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Getrennte Wohnungen während gemeinsamer Ehe

05.07.2021 06:32 |
Preis: 55,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

§ 27 AufenthG fordert, dass eine anzuerkennende eheliche Lebensgemeinschaft praktiziert wird.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann (Nicht-EU-Bürger) und ich (dt. Staatsangehörige) sind seit zwei Jahren verheiratet. Seit bald einem Jahr lebt mein Mann zum Zwecke des Familiennachzugs bei mir in Dt./Bayern.

Wir leben in einer ländlichen Gegend. Mein Mann möchte gerne studieren und dafür eine passende Universität innerhalb Deutschlands finden. Da ich beruflich aber an unserem jetzigen Wohnort gut eingebunden und mit meinem Arbeitsplatz sehr zufrieden bin, möchte ich nicht umziehen. Wir würden gerne folgendes Modell umsetzen: Mein Mann würde sich in "seiner" zukünftigen Universitätsstadt bei Zusage eines Studienplatzes ein WG-Zimmer/ kl. Appartement suchen, ich würde weiterhin in unserer gemeinsamen Wohnung leben bleiben und wir würden uns regelmäßig am Wochenende sehen.

Jedoch bezweifle ich sehr, dass dies möglich ist, da ja üblicherweise eine Grundvoraussetzung des bewilligten Familiennachzuges ist, dass die Ehepartner zusammen leben.

Unter keinen Umständen möchten wir seine für drei Jahre bewilligte Aufenthaltserlaubnis (28 Abs.1 S.1 Nr.1) gefährden.

Sollte mein Mann keinen Studienplatz finden, besteht auch die Idee, dass er nach Jobs in fernerer Umgebung Ausschau hält und dafür ggf. ein kl. Zimmer/Appartement anmietet (z.B. als Erst- oder Zweitwohnsitz).Dies begründet sich darin, dass in unserer ländl. Gegend die Jobmöglichkeiten für IT-ler eher eingeschränkt sind. Derzeit arbeitet er als Produktionshelfer bei einer Zeitarbeitsfirma, würde jedoch gerne eine Tätigkeit finden, die seiner Profession entspricht (Uniabschluss im Heimatland im IT-Bereich).

Daher bitten wir um Beantwortung der Frage, ob die oben geschilderten Modelle (Studium oder Arbeit) umsetzbar sind, ohne seine Aufenthaltserlaubnis zu gefährden.

Herzl. Dank!

05.07.2021 | 17:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Richtig ist, dass der Gesetzgeber in Hinblick auf § 27 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) nicht jede beliebige Praxis eines Ehelebens akzeptiert. Die eheliche Lebensgemeinschaft muss bei wertender Betrachtung noch als solche anerkannt werden können. Das wäre bei Ihnen konkret der Fall, wenn Ihr Ehemann am Studien- oder Arbeitsort, der tägliches Pendeln als unzumutbar erscheinen lässt, ein Zimmer oder eine kleine Wohnung als beruflich bedingten Zweitwohnsitz nimmt und die Wochenenden gemeinsam verbracht werden.

Im Grunde muss negativ abgegrenzt werden, wann eine eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr angenommen werden kann. Ich sehe bei den von Ihnen vorgestellten Konstellationen insoweit noch kein Problem.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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