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Gewährleistung Dach

06.04.2008 14:03 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marc Weckemann


Hallo,
Unser Einfamilienhaus wurde 1999 schlüsselfertig in 1,5 geschossiger Bauweise über einen Bauträger erstellt. Die Baubeschreibung beinhaltet folgende Formulierung: "Gegen Eindringen von Staub, Nässe, Wind und Flugschnee wird auf die Sparrenlage eine Unterspannbahn aufgebracht".
Diese Unterspannbahn hat sich nun fast vollständig aufgelöst ( Eine andere Formulierung fällt mir nicht ein ) weist große Löcher auf und hängt in Fetzen herunter. Wind und Wetter ( Sprühregen ) kommen durch Ritzen und Löcher. Der Hersteller der Unterspannbahn ist nicht bekannt. Begonnen hat es südseitig durch die vermutlich enormen Temperaturunterschiede. Auswirkungen auf den Dachstuhl sind momentan noch nicht erkennbar - unter der Isolierung über den Schlafzimmern nicht einsehbar.
Vertraglich sind 5 Jahre Allgemeine Gewährleistung fixiert.
Besteht hier die Chance vom Bauträger eine " Nachbesserung " einzufordern oder ist das " Normaler Verschleiss während des Alterungsprozesses " ?
Wie lange ist die Gewährleistung auf die Unterspannbahn ?
Wo beginnt hier das Thema " Versteckter Mangel " oder " Konstruktionsfehler durch Architekt " ?
Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Ungeachtet der genauen Ursache der Verschlechterung der Unterspannbahn unterliegen die Ihnen zustehenden Ansprüche daraus der gesetzlichen Gewährleistung, sofern hierfür (bzw. fü einzelne Bauteile) vertraglich nicht etwas Abweichendes vereinbart wurde.

Gemäß § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB verjähren diese Ansprüche im Rahmen der Erstellung von Bauwerken in fünf Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme (§ 640 BGB). Die von Ihnen angeführte vertragliche Vereinbarung entspricht insofern der gesetzlich vorgesehenen Verjährungsregelung.

Es ist in Ihrem Fall somit davon auszugehen, dass etwaige Ansprüche Ihrerseits bereits verjährt sind. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die nunmehr aufgetretenen Mängel auf einen Materialfehler beruhen, oder gar auf einer fehlerhaften Planung oder Errichtung. durch die hiermit beauftragten Personen. Etwas anderes könnte sich, wie bereits erwähnt, lediglich aus einer hiervon abweichenden vertraglichen Regelung hinsichtlich einzelner Bauleistungen oder einzelner Bauteile ergeben.

Auf die Frage, ob der Mangel „versteckt“ war kommt es hierbei ebenfalls nicht an. Die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften stellen lediglich auf die Mangelhaftigkeit zum relevanten Zeitpunkt ab (in Ihrem Fall die Abnahme). Eine Unterscheidung zwischen Mängeln, die bei der Abnahme erkennbar waren und solchen, die zum Zeitpunkt dieses Gefahrenüberganges nicht erkennbar („Versteckt“) waren, ist den Gewährleistungsvorschriften, entgegen einer vielfach verbreiteten Meinung, fremd.

Ein erst später eintretender Verjährungsbeginn käme allenfalls dann in Betracht, wenn dem Bauträger der Mangel bereits von Beginn an bekannt war, Ihnen gegenüber jedoch arglistig verschwiegen wurde. Hiervon ist nach Ihren Schilderungen jedoch nicht auszugehen.

Ich hoffe, Ihnen trotz der negativen Auskunft weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte und bereits kleine Sachverhaltsabweichungen zu einer anderen Beurteilung führen können.

Mit freundlichen Grüßen


Marc Weckemann
Rechtsanwalt

_____________
Marc Weckemann
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
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