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Gewährleistung Austauschgerät


15.11.2007 17:08 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

es geht um folgenden Sachverhalt:

Unsere Waschmaschine war Anfang August in der Gewährleistungszeit defekt und wurde vom technischen Kundendienst repariert. Ungefähr eine Woche später war sie dann ganz kaputt. Dieses Mal kam am 13.08.07 ein Herr Jenik von Profectis. Er nahm die Maschine auseinander und stellte fest, dass eine Reparatur sich nicht lohne und für Quelle ein Austausch günstiger sei. Er setzte sich mit Quelle in Verbindung und leitet den Austausch ein. Wir mussten dann eine Woche warten, bis die Maschine geliefert wurde. Als die Lieferung erfolgte, waren wir selbst nicht zu Hause und meine Schwiegereltern ließen die Maschine in den Flur stellen. Die defekte Maschine konnten sie wegen der Hunde und, weil sie nicht wussten, wo die Maschine stand, herausgeben. Es wurde gesagt, dass Quelle sich diesbezüglich am nächsten Tag melden wolle. Als sich Quelle nach zwei bis drei Wochen immer noch nicht gemeldet hatte, sahen wir die Angelegenheit als erledigt an und entsorgten die alte Waschmaschine in den Sperrmüll, denn was sollen wir eine kaputte Waschmaschine herumstehen haben, mit der sowieso niemand mehr etwas anfängt. Kurz danach kam
auf einmal eine Rechnung (12.09.07) von Quelle über die Waschmaschine. Sofort rief ich bei Quelle an und bekam nach ungefähr sieben (!) Weiterverbindungen eine Frau Krusche zu sprechen. Ich erklärte ihr die Sachlage und sie meinte, die Gutschrift sei wohl noch in Bearbeitung und die Rechnung sei nur für den Garantiefall. Meine Meinung, dass noch irgendetwas schief laufen könnte, tat sie mit einem Lachen ab.
Am 13.11.07 erhielten wir von Quelle eine Mahnung.
Ich rief sofort bei Quelle an, um klar zu stellen, dass wir diese Waschmaschine im Rahmen der Gewährleistung bekommen hatten und deshalb nicht von uns zu bezahlen sei. Nachdem ich mehrmals weiterverbunden wurde, versprach mir eine Dame vom Kundenservice sich um die Sache zu kümmern und am 14.11. am Nachmittag zu melden, was bis nicht geschah. Deshalb beschwerte ich noch ein per Mail bei Quelle und schilderte dort einmal die ganze Angelegenheit.

Heute rief die Dame vom "Kundenservice" an und sagte, wir müssten die Maschine bezahlen, da das kaputte Gerät nicht bei Quelle angekommen sei. Haben wir als Kunden da wirklich eine Bringschuld? Wie lange muss man denn so ein kaputtes Gerät im Weg rumstehen haben? Die Dame empfahl uns doch eine eidesstattliche Erklärung abzugeben, dass die Maschine entsorgt sei und einen Entsorgungsnachweis beizufügen. Da einzige, was wir eidesstattliche erklären können, ist, dass wir die kaputte Maschine an den Straßenrand zweck´s Abholung gestellt haben und einen Entsorgungsnachweis haben wir auch nicht. So etwas gibt es bei uns nicht. Wir haben auch schon überlegt, Quelle einfach aufzufordern, die Maschine zurückzunehmen als Austauschgerät. Dann kaufen wir uns halt woanders eine neue Maschine, aber Quelle noch Geld geben, wollen wir nicht.

Im Voraus schon einmal

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Sehr geehrte Fragenstellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Nachdem Quelle Ihnen ein Ersatzgerät geliefert hat, entstand ein Rückgewährschuldverhältnis. Dieses verpflichtete Sie, die kaputte Waschmaschine an Quelle herauszugeben. Da in den AGB von Quelle steht, dass nicht paketversandfähige Waren abgeholt werden, haben Sie diesbezüglich aber keine Bringschuld.
Aus dem Rückgewährschuldverhältnis folgt aber auch eine Wertersatzpflicht ihrerseits. Das bedeutet, dass Sie für Verschlechterung und Untergang der Herauszugebenden defekten Waschmaschine Wertersatz leisten müssen, wenn Sie dafür verantwortlich sind. Verantwortlich sind Sie in diesem Fall, wenn Sie die eigenübliche Sorgfalt nicht beachtet haben. Da dieser Begriff Einzelfallabhängig ist, kann nicht genau gesagt werden, ob dies hier so ist. Jedoch wird die eigenübliche Sorgfalt dadurch begrenzt, dass Sie auf jeden Fall für grobe Fahrlässigkeit haften.
Dies ist hier wohl leider gegeben. Denn Sie hätten sich, bevor Sie die Waschmaschine entsorgten, nochmals vergewissern müssen, dass Quelle diese nicht mehr abholt.
Folge ist nun, dass Sie Wertersatz leisten müssen. Wie hoch aber der Wert einer kaputten Waschmaschine ist, ist wiederum einzelfallabhängig und kann so nicht beurteilt werden. Auf keinen Fall müssen Sie aber nochmals den vollen Kaufpreis zahlen.

Ich rate Ihnen nun, die von Quelle geforderte Erklärung abzugeben und auf Kulanz seitens Quelle zu hoffen. Denn rein rechtlich sind Sie zum Wertersatz verpflichtet.



Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)
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