetauscht hat, dann geht der Schaden ja ursächlich auf das Verkäuferhandeln zurück, so dass Ihn das Verschulden für den Eintritt des Schadens trifft.

Sie würde nur ein Verschulden treffen, wenn die Teile tatsächlich ausgetauscht worden wären und Sie hatten dann nach Ablauf von weiteren drei Jahren die verschleißteile nicht ein weiteres mal getauscht und dadurch wäre es zum Schaden gekommen.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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